Bachelorarbeit, 2018
63 Seiten, Note: 3,0
Zusammenfassung
Einleitung
1 Methodisches Vorgehen und Fragestellung
1.1. Entwicklung der Fragestellung
1.2. Methode der Literaturrecherche, Auswahlkriterien und Reflexion
2 Theoretischer Hintergrund Suchterkrankung Alkohol
2.1. Schädlicher Gebrauch von Alkohol
2.2. Alkoholabhängigkeitssyndrom
2.3. Zahlen und Fakten zur Alkoholabhängigkeit in Deutschland
3 Auswirkungen von Alkohol während der Schwangerschaft auf das Ungeborene
3.1. Fetales Alkoholsyndrom, Alkoholeffekte und deren Diagnostik
3.2. Schädliche Wirkung des Alkohols auf die Entwicklung des Ungeborenen
3.3. Epidemiologie
4 Auswirkungen der Sucht auf das System Familie mit Blick auf die Kinder
4.1. Co-Abhängigkeit
4.2. Situation der Kinder
4.2.1. Rollenmodelle Black und Wegscheider
4.2.1.1. Der Held / Verantwortungsbewusstes Kind
4.2.1.2. Der Sündenbock / Ausagierendes Kind
4.2.1.3. Das verlorene Kind / Fügsames Kind
4.2.1.4. Der Clown
4.2.1.5. Friedenstifter
4.3. Weitere Rollenmodelle
4.4. Wissenschaftliche Überprüfung der Rollenmodelle
5 Psychische-/ und Verhaltensauffälligkeiten von Kindern alkoholabhängiger Eltern
5.1. Angst und Depressionen
5.2. Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen
5.3. Schulleistungen und Schulverhalten
5.4. Intelligenz
5.5. Störung des Sozialverhaltens
5.6. Somatische und psychosomatische Probleme
5.7. Gefahr der eigenen Abhängigkeit
5.8. Gewalterfahrungen, Misshandlungen, Vernachlässigungen, sexuelle Übergriffe
6 Was stärkt Kinder alkoholkranker Eltern? Grundlagen und wissenschaftliche Erkenntnisse der Resilienzforschung
6.1. Definition Resilienz
6.2. Die Entwicklung der Resilienzforschung
6.3. Charakteristika der Resilienz
6.4. Risiko- und Schutzfaktoren als Schlüsselkonzepte der Resilienzforschung
6.4.1. Das Risikofaktorenkonzept
6.4.2. Das Schutzfaktorenkonzept
6.5. Spezielle Risiko- und Schutzfaktoren für Kinder alkoholbelasteter Familien
6.5.1. Kindbezogene Risikofaktoren
6.5.2. Umgebungsbezogene Risikofaktoren
6.5.3. Kindbezogene Schutzfaktoren
6.5.4. Umgebungsbezogene Schutzfaktoren
7 Copingforschung
7.1. Begriff Coping
7.2. Coping-Strategien im Umgang mit Belastungen
7.3. Effektivität von Coping-Strategien
8 Beantwortung der Fragestellung und Diskussion
9 Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwiefern elterliche Alkoholsucht ein Entwicklungsrisiko für Kinder darstellt und welche Faktoren – insbesondere aus der Resilienzforschung – dazu beitragen, dass sich betroffene Kinder trotz widriger Lebensumstände gesund entwickeln können.
3.1. Fetales Alkoholsyndrom, Alkoholeffekte und deren Diagnostik
Beim Fetalen Alkoholsyndrom handelt es sich um eine Schädigung in der Embryonal- und Fetalzeit, bedingt durch Alkoholkonsum der Mutter (Löser, 1995). Alkohol wirkt toxisch auf die, noch in der Entwicklung befindlichen, Organe des Ungeborenen. Besteht eine Schädigung von Organen und Zellen durch Alkoholkonsum der Mutter, liegt das Vollbild des Fetalen Alkoholsyndroms oder auch Alkoholembryopathie genannt vor. Alkohol und dessen Abbauprodukt Acetaldehyd kann die gesamte Schwangerschaft über eine Vielzahl von Veränderungen beim Ungeborenen bewirken. Betroffene Kinder leiden sowohl körperlich, geistig, intellektuell und können in ihrer sozialen Entwicklung beineinträchtig sein.
Zu dem Vollbild des fetalen Alkoholsyndroms kommt es nicht immer. Die Übergänge sind fließend. Alkohol kann das Gehirn schädigen, auch ohne die typischen körperlichen Merkmale eines Kindes mit fetalem Alkoholsyndrom zu zeigen. Hier spricht man von Alkoholeffekten. Diese können unter anderen Leistungsstörungen oder Verhaltensveränderungen darstellen (Löser, 1995).
Zur Sicherung der Diagnose eines fetalen Alkoholsyndroms steht den Medizinern seit Dezember 2012 (Update 2016) eine Leitlinie zur Verfügung, die erstmalig, im deutschen Raum, eine evidenz- und konsensbasierte Diagnostik ermöglicht.
1 Methodisches Vorgehen und Fragestellung: Dieses Kapitel erläutert die Herleitung der Forschungsfrage und die methodischen Grundlagen der systematischen Literaturrecherche.
2 Theoretischer Hintergrund Suchterkrankung Alkohol: Hier werden die medizinischen Klassifikationen des schädlichen Alkoholkonsums sowie des Abhängigkeitssyndroms nach ICD-10 dargelegt.
3 Auswirkungen von Alkohol während der Schwangerschaft auf das Ungeborene: Dieses Kapitel behandelt die toxischen Auswirkungen von Alkohol auf die pränatale Entwicklung und stellt Diagnosekriterien für das Fetale Alkoholsyndrom vor.
4 Auswirkungen der Sucht auf das System Familie mit Blick auf die Kinder: Hier werden die familiäre Dynamik, das Konzept der Co-Abhängigkeit und verschiedene Rollenmodelle kindlicher Anpassung beschrieben.
5 Psychische-/ und Verhaltensauffälligkeiten von Kindern alkoholabhängiger Eltern: Das Kapitel analysiert gehäuft auftretende psychische Belastungen wie Angst, Depressionen und Verhaltensstörungen bei betroffenen Kindern.
6 Was stärkt Kinder alkoholkranker Eltern? Grundlagen und wissenschaftliche Erkenntnisse der Resilienzforschung: Dieser Abschnitt widmet sich den theoretischen Grundlagen der Resilienz sowie den entscheidenden Risiko- und Schutzfaktoren.
7 Copingforschung: Hier wird der Prozess der Stressbewältigung bei Kindern transaktional beleuchtet und die Effektivität verschiedener Coping-Strategien diskutiert.
8 Beantwortung der Fragestellung und Diskussion: Dieses Kapitel führt die theoretischen Erkenntnisse zusammen, um die Forschungsfrage hinsichtlich des Entwicklungsrisikos und der Resilienzfaktoren zu beantworten.
9 Ausblick: Der abschließende Teil skizziert zukünftige Forschungsnotwendigkeiten und Potenziale für Präventionsangebote.
Alkoholsucht, Kinder alkoholabhängiger Eltern, Resilienz, Entwicklungsrisiko, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Fetales Alkoholsyndrom, Coping, Stressbewältigung, Familienkrankheit, Suchtprävention, Psychische Gesundheit, Familienatmosphäre, Anpassungsmechanismen.
Die Bachelorarbeit untersucht, wie sich die elterliche Alkoholsucht als Entwicklungsrisiko auf Kinder auswirkt und welche Faktoren deren gesunde Entwicklung trotz dieser belastenden familiären Situation fördern.
Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen des Alkohols auf das Ungeborene, der familiären Dynamik (Rollenmodelle), den psychischen Auffälligkeiten der Kinder sowie den zentralen Konzepten der Resilienz- und Copingforschung.
Das Ziel ist es, das Phänomen der kindlichen Resilienz im Kontext suchtbelasteter Familien zu verstehen und aufzuzeigen, dass trotz hohem Risiko eine positive Entwicklung möglich ist.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die bestehende Studien, Konzepte und fachwissenschaftliche Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie und Suchtforschung zusammenführt und diskutiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis der Alkoholsucht, deren pränatale und familiäre Auswirkungen, die Darstellung psychischer Störungsbilder sowie die detaillierte Analyse von Resilienz- und Bewältigungsmechanismen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Suchterkrankung, Resilienzforschung, Risiko- und Schutzfaktoren, Fetales Alkoholsyndrom und Stressbewältigung (Coping).
Diese Kinder verfügen über spezifische Schutzfaktoren, wie beispielsweise eine stabile Bindung zu einer Bezugsperson, positive Intelligenz oder die Fähigkeit, durch angemessenes Coping mit Belastungen umzugehen.
Die Rollenmodelle (wie Held, Sündenbock oder Clown) dienen als Schutzmechanismen, mit denen Kinder versuchen, sich an eine instabile Familienatmosphäre anzupassen und Sicherheit oder Anerkennung zu gewinnen.
Da Kinder in Suchtfamilien häufig unter chronischem Stress stehen, ist die Fähigkeit zur aktiven Stressbewältigung essentiell, um negative psychische Langzeitfolgen zu minimieren oder zu verhindern.
Aufklärung über die elterliche Krankheit entlastet Kinder massiv, da sie die unberechenbaren Situationen besser einordnen können und dadurch ihre Wahrnehmung und Bewertung der Belastung modifizieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

