Bachelorarbeit, 2019
59 Seiten
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
EINLEITUNG
1. TEIL – BEGRIFFE UND WISSENSCHAFTLICHE FUNDIERUNG
A. STAATSVERWALTUNG
I. DEFINITION UND INHALTLICHE ABGRENZUNG DES BEGRIFFES STAATSVERWALTUNG
II. AUFGABEN DER STAATSVERWALTUNG
III. DASEINSVORSORGE DER ÖFFENTLICHEN VERWALTUNG
1. Begriff der Daseinsvorsorge
2. Notwendigkeit der Daseinsvorsorge
B. PRIVATISIERUNG
I. DEFINITION UND INHALTLICHE ABGRENZUNG DES BEGRIFFES PRIVATISIERUNG
II. ERSCHEINUNGSFORMEN DER PRIVATISIERUNG
1. Formelle Privatisierung
2. Materielle Privatisierung
3. Funktionale Privatisierung
III. DER „SCHLANKE STAAT“
2.TEIL – WIRTSCHAFTSGESCHICHTE, RECHTSGRUNDLAGEN UND DIE DASEINSVORSORGE DES STAATES
A. WIRTSCHAFTSHISTORISCHE EINBETTUNG VON DASEINSVORSORGE UND PRIVATISIERUNG
I. DAS ALTPERSISCHE GROßREICH
II. DIE WIRTSCHAFT IN ROM
III. ADAM SMITH 1723 – 1790 UND DER MERKANTILISMUS
IV. DIE MARXSCHE THEORIE
V. FRIEDRICH AUGUST VON HAYEK – ENTWICKLUNG IM 20. JAHRHUNDERT
VI. AUSBAU DER ÖFFENTLICHEN VERWALTUNG IM 20. JAHRHUNDERT
TEIL 3. – ANALYSE DER CHANCEN UND RISIKEN DER PRIVATISIERUNG ANHAND VON FALLBEISPIELEN IN DEUTSCHLAND UND NORDRHEIN-WESTFALEN
A. RECHTSGRUNDLAGEN ZUR SICHERSTELLUNG DER DASEINSVORSORGE
II. RECHTSGRUNDLAGEN DER DASEINSVORSORGE IN DER EU UND DER BRD
1. Europäisches Recht
2. Deutsches Grundgesetz
3. Bundeshaushaltsordnung (BHO)
4. Die Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NRW)
II. DIE ÖFFENTLICHE-PRIVATE PARTNERSCHAFT (ÖPP) ALS FORM DER PRIVATISIERUNG
1. Begriffe und Wesen der ÖPP
2. Abgrenzung von vertraglichen und institutionellen ÖPP
3. ÖPP und die Daseinsvorsorge
B. FALLBEISPIELE FÜR PRIVATISIERUNG UND RE KOMMUNALISIERUNG VON ÖFFENTLICHEN AUFGABEN IN NRW
I. DER KOMMUNALE WOHNUNGSBAU IN NORDRHEIN-WESTFALEN
II. INFRASTRUKTURELLE ÖPP-PROJEKTE
G. CHANCEN UND RISIKEN DER DASEINSVORSORGE DURCH PRIVATISIERUNG
FAZIT
Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen der staatlichen Gewährleistungsverantwortung im Rahmen der Daseinsvorsorge und den zunehmenden Privatisierungstendenzen. Ziel ist die wissenschaftliche Ableitung von Chancen und Risiken, die mit der Auslagerung öffentlicher Aufgaben an private Institutionen oder im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften (ÖPP) verbunden sind, unter besonderer Berücksichtigung der Rechtslage in Deutschland und Nordrhein-Westfalen.
I. Definition und inhaltliche Abgrenzung des Begriffes Staatsverwaltung
Ideen und Ansätze der Teilung der staatlichen Gewalt zum Schutz vor Machtmissbrauch gehen zurück bis auf Aristoteles (384-322 v.Chr.), John Locke (1632-1704) und Charles de Montesquieu (1689-1755).8 Die heute in Deutschland geltende Einteilung in Legislative (gesetzgebende Gewalt), Exekutive (ausführende Gewalt) und Judikative (rechtsprechende Gewalt) wurde jedoch erst im Jahr 1949 im Grundgesetz (GG) verankert.9 So lautet der entsprechende Gesetzestext in Art. 1 Abs. 3 GG: „Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.“
Die Staatsverwaltung, auch bezeichnet als staatliche oder öffentliche Verwaltung, wird der ausführenden Gewalt zugeordnet,10 da sie geltende Gesetze ausführt und gemäß Art. 20 Abs. 3 GG an Gesetz und Recht gebunden ist. Eine Konkretisierung des Verwaltungsbegriffes findet sich außerdem im Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) wider, das auch als Grundgesetz der Verwaltung bezeichnet wird.11 Das Gesetz gilt gemäß § 1 Abs. 1 Satz 1 und 2 VwVfG für die öffentlich-rechtliche Verwaltungstätigkeit der Behörden auf Bundesebene (inkl. bundesunmittelbaren Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts) und auf Landesebene (einschließlich Gemeinden, Gemeindeverbänden und sonstigen der Aufsicht des Landes unterstehenden juristischen Personen des öffentlichen Rechts, wenn sie im Auftrag des Bundes Bundesrecht vollziehen), wobei der Begriff Behörde gemäß § 1 Abs. 4 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG) alle Stellen einschließt, die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung wahrnehmen.
1. TEIL – BEGRIFFE UND WISSENSCHAFTLICHE FUNDIERUNG: Definition der Staatsverwaltung, ihrer Aufgaben und der Daseinsvorsorge sowie Erläuterung der verschiedenen Formen der Privatisierung.
2.TEIL – WIRTSCHAFTSGESCHICHTE, RECHTSGRUNDLAGEN UND DIE DASEINSVORSORGE DES STAATES: Betrachtung der historischen Entwicklung staatlicher Vorsorge vom Altpersischen Reich bis zum 20. Jahrhundert.
TEIL 3. – ANALYSE DER CHANCEN UND RISIKEN DER PRIVATISIERUNG ANHAND VON FALLBEISPIELEN IN DEUTSCHLAND UND NORDRHEIN-WESTFALEN: Untersuchung der rechtlichen Rahmenbedingungen und Analyse von ÖPP-Projekten sowie kommunalen Wohnungsbauprojekten in NRW.
G. CHANCEN UND RISIKEN DER DASEINSVORSORGE DURCH PRIVATISIERUNG: Synthese der Erkenntnisse zur Bewertung der Vor- und Nachteile von Privatisierung und ÖPP im öffentlichen Sektor.
FAZIT: Abschließende Einordnung der Daseinsvorsorge im Spannungsfeld zwischen Gemeinwohl und Wirtschaftlichkeit.
Daseinsvorsorge, Privatisierung, Staatsverwaltung, Öffentlich-Private Partnerschaft, ÖPP, Gemeinwohl, Rechtsgrundlagen, Kommunaler Wohnungsbau, Infrastrukturprojekte, Sozialstaatsprinzip, Wirtschaftlichkeit, Gewährleistungsstaat, Rekommunalisierung, Verwaltungsrecht, Nordrhein-Westfalen.
Die Thesis behandelt das Spannungsverhältnis zwischen dem staatlichen Auftrag der Daseinsvorsorge und der Tendenz, öffentliche Aufgaben durch Privatisierung oder Kooperationen mit Privaten (ÖPP) zu erfüllen.
Die Themen umfassen die rechtlichen Grundlagen der Verwaltung, wirtschaftshistorische Entwicklungen der Daseinsvorsorge, die verschiedenen Arten der Privatisierung sowie eine Analyse konkreter Fallbeispiele in NRW.
Die zentrale Zielsetzung ist die Ableitung der Chancen und Risiken, die sich aus der Privatisierung der Daseinsvorsorge ergeben, gestützt auf die Rechtsliteratur und praktische Beispiele.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse des Verwaltungsrechts und der Staatslehre, kombiniert mit einer Analyse aktueller Fallbeispiele im kommunalen Wohnungsbau und infrastruktureller ÖPP-Pilotprojekte.
Im Hauptteil werden zunächst Begriffe definiert und historisch verortet, bevor im dritten Teil eine tiefgehende juristische und praktische Analyse der Daseinsvorsorge und der ÖPP erfolgt.
Daseinsvorsorge, Privatisierung, Gemeinwohl, ÖPP, Kommunalpolitik und Rechtsstaatlichkeit stehen im Zentrum der Untersuchung.
Sie fungiert als zentraler verfassungsrechtlicher Bezugspunkt, der es Kommunen erlaubt, ihre Aufgaben in eigener Verantwortung zu gestalten, ohne dass dies ein generelles Privatisierungsverbot impliziert.
ÖPP-Projekte bieten zwar Effizienz- und Know-how-Vorteile, sind jedoch hochkomplex und bergen Risiken wie Wissensasymmetrien, die einer professionellen Vertragsgestaltung bedürfen.
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