Bachelorarbeit, 2019
89 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Aufbau und Vorgehensweise
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Rechtsnatur
1.4 Sinn und Regelungszweck der Differenzbesteuerung
2. Das Wesen der Differenzbesteuerung
2.1 Voraussetzungen
2.1.1 Wiederverkäufer
2.1.2 Gebrauchtgegenstände
2.1.3 Pflichten beim Ausstellen von Rechnungen
2.1.4 Begriff des Gebrauchtwagens
2.1.5 Entgeltlicher Erwerb
2.2 Ausnahmen
2.2.1 Ausschlachten von Fahrzeugen
2.2.2 Pauschalmarge
2.3 Bemessungsgrundlage
2.3.1 Einzeldifferenzbesteuerung
2.3.2 Gesamtdifferenzbesteuerung
2.3.3 Tausch mit Baraufgabe
2.3.4 Lieferung gegen Entgelt
2.4 Verzicht auf die Differenzbesteuerung
2.5 Besteuerung der Kleinunternehmer
2.5.1 Kleinunternehmerregelung
2.6 Innergemeinschaftlicher Erwerb
2.6.1 Ort des Erwerbs
2.7 Innergemeinschaftliche Lieferung
2.8 Aufzeichnungen
3. Anwendungsfälle aus der Praxis
3.1 EuGH-Vorlage
3.1.1 Frage zur Vorabentscheidung
3.2 KFZ-Handel mit Inzahlungnahme
3.2.1 Gemeiner Wert
3.2.2 Verdeckter Preisnachlass
3.2.3 Umsatzsteuervoranmeldung
3.3 Online-Handel
3.3.1 Preisangabenverordnung
3.4 Silbermünzen
3.5 Berechnung des Wiederbeschaffungswertes
3.6 Reparatur- und Instandhaltungskosten
3.7 Leistung eines Gesellschafters an seine Gesellschaft
3.8 Vereinfachte Aufzeichnung
4. Resümee
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Systematik der Differenzbesteuerung nach § 25a UStG für Wiederverkäufer darzulegen und aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen die Anwendung gegenüber der Regelbesteuerung vorteilhaft ist oder ein Verzicht sinnvoll erscheint.
1.2 Zielsetzung der Arbeit
Ziel der Arbeit ist es, dem Leser zu verdeutlichen, dass nicht immer die Anwendung der Differenzbesteuerung für den Unternehmer günstiger ausfällt als die Regelbesteuerung. Allerdings kann es sich in bestimmten Fällen auch vorteilhaft auswirken, wenn die Differenzbesteuerung zustande kommt.
Außerdem wird darauf abgezielt den Lesern die zugrundeliegende Systematik der Differenzbesteuerung näher zu bringen. Es soll dabei abgewägt werden, welche Steuerart für den Wiederverkäufer günstiger ausfällt und in welchen Fällen ein Verzicht auf die Differenzbesteuerung nach § 25a Abs. 8 UStG sinnvoll ist. Es gilt also zu vermitteln, warum die Differenzsteuer eingeführt worden ist, wie die Umsatzsteuer für die Differenzbesteuerung berechnet wird, welche Eigenschaften die Gegenstände erfüllen müssen um betroffen zu sein und wann der Unternehmer als Wiederverkäufer tätig wird.
Anhand der Praxisbeispiele wird auf die verschiedensten Anwendungsbereiche der Differenzbesteuerung eingegangen. Diese Besteuerung ist nicht nur im Gebrauchtwagenhandel anwendbar, sondern u. a. auch im Handel mit Antiquitäten, im Online-Handel, usw. zulässig. Mittels einer Literaturrecherche werden diverse Arten von Urteilen, Vefahren und Anweisungen thematisiert. Dabei soll verdeutlicht werden, warum Verfügungen einer Oberfinanzdirektion eine hohe Bedeutung haben. Außerdem soll zwischen rechtskräftigen Urteilen (veröffentliche Entscheidungen) des BFH und nichtveröffentlichen Urteilen entschieden werden.
In der zugrundeliegenden Arbeit wird ein Rechtsstreit, wegen Anwendung der Differenzbesteuerung beim Ausschlachten eines Autos debattiert. Hierbei soll dem Leser klar werden, dass zwar das FG zu Gunsten des Klägers entschieden hat, jedoch ist das Urteil noch nicht spruchreif und somit könnte sich das Finanzamt nicht gezwungen sehen, diesem Urteil Folge zu leisten. Dem Leser soll vermittelt werden, dass es für die Anwendung der Differenzbesteuerung, zahlreiche Richtlinien und Vorschriften zu beachten gibt. Der Umsatzsteuer-Anwendungserlass, welcher die ehemaligen Umsatzsteuerrichtlinien (2008) im Jahre 2010 ersetzte und vom BMF herausgegeben wird, ist deshalb von hoher Bedeutung, weil die Finanzämer sich stark danach orientieren könnten.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert den Aufbau der Arbeit und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Sinnhaftigkeit der Differenzbesteuerung.
2. Das Wesen der Differenzbesteuerung: Dieses Kapitel behandelt die essenziellen Voraussetzungen wie den Status als Wiederverkäufer, Ausnahmen, die Bemessungsgrundlage sowie Regelungen für Kleinunternehmer.
3. Anwendungsfälle aus der Praxis: Hier werden konkrete Szenarien wie EuGH-Vorlagen, KFZ-Handel, Online-Handel, Silbermünzen und Reparaturkosten analysiert, um die praktische Anwendung der Theorie zu verdeutlichen.
4. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse der verschiedenen Kategorien zusammen und bietet eine abschließende Einschätzung zur vorteilhaften Anwendung der Differenzbesteuerung.
Differenzbesteuerung, § 25a UStG, Wiederverkäufer, Umsatzsteuer, Regelbesteuerung, Kleinunternehmer, Bemessungsgrundlage, Gebrauchtwaren, Vorsteuerabzug, Pauschalmarge, Antiquitäten, Silbermünzen, Inzahlungnahme, Finanzamt, Umsatzsteuervoranmeldung
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der umsatzsteuerlichen Differenzbesteuerung bei Gebrauchtwaren gemäß § 25a UStG und untersucht, unter welchen Voraussetzungen diese für Wiederverkäufer vorteilhaft ist.
Zentrale Themen sind die gesetzlichen Grundlagen, die Abgrenzung zur Regelbesteuerung, die Behandlung von Kleinunternehmern sowie praktische Anwendungsbeispiele wie KFZ-Handel und Silbermünzen.
Das Ziel ist es, dem Leser die Systematik der Differenzbesteuerung nahezubringen und Entscheidungshilfen zu liefern, wann die Anwendung gegenüber der Regelbesteuerung sinnvoll ist.
Die Arbeit basiert auf einer quantitativen Bewertung unter Heranziehung einschlägiger Literatur, Urteile und Anweisungen der Finanzverwaltung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu den Voraussetzungen und Bemessungsgrundlagen sowie eine detaillierte Analyse spezifischer Anwendungsfälle aus der Praxis.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Differenzbesteuerung, Wiederverkäufer, Umsatzsteuer, Bemessungsgrundlage und die Abgrenzung zur Regelbesteuerung.
Die Arbeit beleuchtet die Problematik, ob Kleinunternehmer, die die Differenzbesteuerung anwenden, ihren Umsatz auf Basis der Handelsspanne oder der vereinnahmten Entgelte ermitteln müssen, was derzeit Gegenstand von Streitfällen ist.
Dies ist ein umstrittener Bereich, in dem die Finanzverwaltung die Differenzbesteuerung bisher oft versagte, während neuere Urteile und EuGH-Entscheidungen die Anwendung für zerlegte Teile diskutieren.
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