Bachelorarbeit, 2018
54 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen der Lebensmittelverpackungen
2.1 Entwicklung des Verpackungsaufkommens in Deutschland
2.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.3 Wiederverwertung
2.3.1 Konventionelle Verwertungsverfahren
2.3.2 Alternative Verwertungsverfahren
2.4 Funktionalität
2.4.1 Verpackungsgestaltung
2.4.2 Technische Voraussetzungen
3 Bewertung und Gegenüberstellung von Lebensmittelverpackungen
3.1 Festlegung der Bewertungskriterien
3.2 Konventionelle Lebensmittelverpackungen
3.2.1 Bewertung Wiederverwertbarkeit
3.2.2 Bewertung Funktionalität
3.3 Alternative Lebensmittelverpackungen
3.3.1 Bewertung Wiederverwertbarkeit
3.3.2 Bewertung Funktionalität
3.4 Gegenüberstellung der untersuchten Lebensmittelverpackungen
3.5 Perspektive der Verpackung im Einzelhandel
4 Zusammenfassung und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, eine Übersicht und Gegenüberstellung von zwei im deutschen Lebensmitteleinzelhandel existierenden Verpackungstypen – konventionelle Kunststoffe und alternative Biopolymere – anhand definierter Kriterien zu erstellen, um deren Wiederverwertbarkeit und Funktionalität kritisch zu bewerten.
2.4.2 Technische Voraussetzungen
Eine wichtige Funktion der Verpackung, ist der Schutz von Lebensmitteln vor äußeren Umwelteinflüssen. Diese können sich in Form von Verfärbungen, Geschmacksabweichungen, Geruchs- oder Texturveränderungen des Produktes auswirken. Zusätzlich muss das Produkt für den Verbraucher frisch aussehen und haltbar verpackt werden.74
Die technischen Voraussetzungen zur Sicherung der Qualität, werden anhand einer Verpackung (siehe Abbildung 9) für frisches Fleisch demonstriert. Kunststoff ist im Bereich der Lebensmittelverpackungen eine besonders gut geeignete Materialart. Es ist bruchfest, leicht zu verschließen, umweltbeständig, reißfest und besitzt eine hohe Flexibilität in der Fertigung. Damit das Fleisch nicht austrocknet, dürfen Frischfleischverpackungen minimal feuchtigkeitsdurchlässig sein. Um die Haltbarkeit des Produktes zu verlängern und durch etwaige Unterbrechung der Kühlungskette die Qualität beizubehalten, werden frische Produkte unter Schutzatmosphäre oder „Modified Atmosphere Packaging“ (MAP) verpackt (siehe Abbildung 9). Diese MAP können aus unterschiedlichen Kunststoffarten in thermogeformten Basisschalen hergestellt werden. Hierbei wird die Umgebungsatmosphäre, in welcher sich das Fleisch vor dem Einschweißen in der Verpackung befindet, durch ein spezifisches Gasgemisch ersetzt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Problematik des steigenden Verpackungsmülls im Einzelhandel vor und definiert das Ziel, konventionelle und alternative Verpackungslösungen zu vergleichen.
2 Grundlagen der Lebensmittelverpackungen: Hier werden der rechtliche Rahmen, der Stand der Recyclingtechnologien sowie die Funktionalitäten von Verpackungen theoretisch hergeleitet.
3 Bewertung und Gegenüberstellung von Lebensmittelverpackungen: Dieses Kapitel führt eine detaillierte Bewertungsmatrix für konventionelle MAP-Verpackungen und alternative PLA-Becher durch und diskutiert zukünftige Perspektiven.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Biopolymere aktuell noch keine klaren Vorteile hinsichtlich der Wiederverwertbarkeit bieten.
Lebensmittelverpackungen, Wiederverwertbarkeit, Kunststoff, Biopolymere, Funktionalität, Recycling, Verpackungsgesetz, MAP-Verpackung, PLA, Nachhaltigkeit, Sortierung, Umweltschutz, Lebensmittelhandel, Verpackungsgestaltung, Kreislaufwirtschaft.
Die Arbeit untersucht und vergleicht konventionelle Kunststoffverpackungen mit alternativen Biopolymer-Verpackungen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel unter Berücksichtigung ihrer Umweltrelevanz.
Zentral sind die Aspekte der Wiederverwertbarkeit (Recycling), die gesetzlichen Regulierungen durch das Verpackungsgesetz sowie die technische Funktionalität von Verpackungen.
Das Ziel ist herauszufinden, ob und inwieweit alternative Verpackungslösungen die Abfallmenge reduzieren können, ohne die notwendige Schutzfunktion für das Lebensmittel negativ zu beeinträchtigen.
Die Arbeit nutzt eine Literaturrecherche und eine vergleichende Bewertungsmatrix, in der zwei spezifische Verpackungstypen anhand definierter Kriterien gegenübergestellt werden.
Der Hauptteil analysiert die Grundlagen der Verpackung, führt die Kriterien für die Bewertung ein und präsentiert eine Fallstudie zu konventionellen Verpackungen und PLA-Alternativen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Kreislaufwirtschaft, Biopolymere, Recyclingfähigkeit, Verpackungsrecht und Schutzatmosphäre (MAP) geprägt.
Dies liegt primär an der fehlenden Infrastruktur in Sortier- und Kompostieranlagen, wodurch PLA häufig als Störstoff in der thermischen Verwertung endet und somit ökologisch aktuell keine Vorteile bietet.
Das neue Verpackungsgesetz erhöht die werkstofflichen Recyclingquoten und soll durch finanzielle Anreize Hersteller motivieren, recyclingfreundlichere Verpackungsdesigns zu entwickeln.
MAP-Verpackungen ermöglichen durch ein spezifisches Gasgemisch und Saugeinlagen eine längere Haltbarkeit und Frische der Produkte, was besonders bei Fleischwaren relevant ist.
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