Diplomarbeit, 2005
238 Seiten, Note: 2,0
1 PRÄAMBEL
2 ARBEIT UND SUCHT
2.1 WAS ARBEIT FÜR DEN MENSCHEN BEDEUTET
2.2 DIE FUNKTIONALITÄT DER ARBEIT UND IHRE ENTWICKLUNG
2.3 DIFFERENZIERUNG ZWISCHEN SUCHT UND ARBEITSSUCHT
3 ARBEITSSUCHT
3.1 DIAGNOSTIK
3.2 STADIEN UND SYMPTOME DER ARBEITSSUCHT
3.2.1. Erstes Modell der Entwicklung der Arbeitssucht
3.2.2 Zweites Modell der Entwicklung der Arbeitssucht
3.3 TYPEN DER ARBEITSSUCHT
3.3.1 Erster exemplarischer Typologisierungsversuch
3.3.2 Zweiter exemplarischer Typologisierungsversuch
3.4 FOLGEN FÜR DAS SOZIALE UMFELD
4. INTERVIEWS
4.1 ZIELSETZUNG UND HYPOTHESEN DER INTERVIEWS
4.2 METHODIK
4.3 DIE INTERVIEWS
4.4 AUSWERTUNG: THEMENANALYSE
4.4.1 Themenanalyse zu Interview 1 nach dem Textreduktionsverfahren
4.4.2 Themenanalyse zu Interview 2 nach dem Textreduktionsverfahren
4.4.3 Themenanalyse zu Interview 3 nach dem Textreduktionsverfahren
4.4.4 Themenanalyse zu Interview 4 nach dem Textreduktionsverfahren
4.4.5 Themenanalyse zu Interview 5 nach dem Textreduktionsverfahren
4.4.6 Themenanalyse zu Interview 6 nach dem Textreduktionsverfahren
4.4.7 Themenanalyse zu Interview 7 nach dem Textreduktionsverfahren
4.5 DIE HYPOTHESEN AUF DEN PRÜFSTAND
4.5.1 Vielarbeiter arbeiten nach wirtschaftlichen Prinzipien.
4.5.2 Das Leben des Vielarbeiters ist ganz auf die Arbeit ausgerichtet
4.5.3 Vielarbeiter wissen mit Muße nichts anzufangen, denn sie arbeiten lieber.
4.5.4 Vielarbeiter wurden vorrangig durch die Eltern und andere erziehungsberechtigte Personen zu Vielarbeitern.
5 HILFSMÖGLICHKEITEN
5.1 ÖFFENTLICHE ANLAUFSTELLEN
5.2 THERAPIE
5.2.1 Allgemeine Anmerkungen zur Therapie
5.2.2 Das verhaltenstherapeutische Konzept
5.2.3 Die psychoanalytische Therapie
5.2.4 Konzept der humanistischen Psychologie
5.2.5 Eklektizistisches Konzept
5.3 SOZIALPÄDAGOGIK IN DER BERATUNG ARBEITSSÜCHTIGER UND DEREN SOZIALEM UMFELD
6 SCHLUSSBETRACHTUNG
Die Arbeit untersucht das Phänomen Arbeitssucht aus sozialpädagogischer Perspektive, mit dem Ziel, ein tieferes Verständnis für Ursachen, Verlauf und Auswirkungen dieser Suchtform zu entwickeln, um betroffenen Personen und deren Umfeld zielgerichtete Beratungs- und Hilfsangebote unterbreiten zu können.
1 Präambel
Während meines Studiums der Sozialpädagogik habe ich u.a. gelernt, welche Hilfe und Beratung ein Mensch bei der Bewältigung bestimmter kritischer Lebensereignisse angeboten werden kann. Ich erfuhr hierbei, dass sich die Arbeit eines Sozialpädagogen im Wesentlichen auf die Hilfe zur Selbsthilfe, der sozialen Ingeration und dem Abbau diskriminierender Machtstrukturen beläuft, um soziale Probleme zu lösen.
Als ich nun nach einem ansprechendem Thema für die vorliegende Diplomarbeit suchte, welches das Kriterium eines sozialen Problems erfüllt, ließ ich mich von einem guten Bekannten inspirieren. Er behauptete mit einem Funken Stolz ein „Workaholic“ zu sein. Mit einer gewissen Ungläubigkeit beobachtete ich an ihm, wie viel er arbeitete (oft 16 Stunden an jedem Wochentag) und stellte ihm die Frage, wie es dazu kommt so viel zu arbeiten. Als antwort erhielt ich die scherzhaft gemeinte doch ernst zu nehmende Aussage, dass er mit seiner Arbeit „verheiratet“ sei und gerne mit seiner „Frau“ zusammen bliebe. Sein Privatleben kommt natürlich zu kurz und findet zwischen Tür und Angel statt.
1 PRÄAMBEL: Die Autorin erläutert ihre Motivation zur Themenwahl, die durch persönliche Beobachtungen im privaten Umfeld und das sozialpädagogische Interesse an unzureichend erforschten Suchtformen geprägt ist.
2 ARBEIT UND SUCHT: Dieses Kapitel definiert Arbeit philosophisch und sozioökonomisch als identitätsstiftend und klärt die begriffliche Abgrenzung zwischen Sucht und Arbeitssucht.
3 ARBEITSSUCHT: Der Hauptteil bietet einen Überblick über den Stand der Forschung zu Diagnostik, Stadien, Symptomen und verschiedenen Typen der Arbeitssucht.
4. INTERVIEWS: Hier werden die Ergebnisse von sieben qualitativen Interviews präsentiert und die aufgestellten Hypothesen kritisch überprüft.
5 HILFSMÖGLICHKEITEN: Das Kapitel diskutiert praktische Beratungsansätze, Selbsthilfegruppen sowie verschiedene psychotherapeutische Therapiekonzepte und die Rolle der Sozialpädagogik.
6 SCHLUSSBETRACHTUNG: Eine zusammenfassende Reflexion über die Ergebnisse der Arbeit und den Forschungsbedarf hinsichtlich des Phänomens Arbeitssucht.
Arbeitssucht, Workaholism, Arbeitsalltag, Sozialpädagogik, Suchtforschung, Selbstdiagnostik, Symptomatik, Typologie, qualitative Interviews, Therapiekonzepte, Arbeitskraftunternehmen, Identitätsbildung, Stress, Burnout, soziale Auswirkungen.
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Arbeitssucht und deren soziologischen sowie psychologischen Hintergründen aus sozialpädagogischer Sicht.
Die Themen umfassen die Bedeutung der Arbeit für den Menschen, die Definition der Arbeitssucht, Stadienmodelle, Typologien der Betroffenen, Auswirkungen auf das Umfeld und Lösungsstrategien.
Das primäre Ziel ist es, ein wissenschaftliches Verständnis für Arbeitssucht zu schaffen, um Sozialpädagogen und Angehörigen verwertbare Kenntnisse für die Beratung und Hilfeleistung zur Verfügung zu stellen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung des Forschungsstandes kombiniert mit einem empirischen Teil, der auf sieben qualitativen Interviews mit Vielarbeitern basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine ausführliche Typologie von Arbeitssüchtigen sowie eine detaillierte Auswertung von Interviews nach dem Textreduktionsverfahren.
Wichtige Begriffe sind Arbeitssucht, Workaholism, Diagnostik, soziale Auswirkungen, Sozialpädagogik, Identitätsbildung und Stress.
Der Vergleich dient dem Verständnis des Begriffs "Workaholism" in Analogie zu "Alcoholism" und hilft, zwanghafte Verhaltensmuster und Entzugserscheinungen bei Arbeitssüchtigen besser zu veranschaulichen.
Die Sozialpädagogik ist das Anwendungsfeld: Die Autorin zeigt auf, wie Sozialpädagogen als Berater für Betroffene und deren soziales Umfeld agieren können, um destruktive Arbeitsmuster zu durchbrechen.
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