Diplomarbeit, 2004
110 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Untersuchungsziel
1.3 Begriffe
1.4 Theoretischer Bezugsrahmen und Hypothesen
1.5 Hauptquellen und Quellenkritik
1.6 Arbeitsmethode
2. Statistik
2.1 Hersteller dokumentarischer Formate in Österreich
2.1.1 Allgemeines
2.1.2 Standort
2.1.3 Finanzdaten
2.1.4 Personal
2.2 Dokumentarische Formate in Österreich
3. Finanzierung
3.1 Arten der Finanzierung
3.2 Finanzierung dokumentarischer Formate in Österreich
3.3 Filmförderung in Österreich
3.3.1 Österreichisches Filminstitut
3.3.2 Film/Fernseh-Abkommen
3.3.3 Fernsehfilmförderungsfonds (FFFF)
3.3.4 Bundeskanzleramt Kunstsektion II/3
3.3.5 Filmfonds Wien
3.3.6 Förderung dokumentarischer Formate in Österreich
4. Dokumentarische Formate im österreichischen Fernsehen
4.1 ORF
4.1.1 ORF-Sendungsprofile
4.1.2 Lizenz-, Ko- und Auftragsproduktion im ORF
4.2 Spartenkanäle ARTE, 3 Sat, BR alpha
4.3 ATVplus
4.4 Puls TV
4.5 EU-Richtlinie „Fernsehen ohne Grenzen“
5. (Europäische) Zusammenarbeit
5.1 Strategien
5.2 Koproduktionen
6. Fallstudien
6.1 Fallstudie 1
6.2 Fallstudie 2
6.3 Fallstudie 3
7. Zusammenfassung
7.1 Ergebnisse (Five-Forces-Modell)
7.2 Überprüfung der Hypothesen
Diese Arbeit zielt darauf ab, den österreichischen Dokumentarfilmsektor im Zeitraum von 1999 bis 2003 erstmals durch eine quantitative Analyse der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu durchleuchten. Im Fokus steht die Beantwortung der Forschungsfrage, wie die Branche unter Berücksichtigung von Finanzierungsmodellen, Standortfaktoren und Marktstrukturen agiert und welcher Konkurrenz die Produzenten gegenüberstehen.
1.1 Problemstellung
Selbst in einem vergleichsweise kleinen Land wie Österreich wird der Filmwirtschaft in der ökonomischen Literatur Beachtung geschenkt. Immerhin verzeichnet sie einen jährlichen Gesamtumsatz von rund 130 Mio. Euro und beschäftigt, saisonal schwankend, zwischen 700 und 1.400 Personen. (Vgl. DATEN ÖSTERREICHISCHER FILM, S. 2)
Österreichische Produktionen blicken jedoch selten über die Staatsgrenzen, sieht man von vereinzelten TV-Serien ab. Erweitert man den Betrachtungshorizont jedoch über Indikatoren wie Einspielergebnisse, Box-Office-Zahlen oder Einschaltquoten, so trifft man auf eine Anzahl von Dokumentarfilmen, die auf einschlägigen, internationalen Festivals Beachtung fanden. Dies lenkt den Blick wiederum auf die österreichische Filmwirtschaft im Allgemeinen, woraus sich positive Imageeffekte ableiten lassen. Es fehlt jedoch an Grundlagenforschung und Informationsvermittlung zu quantitativen Daten über den heimischen Dokumentarfilmsektor. Dies lässt sich meiner Ansicht nach auf das mangelnde Interesse der Verfasser der Literatur zurückführen, die in ihren Arbeiten den Fokus mehrheitlich auf den künstlerischen Aspekt der Thematik legen oder - falls sich doch statistisches Material in den Werken findet – den non-fiktionalen Bereich der Filmwirtschaft als zu klein erachten, um gesondert von den restlichen Produktionen betrachtet zu werden.
Trotz der geringen Größe des Marktes erachte ich es dennoch als wichtig, die quantifizierbaren Rahmenbedingungen, unter denen die Filmschaffenden Dokumentarfilme produzieren, darzustellen, da erst eine Aufbereitung des Sektors und seiner Strukturen die Ansatzpunkte für Verbesserungen sichtbar macht.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des österreichischen Dokumentarfilmsektors ein und definiert die zentralen Forschungsfragen und Hypothesen der Arbeit.
2. Statistik: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte statistische Aufbereitung der österreichischen Dokumentarfilmbranche, von Unternehmensstrukturen bis hin zu Finanzdaten und Standortanalysen.
3. Finanzierung: Hier werden die verschiedenen Finanzierungsarten und die spezifische Förderlandschaft in Österreich, inklusive der wichtigsten Institutionen, eingehend beleuchtet.
4. Dokumentarische Formate im österreichischen Fernsehen: Dieses Kapitel untersucht die Rolle der Fernsehanstalten als Abnehmer und deren Einfluss auf die Programmgestaltung und Produktionsbedingungen.
5. (Europäische) Zusammenarbeit: Hier werden Strategien der Internationalisierung und die Bedeutung von Koproduktionen für die Stärkung der Eigenkapitalbasis von Filmprojekten analysiert.
6. Fallstudien: Anhand von drei spezifischen Beispielen werden unterschiedliche Produktionsbedingungen und die praktische Umsetzung von Dokumentarfilmprojekten verdeutlicht.
7. Zusammenfassung: Dieses abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit unter Anwendung des Five-Forces-Modells zusammen und überprüft die zu Beginn aufgestellten Hypothesen.
Dokumentarfilm, Österreich, Filmwirtschaft, Filmförderung, Fernsehen, ORF, Koproduktion, Produktionsfirma, Finanzierung, Marktstrukturen, Dokumentation, Auftragsproduktion, Standortanalyse, Five-Forces-Modell, Mediapolitik
Die Arbeit analysiert den österreichischen Dokumentarfilmsektor aus einer ökonomischen Perspektive, um die quantifizierbaren Rahmenbedingungen für Filmschaffende in den Jahren 1999 bis 2003 darzustellen.
Die zentralen Themen umfassen die wirtschaftliche Struktur der Produktionsfirmen, die Bedeutung verschiedener Finanzierungs- und Förderinstrumente sowie die Rolle des Fernsehens als wichtigster Absatzkanal.
Das primäre Ziel ist es, Licht in den bisher wissenschaftlich unterrepräsentierten, quantitativen Bereich der Dokumentarfilmwirtschaft zu bringen und Ansatzpunkte für strukturelle Verbesserungen aufzuzeigen.
Die Autorin führte eine breite Primärdatenerhebung durch den Versand von Fragebögen an österreichische Filmproduktionsfirmen durch, ergänzt durch Experteninterviews und Fallstudien.
Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Bestandsaufnahme, die detaillierte Analyse der komplexen Filmfinanzierung, die Rolle der Fernsehanstalten sowie die Untersuchung von Koproduktionsstrategien.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Dokumentarfilmsektor, Filmförderung, ORF, Koproduktion, Finanzierungsmodelle und Wirtschaftsgeografie geprägt.
Der ORF nimmt eine Monopsonstellung ein, da er nahezu der einzige TV-Sender in Österreich ist, der Dokumentarfilme in nennenswertem Umfang nachfragt und somit starken Einfluss auf Formate und Rechteverwertung ausübt.
Das Modell von Porter dient als theoretischer Bezugsrahmen, um die Wettbewerbsintensität und das Gewinnpotenzial des österreichischen Dokumentarfilmsektors strukturiert zu bewerten.
Die Fallstudien illustrieren die enorme Spannweite an Produktionsbedingungen – von Low-Budget-Projekten ohne monetäre Ausgaben für die Produktion bis hin zu komplexen internationalen Koproduktionen mit hoher Budgetierung.
Die Untersuchung zeigt, dass entgegen der Hypothese der ökonomischen Standortvorteile primär "private Gründe" für die Wahl des Firmensitzes ausschlaggebend sind, wenngleich eine Konzentration in Wien aufgrund der Nähe zu Förderinstitutionen besteht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

