Bachelorarbeit, 2019
79 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Themeneinblick
1.2 Vorgehensweise
1.3 Untersuchungszeitpunkt und Begriffsabgrenzung
2 Die Automobilindustrie
2.1 Definition und Entwicklung
2.2 Das globale Image des Automobils
2.3 Zunehmende globale Bedeutung des Automobils
2.4 Die Rolle Der Automobilindustrie in Deutschland
2.5 Deutsche Hersteller und das globale Produktions- und Absatznetzwerk
3 Die Rolle der Zulieferer als Teil der Wertschöpfungskette
3.1 Definition und Struktur
3.2 Die Rolle der Automobilzulieferer in Deutschland
3.3 Die Verflechtung deutscher Autozulieferer mit dem britischen Automobilmarkt
4 Die Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft
4.1 Geschichte der BMW AG
4.2 Wirtschaftliche Kennzahlen der BMW AG
4.3 Der Produktionsstandort Deutschland
4.4 Der Produktionsstandort Großbritannien
4.5 Das Lieferantennetzwerk der BMW Group
4.6 Das Just-in-Time Fertigungsverfahren als Voraussetzung der Wertschöpfung
5 Die Europäischen Grundfreiheiten und ihre Bedeutung in der Handelsbeziehung zwischen Deutschland und Großbritannien
5.1 Freier Warenverkehr
5.2 Freier Dienstleistungshandel
5.3 Freier Kapitalverkehr
5.4 Die Personenfreizügigkeit
6 Der Brexit
6.1 Definition und Ablauf
6.2. Das Referendum
6.3. Beweggründe für den Austritt des Vereinigten Königreiches
6.4. Der Brexit spaltet Großbritannien
6.5. Mögliche Brexit-Szenarien
6.6. Bereits erfolgte Effekte
7. Auswirkungen des Brexit auf die BMW AG
7.1 Effekte auf die Logistikkette
7.2. Effekte auf Produktion und Absatz auf Basis einer Deloitte Studie
7.3 Effekte für die Belegschaft der BMW AG
8 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Analyse der potenziellen ökonomischen Auswirkungen eines Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union, speziell unter Berücksichtigung des Szenarios eines "harten Brexits", auf die deutsche Automobilindustrie. Als Fallbeispiel dient dabei die BMW AG, um die enge wirtschaftliche Verflechtung der Branche zu illustrieren.
1.1 Themeneinblick
Mit dem am 23. Juni 2016 durchgeführten Referendum der Bürgerinnen und Bürger des Vereinigten Königreiches (VK) hat sich erstmals in der Geschichte der Europäischen Union (EU) ein Mitgliedsstaat für einen Austritt entschieden (vgl. VDA, 2018a, o. S.). In der Literatur gibt es bereits Studien, welche die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft simulieren. Das Ausmaß der ökonomischen Effekte ist jedoch stark mit dem Ergebnis der Verhandlungen zwischen der EU und dem VK sowie deren zukünftiger Handelsbeziehung verbunden (vgl. Zentrum für europäischen Verbraucherschutz e.V. 2019, o. S.). Insbesondere die deutsche Automobilindustrie, welche traditionell eine bedeutende Stütze der deutschen Industrie darstellt und im Jahr 2018 rund 8% der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung trug, könnte einen Austritt Großbritanniens deutlich zu spüren bekommen (vgl. ZEIT ONLINE GmbH, 2018b, o. S.). Das Vereinigte Königreich ist der dritt wichtigste Handelspartner Deutschlands. Durch die langjährigen Vorzüge des Binnenmarktes und dem damit verbundenen zollfreien Handel haben die deutsche Automobilindustrie und das VK komplexe Wertschöpfungsketten sowie enge Verflechtungen erschaffen (vgl. Felbermayr et al, 2017, S. 15.). Nun besteht die Möglichkeit eines Austritts des VK und die Gefahr eines sogenannten harten Brexits, der die bestehende Handelsbeziehung beider Länder gefährdet und dadurch auch die deutsche Automobilindustrie (vgl. Deloitte Touche Tohmatsu Limited, 2017, S. 4 ff.).
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es die möglichen ökonomischen Effekte eines Brexits auf die deutsche Automobilbranche zu identifizieren und die Effekte darzustellen. Im Fokus steht dabei vor allem das Szenario eines harten Brexits, welches die größtmöglichen ökonomischen Folgen beinhaltet (vgl. Hans-Olaf-Henkel, 2018, o. S.). Um die möglichen Effekte modellieren zu können, wird die BMW Group als Fallbeispiel verwendet. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die BMW AG Produktionsstandorte im Vereinigten Königreich unterhält und im Jahr 2018 ca. 10% der Gesamtabsätze im VK generierte, was diese zu einem geeigneten Beispiel für die enge wirtschaftliche Verflechtung zwischen Deutschland und Großbritannien macht (vgl. BMW AG, 2018, S. 35).
1 Einleitung: Einführung in das Thema, Definition des Untersuchungszeitraums und Darlegung der Vorgehensweise.
2 Die Automobilindustrie: Analyse der globalen Bedeutung und Relevanz der Automobilindustrie, inklusive einer Betrachtung des Standorts Deutschland.
3 Die Rolle der Zulieferer als Teil der Wertschöpfungskette: Untersuchung der Zuliefererstruktur und deren enger Verflechtung mit der Automobilindustrie.
4 Die Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft: Detaillierte Darstellung der Unternehmensentwicklung, Produktionsstandorte und Logistik bei BMW.
5 Die Europäischen Grundfreiheiten und ihre Bedeutung in der Handelsbeziehung zwischen Deutschland und Großbritannien: Erläuterung der EU-Grundfreiheiten als Basis des Handels.
6 Der Brexit: Analyse der Hintergründe, des Referendums und möglicher Brexit-Szenarien.
7. Auswirkungen des Brexit auf die BMW AG: Konkrete Modellierung der Folgen eines harten Brexits auf Logistik, Absatz, Produktion und Belegschaft von BMW.
8 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der ökonomischen Konsequenzen eines Brexits für die Branche.
Brexit, Automobilindustrie, BMW Group, Handelsbeziehungen, Europäische Union, Lieferkette, Wertschöpfungskette, Wirtschaftliche Auswirkungen, Harter Brexit, Produktionsstandorte, Zulieferer, Export, Arbeitsplätze, Pfund Sterling, EU-Binnenmarkt
Die Arbeit untersucht die potenziellen wirtschaftlichen Folgen eines Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU auf die deutsche Automobilbranche.
Zentrale Themen sind die Automobilproduktion, internationale Handelsbeziehungen, Wertschöpfungsketten, der Brexit-Prozess und die Rolle der BMW AG als Fallbeispiel.
Ziel ist es, die ökonomischen Auswirkungen eines "harten Brexits" auf die deutsche Automobilindustrie systematisch zu identifizieren und am Beispiel der BMW Group zu modellieren.
Es wird eine systematische Analyse durchgeführt, die auf der Auswertung bestehender Studien, Geschäftsberichte und statistischer Kennzahlen basiert, um Prognosen zu erstellen.
Der Hauptteil befasst sich mit den Grundlagen der Automobilindustrie, der Rolle von Zulieferern, den EU-Grundfreiheiten, der Entwicklung des Brexits sowie spezifischen Berechnungen zu den Auswirkungen auf BMW.
Schlüsselwörter sind Brexit, Automobilindustrie, BMW Group, Handelsbeziehungen, Wertschöpfungskette und Harter Brexit.
Ein harter Brexit gefährdet durch potenzielle Grenzkontrollen und Zölle das Just-in-Time-Verfahren, was zu Verzögerungen und erheblichen Kostensteigerungen führen kann.
Auf Basis der Deloitte-Studie wird eine potenzielle Reduktion von ca. 1.447 Arbeitsplätzen in deutschen Standorten als Folge des Absatzrückgangs modelliert.
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