Bachelorarbeit, 2017
101 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Glück
2.1. Etymologie und sprachliche Verwendung
2.2. Grundformen des Glücks
3. Einblicke in die aktuelle Glücksforschung
3.1. Was ist Glück?
3.2. Ist Glück messbar?
3.3. Wie glücklich sind wir?
3.4. Was macht uns glücklicher bzw. unglücklicher?
3.5. Lässt sich das Glücksbefinden steigern?
4. Bedeutung von Glück für die Soziale Arbeit
4.1. Übersicht zur Profession Sozialer Arbeit
4.1.1. Begriffsbestimmung
4.1.2. Berufsmandat
4.1.3. Auftrag
4.2. Subjekt- und gesellschaftsorientierte Ziele Sozialer Arbeit
4.3. Relevanz von Glück für die Soziale Arbeit
4.4. Problematik der Orientierung an subjektiven Glücksvorstellungen
4.5. Konzept der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit
4.6. Positive Effekte von Glückserleben
5. Möglichkeiten der Förderung von Glück für die Soziale Arbeit
5.1. Glücksförderung auf der Makroebene
5.2. Glücksförderung auf der Mesoebene
5.3. Glücksförderung auf der Mikroebene
6. Vorschlag für ein Lebensberatungskonzept für Erwachsene mit dem Schwerpunkt der Glücksförderung
6.1. Berufsethische Grundhaltung
6.2. Zielgruppe
6.3. Ausgangslage und Bedarfe
6.4. Ziele
6.5. Leistungen
6.6. Perspektiven
6.7. Methoden
6.8. Gesprächstechniken
6.9. Durchführungsplan
6.10. Standort und Raumbedarf
6.11. Personalbedarf
6.12. Sachmittel und Finanzierung
6.13. Evaluation
7. Fazit
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Glück innerhalb der Sozialen Arbeit und entwickelt ein darauf ausgerichtetes Lebensberatungskonzept, um die bisher limitierte Angebotsstruktur in diesem Bereich zu erweitern und eine systematische Glücksförderung zu ermöglichen.
3.1. Was ist Glück?
Das Wort „Glück“ ist wissenschaftlich nicht eindeutig definiert (vgl. Lützenkirchen 2015: 21).
Oft wird der Begriff als Synonym für Lebensqualität, Wohlbefinden und Zufriedenheit verwendet und nimmt Bezug auf das individuelle und soziale Wohlergehen. In diesem Zusammenhang wird Glück weitestgehend im Sinne eines Überbegriffs für alle Vorstellungen vom guten Leben verstanden (vgl. Veenhoven 2011b: 396). Trotzdem gibt es zwischen den Begrifflichkeiten feine Bedeutungsunterschiede. Während mit Zufriedenheit eher eine Bewertung aus dem Verstand heraus bezeichnet und in der Fachliteratur oft mit wirtschaftlichen Komponenten verknüpft wird, ist unter Glück eher ein Gefühlszustand zu verstehen, der aus positiven Ereignissen und Erfahrungen hervorgeht (vgl. Opaschowski 2002, zit. nach Grünsteidl 2015: 6; Popp et al. 2011, zit. nach Lützenkirchen 2015: 21). Mit Lebensqualität ist eher die Beschreibung der gesamten Lebenssituation unter Einbezug von subjektiven, objektiven, gesellschaftlichen sowie individuellen Faktoren gemeint. Wohlbefinden und Glück beziehen sich hingegen auf die psychische und subjektive Seite des Individuums. Im aktuellen wissenschaftlichen Diskurs nimmt die Bedeutung von subjektiven und auf die Person bezogenen Faktoren deutlich zu, wodurch der Glücksbegriff vermehrt in den Vordergrund der Untersuchungen tritt. Gleichzeitig ist eine sichtliche Subjektivierung der Glücksvorstellungen und des Glücksbegriffs zu beobachten (vgl. Lützenkirchen 2015: 21).
Im spezifischeren Sinn zielt der Glücksbegriff vornehmlich auf die Relevanz der subjektiven Wertschätzung des eigenen Lebens ab (vgl. Veenhoven 2011b: 396). In der vorliegenden Arbeit wird der Glücksbegriff, im Sinne der subjektiven Wertschätzung des eigenen Lebens, entsprechend der Definition des niederländischen Glücksforschers Ruut Veenhoven verwendet: „Glück ist das Maß oder der Grad, in dem ein Mensch mit der Qualität seines eigenen Lebens insgesamt zufrieden ist. Anders ausgedrückt bezeichnet Glück das Maß, in dem man das eigene Leben mag. In diesem Sinn kann man nicht glücklich sein, ohne es auch zu wissen, und in diesem Sinn ist auch illusorisches Glück immer noch Glück.“ (ebd.: 396f.)
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Vernachlässigung des Glücks in der Sozialen Arbeit und formuliert die Forschungsfrage nach dessen Bedeutung für die berufliche Praxis.
2. Glück: Dieses Kapitel nähert sich dem Begriff durch Etymologie und sprachliche Analyse an und unterteilt das Konstrukt in sechs Grundformen.
3. Einblicke in die aktuelle Glücksforschung: Es werden zentrale wissenschaftliche Fragen zum Glück behandelt, darunter Messbarkeit, Verbreitung und Einflussfaktoren auf das individuelle Glücksbefinden.
4. Bedeutung von Glück für die Soziale Arbeit: Das Kapitel verknüpft professionelle Mandate und Ziele der Sozialen Arbeit mit der Glücksthematik und erläutert das lebensweltorientierte Konzept.
5. Möglichkeiten der Förderung von Glück für die Soziale Arbeit: Hier werden Interventionsansätze auf Makro-, Meso- und Mikroebene vorgestellt, um Glücksförderung in die Praxis zu integrieren.
6. Vorschlag für ein Lebensberatungskonzept für Erwachsene mit dem Schwerpunkt der Glücksförderung: Es wird ein konkretes, an der Praxis orientiertes Beratungsprogramm skizziert, das wissenschaftliche Methoden zur Lebensgestaltung und Stärkung einbindet.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit, Glück als relevanten Aspekt in der Sozialen Arbeit zu etablieren.
Glücksbegriff, Glücksforschung, Soziale Arbeit, Relevanz, Glücksförderung, Lebensberatungskonzept, Lebensweltorientierung, Empowerment, Klientenzentrierte Gesprächsführung, Zürcher Ressourcen Modell, Subjektives Wohlbefinden, Lebensqualität, Handlungskompetenz, Soziale Gerechtigkeit, Menschenwürde.
Die Arbeit analysiert die bislang marginale Rolle des Themas Glück in der Sozialen Arbeit und argumentiert dafür, dass eine stärkere Ausrichtung auf das Glücksbefinden der Klienten für deren Unterstützung essenziell ist.
Die zentralen Themen umfassen die wissenschaftliche Glücksforschung, die Ziele der Sozialen Arbeit, die Relevanz des Glücks für benachteiligte Gruppen sowie die Entwicklung eines praktischen Beratungskonzepts.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche Bedeutung Glück für die Soziale Arbeit hat und welche praktischen Schlussfolgerungen sich daraus für professionelles Handeln ableiten lassen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Fachpublikationen und integriert Erkenntnisse aus der psychologischen Forschung sowie bestehende Konzepte der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Glücksbegriffs, die Verknüpfung mit den professionellen Aufträgen der Sozialen Arbeit sowie die Darstellung konkreter Möglichkeiten der Glücksförderung auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen.
Die wichtigsten Begriffe sind Glücksförderung, Soziale Arbeit, Lebensberatungskonzept, Glücksforschung und Empowerment.
Es verknüpft wissenschaftliche Erkenntnisse über Glücksprozesse explizit mit der berufsethischen Grundhaltung und den methodischen Standards der Sozialen Arbeit, um eine gezielte Unterstützung für das Wohlbefinden zu bieten.
Das ZRM dient als zentrale Selbstmanagementmethode, um Klienten zu befähigen, eigene Ressourcen zu aktivieren und selbstbestimmt auf ihre persönlichen Glücksziele hinzuarbeiten.
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