Bachelorarbeit, 2019
31 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Kinder, eigene Individuen
2.1 Entwicklung in der Pädagogik und Psychologie
2.2 Entwicklung in der Medizin
3. Therapieansätze und Behandlung von Kinderkrankheiten
3.1 Diphtherie
3.2 Herzerkrankungen
3.3 Erkrankungen bei Neugeborenen
4. Fazit und Ausblick
5. Quellen- und Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das wandelnde Verständnis vom Kind an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in Deutschland pädiatrische Behandlungsansätze und medizinische Konzepte beeinflusste, insbesondere im Hinblick auf die Etablierung der Pädiatrie als eigenständige Fachdisziplin.
3.1 Die Diphtherie
Die Diphtherie galt in der Mitte des 19. Jahrhunderts als eine der schwerwiegendsten Krankheiten des Kindes. Sie wurde nicht umsonst als „Rache- oder Todesengel“ der Kinder bezeichnet. Die größte Sterberate lag laut Heubner bei Kindern im Alter von zwei bis sieben Jahren. Im folgenden Abschnitt lege ich dar, wie sich das Verständnis des Kindes in Bezug auf die Behandlung und Therapie der Diphtherie gewandelt hat.
Otto Heubner gibt zu Beginn seines Kapitels über die Diphtherie einen sehr ausführlichen Einblick über die historische Entwicklung und Epidemie der Krankheit. Er gibt Auskunft über die bakteriologische Forschung, beispielsweise, dass Löffler 1884 den Diphtheriebazillus erkannt hat. Ebenfalls skizziert er die verschiedenen Auslöser der Diphtherie. Die Diphtherie kann von klimatischen Verhältnissen beeinflusst werden. In den Sommermonaten gäbe es in der Regel weniger Todesfälle als in den Wintermonaten.
Zudem kann sich die Diphtherie rapide ausbreiten, wenn nicht die erforderlichen Hygiene- und Quarantänemaßnahmen befolgt werden. Wie in Kapitel 2.2 am Beispiel der Entwicklung der Universitätskinderklinik an der Charité in Berlin aufgezeigt, spielten die Hygienevorschriften eine nicht unerhebliche Rolle, um die Ansteckungsgefahr zu mindern. Bruno Salge nimmt in seinem Lehrbuch nicht ohne Grund Bezug auf die von Heubner durchgeführten Sicherheitsmaßnahmen. Wenn man sich die Beschreibung der Symptome in den drei Lehrwerken anschaut, fällt auf, dass alle Autoren auf einen detaillierten Bericht wertlegen. Alle Autoren beschreiben die Tage, an welchen die unterschiedlichen Symptome auftreten, beziehungsweise zu erwarten sind.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Kindeswohls an der Wende zum 20. Jahrhundert und Formulierung der Forschungsfrage zur Wirkung des veränderten Kindheitsverständnisses auf die Pädiatrie.
2. Kinder, eigene Individuen: Überblick über die historische Entwicklung des Kindheitsbegriffs in Pädagogik, Psychologie und Medizin sowie die Institutionalisierung der Kinderheilkunde.
3. Therapieansätze und Behandlung von Kinderkrankheiten: Detaillierte Analyse und Vergleich medizinischer Behandlungsansätze bei Diphtherie, Herzfehlern und Neugeborenerkrankungen anhand zeitgenössischer Lehrbücher.
4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Leitfrage und Reflexion über die positive Entwicklung des medizinischen Verständnisses vom Kind im 20. Jahrhundert.
5. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärquellen (Lehrbücher) und Sekundärliteratur.
Pädiatrie, Kinderheilkunde, Medizingeschichte, Kindheitsgeschichte, Diphtherie, Kinderklinik, Entwicklungspsychologie, Medizinische Fachrichtung, Säuglingssterblichkeit, Therapiekonzepte, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, Charité Berlin, Medikamentendosierung, Neugeborenenmedizin.
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Pädiatrie in Deutschland an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und untersucht den Einfluss des sich wandelnden Kindheitsverständnisses auf medizinische Behandlungsmethoden.
Die zentralen Themen sind die Etablierung der Kinderheilkunde als wissenschaftliches Fach, die Entstehung von Kinderkliniken und die Analyse historischer Therapiemethoden für spezifische Kinderkrankheiten.
Das Ziel ist zu klären, wie das veränderte Verständnis vom Kind als eigenständiges Individuum die pädiatrischen Therapieformen und Konzepte in der Zeit um 1900 beeinflusste.
Es handelt sich um eine historische Quellenarbeit, die schwerpunktmäßig zeitgenössische medizinische Lehrbücher und Fachpublikationen von Autoren wie Heubner, Salge und Feer vergleichend analysiert.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Behandlung von Diphtherie, angeborenen Herzfehlern und Erkrankungen von Neugeborenen, wobei insbesondere Unterschiede in der medikamentösen Dosierung und Pflege zwischen den Lehrbuchautoren hervorgehoben werden.
Pädiatrie, Medizingeschichte, Kindheitsgeschichte, Therapiekonzepte und Krankenhausentwicklung sind die zentralen Begriffe.
Die Charité dient als exemplarisches Fallbeispiel für die Entwicklung der ersten Kinderabteilungen und der Institutionalisierung der Kinderheilkunde in Deutschland.
Die Autorin stellt fest, dass sich das Wissen über die Notwendigkeit einer alters- und gewichtsadaptierten Dosierung bei Kindern erst im Laufe des 20. Jahrhunderts durch die Etablierung der Pädiatrie als eigenständiges Fach signifikant verbesserte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

