Bachelorarbeit, 2015
50 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Das Ereignis Lepanto und seine Folgen
2.1 Die Seeschlacht von Lepanto
2.2 Papst Pius V. und der Sieg Mariens
2.3 Marienverehrung im Kampf gegen die Reformation
2.4 Die Entwicklung der Rosenkranzbruderschaft
3 Die Seeschlacht von Lepanto an der Decke
3.1 Das Deckenbild der Galleria Colonna in Rom
3.2 Das Deckengemälde in Prien am Chiemsee
3.2.1 Die Pfarrei Prien
3.2.2 Der Kirchenbau und seine Besonderheiten
3.2.3 Analyse des Deckengemäldes
3.2.3.1 Bildbeschreibung und Interpretation
3.2.3.2 Räumliche Eingliederung des Freskos
3.2.3.3 Darstellung der Perspektive
3.2.3.4 Darstellung der Farbe
3.2.3.5 Die Handschrift des Künstlers
3.2.3.6 Die Heilige Liga als eindeutiger Sieger
3.2.3.7 Die Rolle Papst Pius V.
3.2.3.8 Die Frage nach der Anwendbarkeit der Rhetorik
3.2.3.9 Die Bedeutung externer Faktoren
4 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die künstlerische Verbildlichung des historischen Lepanto-Themas an barocken Kirchendecken in Süddeutschland, wobei der Schwerpunkt auf dem Deckengemälde der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Prien am Chiemsee liegt, um die religiöse und politische Symbolik dieses Ereignisses in einen kunsthistorischen Kontext zu setzen.
3.2.3.1 Bildbeschreibung und Interpretation
Das gesamte Deckengemälde ist in vier einzelne Szenen aufgeteilt (im Folgenden vgl. Abbildung 4). Eine Szene befindet sich entlang der südlichen, die andere entlang der nördlichen Längsseite, eine andere ziert wiederum die Ostseite wo sich die Apsis befindet. Die letzte Szene umgibt unmittelbar den Gewölbescheitel und bildet in der Gesamtkomposition den Mittelpunkt zu den drei benachbarten Szenen, die diese regelrecht eingrenzen. Diese Szene reicht bis in den mittleren Teil der Kirche. Im Vergleich zum östlichen Teil der Kirche, der fast vollständig mit Bildprogrammen gefüllt ist, bleibt der westliche im hinteren Teil, wo sich die Orgel befindet, unbesetzt. Hier werden die beiden Bildthemen, die sich entlang der Nord- und Südseite erstrecken, durch die Stuckrahmung regelrecht abgebrochen, was sich insbesondere am Fresko der Südseite zeigt.
Betritt man die barocke Saalkirche von einem der beiden seitlichen Eingänge im Norden oder Süden, so fällt der Blick des Betrachters unmittelbar zur Apsis und dem darüber liegenden Fresko, das durch seine gewaltige Größe und prägnante Farbigkeit besticht. Zu sehen ist eine mächtige, die Ostseite übergreifende Treppenanlage, die sich aus einer steinigen Wiese emporhebt. Sie führt zu einer antiken Tempelanlage. Zu sehen ist ein mit Säulen besetztes Portal, das oberhalb durch einen Sprenggiebel abgeschlossen wird. Oberhalb der Bogenöffnung befindet sich eine Wappenkartusche, die an beiden Seiten von zwei Putten gehalten wird und mit der Tiara, der Papstkrone, geschmückt ist. Man sieht einen Mann in rot-weißer Robe und roter Kappe, der unter der Bogenöffnung des Portals kniet. Vor ihm befindet sich ein Pult, das zum größten Teil mit einem dunkelblauen Stoff bedeckt ist, der kunstvolle Falten wirft. Zu erkennen sind die weißen Seiten eines Buches, sowie ein vor ihm aufgestelltes Kreuz, mit dem leidenden Christus. Der Blick des Mannes geht flehentlich nach oben, wobei er die Hände betend zusammengeschlagen hat. Bei der Person handelt es sich um Papst Pius V., der im Rahmen der Seeschlacht von Lepanto in Rom unablässig das Rosenkranzgebet sprach, um die Heilige Mutter Gottes zu bitten der christlichen Flotte zum Sieg zu verhelfen, während gleichzeitig bei Lepanto die Christen gegen die Osmanen kämpften.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Verbildlichung der Seeschlacht von Lepanto an barocken Kirchendecken ein und erläutert die Forschungsabsicht sowie die methodische Vorgehensweise.
2 Das Ereignis Lepanto und seine Folgen: Dieses Kapitel behandelt die historischen Hintergründe der Seeschlacht von Lepanto, die Rolle Papst Pius V. und die Förderung der Marienverehrung als Reaktion auf die Reformation.
3 Die Seeschlacht von Lepanto an der Decke: Das Hauptkapitel analysiert die künstlerische Umsetzung des Lepanto-Themas, beginnend mit dem Fresko in der Galleria Colonna bis hin zur detaillierten Untersuchung des Deckengemäldes in der Pfarrkirche Prien am Chiemsee.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und ordnet das Priener Deckengemälde in den Kontext der barocken Mediengeschichte und Frömmigkeitspraxis ein.
Seeschlacht von Lepanto, Marienverehrung, Johann Baptist Zimmermann, Pfarrkirche Prien am Chiemsee, Barock, Deckenmalerei, Papst Pius V., Rosenkranzbruderschaft, Heilige Liga, Kirchenkunst, Ikonographie, Galleria Colonna, Gegenreformation, Bildprogramm, Sakralarchitektur.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der künstlerischen Darstellung der Seeschlacht von Lepanto des Jahres 1571 im Medium der barocken Deckenmalerei, insbesondere innerhalb der süddeutschen Sakralarchitektur.
Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Schlacht, die Bedeutung der Marienfrömmigkeit im Zuge der Gegenreformation, die Gründung von Rosenkranzbruderschaften sowie die formale und inhaltliche Analyse eines spezifischen Deckenfreskos.
Das primäre Ziel ist es, die Gründe und die Art und Weise der Darstellung der Seeschlacht von Lepanto in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Prien am Chiemsee kunsthistorisch zu untersuchen und zu interpretieren.
Die Arbeit stützt sich auf eine kunsthistorische Analyse, die eine detaillierte Bildbeschreibung, stilistische Untersuchung sowie die Einbettung des Werks in seinen historischen und theologischen Kontext beinhaltet.
Der Hauptteil widmet sich zunächst den Vorbildern, wie der Galleria Colonna in Rom, und analysiert anschließend das Fresko in Prien am Chiemsee hinsichtlich seiner bildnerischen Struktur, Perspektive, Farbigkeit und der Bedeutung der dargestellten Akteure.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Lepanto, Marienverehrung, Barock, Deckenfresko, Johann Baptist Zimmermann, Pius V. und Ikonographie.
Im Gegensatz zu den traditionell symmetrischeren oder einfacheren Darstellungen an anderen Orten weist das Priener Fresko eine komplexe Aufteilung in vier Szenen auf, die den Raum der Saalkirche massiv gliedert.
Die Arbeit erörtert, inwieweit die barocke Kunsttheorie der Rhetorik angewendet wurde, um den Betrachter zu überzeugen und eine geistige Verbindung zwischen dem Sieg bei Lepanto und der Glaubenslehre herzustellen.
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