Diplomarbeit, 2005
74 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Eingrenzung und Bilanzierung von Investment Properties
2.1 Immobilien und ihre bilanzielle Behandlung
2.2 Definition, Abgrenzung und Ansatzkriterien von Investment Properties
2.3 Bilanzierung von Investment Properties nach IAS 40
3 Vom Verkehrswert zum Fair Value von Investment Properties
3.1 Grundlagen der marktorientierten Immobilienbewertung
3.1.1 Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen
3.1.2 Sachverständigenwesen in Deutschland
3.1.3 Der Verkehrswert von Immobilien nach BauGB
3.2 Fair Value Accounting
3.2.1 Entscheidungsnützlichkeit im Fair Value Accounting
3.2.2 Der Fair Value von Investment Properties
3.3 Bestimmung des Fair Value von Investment Properties
3.3.1 Der Verkehrswert im Vergleich zum Fair Value des IASB
3.3.2 Ermittlung des Fair Value im Stufenmodell des IAS 40
3.3.3 Grundsätze ordnungsmäßiger Immobilienbewertung
4 Verfahren der Fair Value Bestimmung von Investment Properties
4.1 Ertragswertverfahren
4.1.1 Ablauf des Verfahrens
4.1.2 Anwendungsbereiche des Verfahrens
4.2 Sachwertverfahren
4.2.1 Ablauf des Verfahrens
4.2.2 Anwendungsbereiche des Verfahrens
4.3 Vergleichswertverfahren
4.3.1 Ablauf des Verfahrens
4.3.2 Anwendungsbereiche des Verfahrens
4.4 Discounted Cash Flow Verfahren
4.4.1 Ablauf des Verfahrens
4.4.2 Der immobilienspezifische Diskontierungssatz
4.4.3 Anwendungsbereiche des Verfahrens
5 Vergleich und Beurteilung der Verfahren
5.1 Defizite der Fair Value Ermittlung nach IAS 40
5.2 Beurteilung der Verfahren
5.2.1 Erfüllung übergeordneter Grundsätze
5.2.2 Anwendbarkeit und Vergleich der Verfahren
5.3 Untersuchungsergebnisse und eine Empfehlung für die Praxis
6 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Eignung klassischer Immobilienbewertungsverfahren sowie des internationalen Discounted Cash Flow Verfahrens zur Bestimmung des Fair Value für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties) nach IAS 40. Zentrale Forschungsfrage ist, inwieweit diese Verfahren den qualitativen Anforderungen der IFRS-Rechnungslegung entsprechen und wie sie zur zuverlässigen Ermittlung eines marktkonformen Fair Value beitragen können.
3.1.3 Der Verkehrswert von Immobilien nach BauGB
Im Mittelpunkt der deutschen Wertermittlungspraxis steht regelmäßig der Verkehrswert von bebauten und unbebauten Grundstücken. Dieser wird im § 194 BauGB wie folgt definiert:
„Der Verkehrswert wird durch den Preis bestimmt, der in dem Zeitpunkt, auf den sich die Ermittlung bezieht, im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach den rechtlichen Gegebenheiten und tatsächlichen Eigenschaften, der sonstigen Beschaffenheit und der Lage des Grundstücks oder des sonstigen Gegenstands der Wertermittlung ohne Rücksicht auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse zu erzielen wäre.“
Die Formulierung „Der Verkehrswert wird durch den Preis bestimmt“ verdeutlicht eine enge Bindung des Verkehrswertes an den Markt. Der Verkehrswert ist jedoch nicht ohne weiteres mit dem Marktpreis gleichzusetzen. Die Kauf- und Verkaufspreise auf dem Markt werden von subjektiven Einschätzungen und Präferenzen der Handelnden bestimmt und richten sich zudem nach dem Angebot und Nachfrage. Der unter kurzfristigen Markteinflüssen entstandene Marktpreis gibt den realen wirtschaftlichen Wert einer Immobilie nur bedingt wieder und stimmt mit dem Verkehrswert lediglich im Idealfall überein.
Der Preis, von dem § 194 BauGB spricht, ist vielmehr der Preis, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr auf dem Immobilienmarkt im nächsten Kauffall zu erzielen wäre.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung der Zeitwertbilanzierung nach IFRS ein und thematisiert die Problematik der Fair Value Bestimmung für Investment Properties.
2 Eingrenzung und Bilanzierung von Investment Properties: Dieses Kapitel erläutert die Klassifikation von Immobilien nach Unternehmenszweck und die spezifischen Ansatz- und Bilanzierungsvorschriften gemäß IAS 40.
3 Vom Verkehrswert zum Fair Value von Investment Properties: Hier werden die rechtlichen Grundlagen der Immobilienbewertung in Deutschland analysiert und der nationale Verkehrswertbegriff mit dem internationalen Fair Value Konzept verglichen.
4 Verfahren der Fair Value Bestimmung von Investment Properties: Das Kapitel detailliert die gängigen Bewertungsmethoden (Ertragswert-, Sachwert-, Vergleichswert- und DCF-Verfahren) unter Berücksichtigung ihrer Abläufe und Anwendungsbereiche.
5 Vergleich und Beurteilung der Verfahren: Hier erfolgt eine kritische Würdigung der Verfahren hinsichtlich ihrer Eignung für den Fair Value Ansatz sowie eine Untersuchung der Praktikabilität.
6 Zusammenfassung: Diese Zusammenfassung fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bietet Empfehlungen für die Bewertungspraxis.
Investment Properties, IAS 40, Fair Value, Verkehrswert, Immobilienbewertung, Ertragswertverfahren, Discounted Cash Flow Verfahren, Sachwertverfahren, Vergleichswertverfahren, Entscheidungsnützlichkeit, Rechnungslegung, IFRS, Marktwert, Bilanzierung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herausforderung, den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) für Anlageimmobilien gemäß den internationalen Rechnungslegungsstandards IAS 40 zu ermitteln und dabei auf etablierte deutsche Bewertungsmethoden zurückzugreifen.
Die zentralen Themen sind die Bilanzierung von Investment Properties, der Vergleich zwischen deutschen Wertermittlungsstandards (wie der WertV) und internationalen Fair Value Anforderungen sowie die kritische Analyse der gängigen Bewertungsverfahren.
Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob klassische deutsche Immobilienbewertungsverfahren mit den Anforderungen des Fair Value Accountings kompatibel sind und welches Verfahren zur zuverlässigen Bestimmung des Fair Value für Investment Properties am besten geeignet ist.
Die Arbeit nutzt eine rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Literaturanalyse sowie einen methodischen Vergleich der gängigen Bewertungsverfahren auf Basis der qualitativen IFRS-Anforderungen an Rechnungslegungsinformationen.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Bewertungsverfahren (Ertragswert-, Sachwert-, Vergleichswert- und DCF-Verfahren), deren Abläufe, Eingangsgrößen sowie ihre jeweilige Anwendbarkeit auf die spezifischen Charakteristika von Anlageimmobilien.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie IAS 40, Fair Value, Investment Properties, Immobilienbewertung, Verkehrswert und die verschiedenen Verfahren wie Ertragswert- oder DCF-Methode charakterisiert.
Das Sachwertverfahren orientiert sich primär am Reproduktionswert und vernachlässigt den für die Fair Value Ermittlung zentralen Markt- und Zukunftsbezug, was es für die Bewertung von ertragsorientierten Investment Properties weniger aussagekräftig macht.
Der Autor schlägt vor, den für das DCF-Modell benötigten Diskontierungszinssatz iterativ aus dem Bewertungsergebnis des Ertragswertverfahrens abzuleiten, um eine objektivere Basis zu schaffen und die Schwächen des DCF-Verfahrens abzufedern.
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