Masterarbeit, 2019
259 Seiten, Note: 1,3
1 Problem und Zielsetzung, methodische Rahmenkonzeption und Struktur
1.1 Problemdifferenzierung und Eingrenzung des Untersuchungsfeldes
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Methodische Rahmenkonzeption und Struktur
2 Theoretische Grundlagen zur Schülervorstellung
2.1 Die Didaktische Rekonstruktion
2.2 Schülervorstellungen als Untersuchungsgegenstand
2.2.1 Schülervorstellungen unter der konstruktivistischen Perspektive
2.2.2 Schülervorstellungen im Rahmen des Modells der Didaktischen Rekonstruktion
2.3 Konstruktivistische Theorien des Wissenserwerbs
2.3.1 Conceptual Growth und Conceptual Change
2.3.2 Theorie des erfahrungsbasierten Verstehens
3 Theoretische Grundlagen zur Berufsausbildung
3.1 Begriffsbestimmung und Entstehung
3.2 Die Struktur des dualen Berufsbildungssystems
3.2.1 Die Berufsschule als Lernort
3.2.2 Der Betrieb als Lernort
3.2.3 Ausbildungsordnung
3.2.4 Berufsausbildungsvertrag
3.2.5 Rechte und Pflichten in der Berufsausbildung
3.3 Die schulische Berufsausbildung
3.4 Jugend und Ausbildung
3.5 Der Ausbildungsmarkt
4 Berufsorientierungsmaßnahmen in der Sekundarstufe I
4.1 Bildungsplan Sekundarstufe I – Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung
4.2 Betriebspraktikum
5 Erhebung von Schülervorstellungen - Methode und Vorgehen
5.1 Ablauf der Untersuchung
5.2 Geplante Durchführung
5.3 Entwicklung des Erhebungsinstrumentes
5.3.1 Untersuchungsgruppe
5.3.2 Untersuchungsart
5.3.3 Typ und Größe der Stichprobe
5.3.4 Forschungsfrage
5.3.5 Der Interviewleitfaden
5.4 Pretest
5.5 Durchführung der Befragung
5.6 Beschreibung des Auswertungsverfahren
5.6.1 Aufnahme und Transkription der Interviews
5.6.2 Die Auswertungsmethode
5.6.3 Definition der Analyseeinheiten
5.6.4 Festlegung der Analysetechnik
6 Erhebung von Schülervorstellungen Grundlagen der qualitativen Datenerhebung
6.1 Maßnahmen zur Qualitätssicherung nach Gropengießer
6.2 Gütekriterien qualitativer Datenerhebung
6.2.1 Objektivität
6.2.2 Reliabilität
6.2.3 Validität
6.2.4 Weitere Kriterien nach Mayring
7 Auswertung des Interviews
7.1 Bildung der Kategorien
7.2 Kategoriensystem
7.3 Analyse der einzelnen Bereiche
7.3.1 Schülervorstellungen zur Struktur der Berufsausbildung
7.3.2 Schülervorstellungen zu Rechten und Pflichten in einer Berufsausbildung
7.3.3 Positive Konnotation der Ausbildung
7.3.4 Schülerantworten zu den Berufsorientierungsmaßnahmen
7.3.5 Wunschvorstellungen zur Berufsausbildung
7.4 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
8 Zusammenfassung und Ausblick
8.1 Kritische Betrachtung
8.2 Fazit
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, individuelle Vorstellungen von Schülern der 9. Jahrgangsstufe der Realschule zur Thematik der Berufsausbildung zu erheben, zu analysieren und diese mit der fachwissenschaftlichen Perspektive zu vergleichen, um zu klären: „Welche Vorstellung haben Schüler von einer Berufsausbildung?“
2.1 Die Didaktische Rekonstruktion
Dieser Abschnitt behandelt die Thematik der Didaktischen Rekonstruktion, welche erstmals von den Herren Kattmann, Duit, Gropengießer und Komorek in dem Buch „Das Modell der Didaktischen Rekonstruktion – Ein Rahmen für naturwissenschaftsdidaktische Forschung und Entwicklung“ vorgestellt wurde. Folgendes Zitat von ULRICH KATTMANN ist für diese Arbeit äußerst relevant:
„Die Gegenstände des Schulunterrichts sind als solche nicht vom Wissenschaftsbereich vorgegeben, sie müssen vielmehr in pädagogischer Zielsetzung erst hergestellt, d. h. didaktisch rekonstruiert werden“. [KATTMANN 2007, S. 100]
Das Modell der Didaktischen Rekonstruktion wurde Mitte der 1990er Jahre von einer Arbeitsgruppe um HARALD KATTMANN von der Biologiedidaktik in Oldenburg in Zusammenarbeit mit der Physikdidaktik in Kiel entwickelt. Dabei ist man davon ausgegangen, dass Unterrichtsinhalte vor allem von der lebensweltlichen Perspektive der Lernenden, also von ihren bis dahin entwickelten Vorstellungen zur Sache, bestimmt werden. Wichtig dabei ist, dass die fachwissenschaftlichen Strukturen für den Unterricht weder leitend noch normsetzend sein dürfen. [vgl. KATTMANN 2007, S. 100 ff.] Durch die gemeinsame Arbeit wurden Defizite in der fachdidaktischen Forschung festgestellt, die zur Entwicklung des Modelles der Didaktischen Rekonstruktion führten. Es wurde unteranderem erkannt, dass Schülervorstellungen häufig als Fehlvorstellungen gesehen worden sind und empirische Forschung stets getrennt von der Konzeptionierung des Unterrichtes wahrgenommen worden ist. Mittlerweile ist das Modell der didaktischen Rekonstruktion in der Fachdidaktik angekommen und bietet somit einen theoretischen und methodischen Rahmen für Forschungsprojekte. [vgl. GROPENGIEßER 2007a, S. 7]
1 Problem und Zielsetzung, methodische Rahmenkonzeption und Struktur: Einführung in das Thema, Ableitung der Forschungsfrage und Darstellung des methodischen Vorgehens anhand der Didaktischen Rekonstruktion.
2 Theoretische Grundlagen zur Schülervorstellung: Definition von Schülervorstellungen als Konglomerat aus Erfahrungen und Einstellungen sowie Erläuterung konstruktivistischer Lerntheorien.
3 Theoretische Grundlagen zur Berufsausbildung: Fachliche Klärung der dualen und schulischen Berufsausbildung, ihrer Struktur sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen.
4 Berufsorientierungsmaßnahmen in der Sekundarstufe I: Überblick über schulische Maßnahmen wie den Bildungsplan und Betriebspraktika zur Vorbereitung auf die Berufswahl.
5 Erhebung von Schülervorstellungen - Methode und Vorgehen: Detaillierte Beschreibung der qualitativen Interviewstudie, des Erhebungsinstruments und der Pretest-Ergebnisse.
6 Erhebung von Schülervorstellungen Grundlagen der qualitativen Datenerhebung: Erläuterung der Gütekriterien qualitativer Forschung und der Maßnahmen zur Qualitätssicherung.
7 Auswertung des Interviews: Kategorienbildung und Analyse der Schülervorstellungen in den identifizierten Bereichen mit anschließender Interpretation.
8 Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Reflexion der Arbeit sowie Fazit zu den gewonnenen Erkenntnissen und weiterführenden Ansätzen.
Berufsausbildung, Schülervorstellungen, Didaktische Rekonstruktion, Duales Ausbildungssystem, Berufsorientierung, Qualitative Sozialforschung, Leitfadeninterview, Konstruktivismus, Lernorte, Ausbildungsmarkt, Berufswahl, Fachdidaktik, Erwartungen, Berufspraktikum, Handlungskompetenz.
Die Arbeit untersucht die individuellen Vorstellungen von Realschülern der 9. Jahrgangsstufe zur dualen und schulischen Berufsausbildung und vergleicht diese mit fachwissenschaftlichen Perspektiven.
Zu den zentralen Themen gehören das duale Ausbildungssystem, rechtliche Grundlagen der Ausbildung, Berufsorientierungsmaßnahmen an Schulen sowie die allgemeine Einstellung Jugendlicher zur Berufswahl.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Vorstellung haben Schüler von einer Berufsausbildung?“ Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Denkstrukturen und das Vorwissen der Schüler zu entwickeln.
Es wird ein qualitatives Forschungsdesign in Anlehnung an das Modell der Didaktischen Rekonstruktion verfolgt, primär gestützt auf leitfadengestützte Interviews mit Schülern.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Schülervorstellungen und Berufsausbildung, die methodische Vorgehensweise, die Analyse der Interviews und die Zusammenführung beider Perspektiven.
Berufsausbildung, Schülervorstellungen, Didaktische Rekonstruktion, duales System, Berufsorientierung und qualitative Forschung.
Das Praktikum dient als zentrale praktische Erfahrung, die maßgeblich zur Präzisierung von Berufswünschen beiträgt und als Instrument der Berufserkundung genutzt wird.
Die Arbeit stellt fest, dass Schüler oft über lebensweltlich geprägte Fehlvorstellungen verfügen, insbesondere hinsichtlich der Lernortkooperation (dual vs. rein schulisch) und der Dauer von Ausbildungen.
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