Diplomarbeit, 2005
72 Seiten, Note: 1,3
1. Stilistisches zur vorliegenden Arbeit
2. Persönliches zur Wahl des Themas
3. Hypothesenentwicklung
4. Zum Aufbau und Inhalt der Arbeit
5. Vorstellung der Modelle
5.1 Die Klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers
5.1.1 Die Basisvariablen des Therapeuten
5.1.1.1 Wertschätzung
5.1.1.2 Kongruenz
5.1.1.3 Empathie
5.1.2 Die Aktualisierungstendenz des Klienten
5.1.3 Vor- und Nachteile der Klientenzentrierten Gesprächsführung bezüglich der ergotherapeutischen Arbeit in der klinischen Geriatrie
5.1.3.1 Vorteile
5.1.3.2 Nachteile
5.2 Das Neuro-Linguistische Programmieren (NLP)
5.2.1 Pacing und Rapport
5.2.2 Wirklichkeitsebenen / Oberflächen- und Tiefenstruktur
5.2.3 Ankern
5.2.4 Kooperationsstile
5.2.5 Symptomverschreibungen
5.2.6 Refraiming
5.2.7 Blickkontakt / Augenzugangshinweise
5.2.8 Wohlgeformte Ziele
5.2.9 Vor- und Nachteile des NLP bezüglich der ergotherapeutischen Arbeit in der klinischen Geriatrie
5.2.9.1 Vorteile
5.2.9.2 Nachteile
6. Gemeinsamkeiten und Gegensätze
6.1 Gemeinsamkeiten
6.1.1 Empathie / Pacing und Rapport
6.1.2 Wertschätzung und die immer positive Absicht
6.1.3 Loslösung von Diagnostik / Ablehnung der Pathologie
6.1.4 Aktualisierungstendenz und Selbstheilungskräfte
6.2 Gegensätze
6.2.1 Die Intervention
6.2.1.1 Aspekte der einzelnen Konzepte zum Thema Intervention
6.2.1.2 Persönliche Sicht des Verfassers zum Thema Intervention
6.2.2 Die Therapeutenkongruenz
6.2.2.1 Aspekte der einzelnen Konzepte zum Thema Therapeutenkongruenz
6.2.2.2 Persönliche Sicht des Verfassers zum Thema Therapeutenkongruenz
6.2.3 Die Zielformulierung
6.2.3.1 Aspekte der einzelnen Konzepte zum Thema Zielformulierung
6.2.3.2 Persönliche Sicht des Verfassers zum Thema Zielformulierung
6.2.4 Die Geschwindigkeit der Veränderung
6.2.4.1 Aspekte der einzelnen Konzepte zum Thema Veränderungsgeschwindigkeit
6.2.4.2 Persönliche Sicht des Verfassers zum Thema Veränderungsgeschwindigkeit
7. Erstellung eines Kombinationsmodells bezogen auf die ergotherapeutische Arbeit in der klinischen Geriatrie
7.1 Grundgedanken zur Konzeptentwicklung
7.2 Das Setting
7.3 Die innere Vorbereitung
7.4 Einstieg in das Gespräch
7.5 Der weitere Gesprächsverlauf
7.6 Die Erarbeitung eines Zieles
7.7 Zusammenfassende Betrachtung des Kombinationsmodells unter ergotherapeutischen Gesichtspunkten im Kontext der klinischen Geriatrie
8. Überprüfung des Kombinationsmodells im Zuge exemplarischer Anwendungen
8.1 geplantes Vorgehen
8.2 Vorstellung von vier Therapiegesprächen
8.2.1 Gespräch mit Frau A.
8.2.2 Gespräch mit Frau W.
8.2.3 Gespräch mit Frau S.
8.2.4 Gespräch mit Herrn B.
8.3 Auswertung der Gespräche
8.3.1 Bewertung der Zielformulierungen
8.3.2 Bewertung der Therapeutenkongruenz
8.3.3 Bewertung des Zeitrahmens
8.3.4 Zusätzliche Bewertung im Zuge der Überprüfung des Kombinationsmodells
9. persönliches Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob das klientenzentrierte Gesprächsführungskonzept nach Carl Rogers und die Methoden des Neuro-Linguistischen Programmierens (NLP) zu einem sinnvollen und praktikablen Kombinationsmodell für die ergotherapeutische Arbeit in der klinischen Geriatrie verknüpft werden können. Das Ziel besteht darin, die fachliche Grundhaltung der Klientenzentrierung mit der Effizienz und Zielorientierung des NLP zu verbinden, um den besonderen Bedürfnissen geriatrischer Klienten im klinischen Kontext gerecht zu werden.
6.2.1.2 Persönliche Sicht des Verfassers zum Thema Intervention
In meiner bisherigen beruflichen Laufbahn habe ich Intervention immer als bewusst angewandte Massnahme zur Beeinflussung eines therapeutischen Problems betrachtet. Die konstruktivistische Idee, dass alle Individuen im Moment ihrer gegenseitigen Interaktion sich auch gegenseitig beeinflussen, erscheint mir sehr interessant und nachvollziehbar. Dennoch trifft meines Erachtens der Begriff der Intervention erst dann zu, wenn mein Handeln mit dem Klienten in diesem Moment eine klar von mir beabsichtigte und gezielte Veränderung bewirken soll und dieses Handeln von mir und meiner Zielidee ausgeht. Wenn ich beispielsweise den Klienten zur Ausführung einer bestimmten motorischen Übung auffordere oder in die Durchführung einer Handlung eingreife, um diese zu modifizieren, interveniere ich. Wenn ich meinem Klienten gezielte Fragen stelle, um ihn in eine von mir erwünschte Richtung zum Nachdenken zu bringen, interveniere ich. In jedem Fall habe ich in diesem Zusammenhang immer auch eine zumindest ungefähre Vorstellung darüber, was mein intervenierendes Handeln bewirken soll [vgl. WIKIPEDIA 2005]. Eine Intervention unter diesen Gesichtspunkten zu initiieren dürfte mit der Anwendung der Klientenzentrierten Gesprächsführung kaum konform gehen, trifft aber deutlich auf die Methode des NLP zu (z.B. Symptomverschreibung etc.). Andererseits hat auch das Konzept nach Rogers den Anspruch, Veränderungen zu bewirken. Dennoch passiert dies eher durch eine nicht eingreifende Methode in Abgrenzung zum enger definierten Begriff der Intervention. Letztendlich scheint Intervention nur dann möglich, wenn ein (von mir, vom Klienten, von beiden) definiertes Ziel vorhanden ist, was wiederum auf das NLP zutrifft, nicht aber auf die Klientenzentrierte Gesprächsführung. Insofern erscheint sich in diesem Punkt ein unvereinbarer Aspekt zu ergeben. Da aber bereits auf die ohnehin bestehende Problematik der Anwendung stark intervenierender therapeutischer Gesprächstechniken innerhalb des thematisch zu betrachtenden Rahmens hingewiesen wurde (siehe 5.2.9.2) – nicht zuletzt auch hinsichtlich der Brauchbarkeit eines eventuellen Kombinationskonzeptes unter der zusätzlichen Vorgabe einer praxisnahen Anwendbarkeit (siehe 4.) – denke ich, dass der interventive Aspekt im Zuge der folgenden Betrachtungen eine zu beachtende Rolle spielen sollte.
1. Stilistisches zur vorliegenden Arbeit: Klärung der gewählten maskulinen Anredeform aus Gründen der Lesbarkeit.
2. Persönliches zur Wahl des Themas: Der Verfasser erläutert seine Motivation, die beiden Ansätze Rogers und NLP aufgrund praktischer Erfahrungen wissenschaftlich zu verknüpfen.
3. Hypothesenentwicklung: Diskussion der Ausgangslage und Formulierung der Hypothese zur Durchführbarkeit der Modellverknüpfung in der Geriatrie.
4. Zum Aufbau und Inhalt der Arbeit: Erläuterung der Struktur der Arbeit und des Fokus auf basale Aspekte der gewählten Konzepte.
5. Vorstellung der Modelle: Detaillierte Darstellung der theoretischen Grundlagen von Rogers Klientenzentrierter Gesprächsführung sowie des NLP inklusive ihrer spezifischen Methoden.
6. Gemeinsamkeiten und Gegensätze: Systematischer Vergleich der Konzepte hinsichtlich ihrer Übereinstimmungen und Differenzen, insbesondere beim Thema Intervention und Kongruenz.
7. Erstellung eines Kombinationsmodells bezogen auf die ergotherapeutische Arbeit in der klinischen Geriatrie: Entwicklung eines praktischen Modells, das vom Setting über die Vorbereitung bis zum konkreten Gesprächsablauf reicht.
8. Überprüfung des Kombinationsmodells im Zuge exemplarischer Anwendungen: Anwendung des Modells in der klinischen Praxis und Auswertung anhand ausgewählter Fallbeispiele.
9. persönliches Fazit: Reflektion des Verfassers über den Erkenntnisgewinn und die praktische Relevanz des entwickelten Kombinationsansatzes.
Ergotherapie, Geriatrie, Klientenzentrierte Gesprächsführung, Rogers, NLP, Neuro-Linguistisches Programmieren, Kommunikation, Intervention, Zielorientierung, Patientenautonomie, Kongruenz, Empathie, Pacing, Rapport, Refraiming
Die Arbeit befasst sich mit der Verknüpfung der Klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers mit den Ansätzen des Neuro-Linguistischen Programmierens (NLP) im Kontext der ergotherapeutischen Arbeit in der klinischen Geriatrie.
Im Zentrum stehen die theoretische Gegenüberstellung beider Konzepte, die Entwicklung eines praktikablen Kombinationsmodells für die klinische Praxis und dessen empirische Überprüfung anhand von Fallbeispielen.
Die zentrale Frage ist, ob die Verknüpfung von Rogers' Gesprächsführungskonzept und NLP für Ergotherapeuten in der Geriatrie praktikabel, sinnvoll und durchführbar ist.
Der Autor stützt sich auf eine umfassende Literaturrecherche, eine eigene konzeptionelle Entwicklung sowie eine exemplarische qualitative Analyse von 15 in der Praxis durchgeführten Therapiegesprächen.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen, arbeitet Gemeinsamkeiten und Gegensätze heraus, erstellt ein strukturiertes Kombinationsmodell und evaluiert dieses anhand von Anwendungsbeispielen aus dem klinischen Alltag.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ergotherapie, Geriatrie, Klientenautonomie, Zielorientierung, Kongruenz und kommunikative Intervention definiert.
Rogers setzt auf eine eher abwartende, klientenzentrierte Haltung ohne explizite Interventionsvorgaben, während NLP eine zielorientierte, effiziente Vorgehensweise mit bewussten Interventionstechniken verfolgt.
Geriatrische Patienten laufen im klinischen Umfeld oft Gefahr, durch fremdbestimmte Hilfestellungen entmündigt zu werden. Die Arbeit zeigt, wie eine gezielte Gesprächsführung dazu beitragen kann, die Selbstständigkeit und das Vertrauen des Klienten in seine eigenen Fähigkeiten zu stärken.
Der Verfasser kommt zu dem Schluss, dass die Ansätze sich hervorragend ergänzen: Rogers bietet den Rahmen einer wertschätzenden Grundhaltung, während NLP das notwendige Werkzeug für eine zielorientierte und effiziente therapeutische Planung bereitstellt.
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