Bachelorarbeit, 2019
58 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Doping in der modernen Gesellschaft
2.1 Die Definition des Dopingbegriffs
2.2 Das Problem einer rechtlich gültigen Definition
2.3 Grenzen der Dopingkontrolle
2.4 Doping in der Gesellschaft
2.5 Das Thema Doping in den Medien
2.6 Die kommerziell und politisch genutzte Berichterstattung
3. Die Entstehung des Leistungssportgedankens
3.1 Coubertins Olympia und der Weg vom Amateursport zum Profisport
3.2 Das System des Leistungssports und seine Dopingnotwendigkeit
4. Die Kommerzialisierung des Leistungssports
4.1 Politische Instrumentalisierung
4.1.1 Innenpolitische Instrumentalisierung
4.1.2 Außenpolitische Instrumentalisierung
4.2 Das Zuschauerinteresse
4.3 Die Nutzung durch Medien und Wirtschaft
4.3.1 Der Markt für Werberechte
4.3.2 Der Markt für Fernsehrechte
5. Schlussdiskussion: Das Dopingproblem, die Doppelmoral und ein Lösungsansatz
5.1 Die Pfadabhängigkeit der Athleten
5.2 Die Moralisierung
5.3 Ein Lösungsansatz für das Dopingproblem
6. Fazit
Die Arbeit untersucht das komplexe Phänomen Doping im Kontext des modernen, kommerzialisierten Leistungssports, um die systemischen Ursachen für illegale Leistungssteigerung aufzudecken. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob Doping lediglich als individuelles Fehlverhalten zu werten ist oder als logische Konsequenz innerhalb eines durch Politik, Medien und Wirtschaft geprägten Leistungssystems begriffen werden muss.
2.3 Grenzen der Dopingkontrolle
Die Dopingkontrolle stellt einen großen Punkt der Problematik des Themas Doping im Sport dar. Laut Franke hat sich zwischen dem Kontrollwesen der Verbände und den Anwendern des Doping ein regelrechter Meta-Wettkampf ergeben, welcher hinter den Kulissen des eigentlichen Sporttreibens stattfindet (vgl. Franke, 2012, S. 23). Wie auch im Bereich der Drogen mit den Legal Highs gibt es hier den Erstanwender-Vorteil, durch den man vom „toten Recht“ Gebrauch machen kann (Müller, 2015, S. 50). Gemeint ist damit, dass Wissenschaftler Substanzen synthetisieren, welche die Eigenschaften der verbotenen Dopingmittel besitzen, jedoch nicht auf der Liste der Wirkstoffe stehen, die verboten sind. Dadurch sind sie nicht genau als Dopingmittel deklariert und dürfen bei den Athleten bis zu den Tests und der darauffolgenden Aufnahme auf die Liste der Dopingmittel genutzt werden. Dies verschafft den Athleten einen signifikanten Vorteil und ist damit nicht länger dem erhofften Ziel der Chancengleichheit entsprechend.
Ebenfalls problematisch ist das Festlegen der Grenzwerte für die auf der Dopingliste verzeichneten Substanzen. Erneut ist es so wie bei der Kontrolle von Drogen, dass erst juristische Sanktionen durchgeführt werden können, wenn der Getestete einen gewissen Grenzwert überschreitet. Daraufhin stellt sich natürlich die Frage, wie diese Werte festgelegt werden. Auch diese werden wie die Substanzen, die als Doping definiert wurden, von einem Komitee niedergeschrieben und befinden sich ebenfalls immer hinter dem Wissensstand der konsumierenden Athleten oder ihrer Berater. Auch die Auswahl von Analysegeräten und deren Kalibrierung spielen hier eine bedeutende Rolle.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende gesellschaftliche Relevanz des Themas Doping und formuliert die Forschungsfrage nach dem Kontext zwischen Doping und dem kommerzialisierten Leistungssport.
2. Doping in der modernen Gesellschaft: Dieses Kapitel definiert den Dopingbegriff, diskutiert die Schwierigkeiten einer rechtlich haltbaren Definition sowie die Grenzen der Kontrolle und betrachtet die Rolle von Doping in Medien und Gesellschaft.
3. Die Entstehung des Leistungssportgedankens: Hier wird der historische Wandel vom Amateursport zum modernen, auf Rekorden basierenden System des Leistungssports und dessen systemische Dopingnotwendigkeit analysiert.
4. Die Kommerzialisierung des Leistungssports: Das Kapitel untersucht die gegenseitigen Abhängigkeiten von Politik, Medien, Wirtschaft und Publikum, die den Sport als kommerzielles Spektakel konstituieren und damit den Druck zur Leistungsmaximierung erhöhen.
5. Schlussdiskussion: Das Dopingproblem, die Doppelmoral und ein Lösungsansatz: Die Diskussion verknüpft die Pfadabhängigkeit der Athletenkarriere mit der systemischen Doppelmoral und schlägt pädagogische Ansätze zur Entschärfung der Dopingproblematik vor.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Doping innerhalb des kommerzialisierten Hochleistungssystems als strukturell bedingt anzusehen ist, was bisherige Kontrollmaßnahmen weitgehend unwirksam macht.
Doping, Leistungssport, Kommerzialisierung, Sportethik, Dopingkontrolle, Pfadabhängigkeit, Leistungsgesellschaft, Sportpolitik, Mediensport, Dopingfalle, Leistungsmaximierung, Fairness, Sponsoring, Sportpädagogik, Wettkampf.
Die Arbeit analysiert die soziologischen Hintergründe von Doping im Leistungssport und untersucht, wie strukturelle Zwänge durch Kommerzialisierung und Leistungsdruck Athleten in den Dopinggebrauch drängen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Begriffsdefinition von Doping, der Historie des Leistungssportgedankens, der Verflechtung von Sport mit Wirtschaft und Politik sowie der ethischen Diskussion über Fairness und Gesundheit.
Die Arbeit versucht zu klären, in welchem Kontext Doping zum kommerzialisierten Leistungssport steht und ob es sich um ein individuelles Fehlverhalten oder eine notwendige Konsequenz des etablierten Systems handelt.
Es wurde eine umfangreiche Literaturrecherche durchgeführt, um die verschiedenen Schnittstellen der Thematik zu analysieren und die Erkenntnisse systematisch strukturiert zusammenzufassen und zu diskutieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die soziologische Einordnung von Doping, die Entstehung des modernen Leistungssportverständnisses, eine detaillierte Analyse der Kommerzialisierung durch Sponsoring und Medien sowie die Diskussion über die "Dopingfalle" und Lösungsansätze.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Doping, Leistungssport, Kommerzialisierung, Sportethik, Dopingkontrolle, Pfadabhängigkeit, Sportpolitik und Mediensport.
Die Dopingfalle beschreibt eine Situation, in der Athleten durch den Konkurrenzdruck gezwungen sind, Doping als rationale Strategie zur Chancengleichheit bzw. zum Überleben im System einzusetzen, wobei Umfeldakteure diesen Prozess eher fördern als verhindern.
Die Sportmedien werden als Teil der wirtschaftlichen Verflechtungen kritisch gesehen, da sie Doping oft ausblenden oder skandalisieren, um das Image des Sports und der Geldgeber nicht zu gefährden und ihre Unterhaltungsfunktion zu wahren.
Der Autor plädiert für einen pädagogischen Ansatz, der bei der Förderung der Identitätsbildung junger Sportler ansetzt, um kritische Distanz zum Sport aufzubauen und nicht primär erfolgs- und leistungsfixiert zu agieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

