Bachelorarbeit, 2019
27 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Die Vermittlertätigkeit
2.1 Versicherungsmakler
2.2 Versicherungsvertreter
2.3 Produktakzessorische Vermittler
2.4 Versicherungsberater
3 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.1 Versicherungsvermittlungsverordnung
3.2 Versicherungsaufsichtsgesetz
3.3 Rechtsdienstleistungsgesetz
4 Rechtliche Grenzen
4.1 Urteil zur Schadenregulierung
4.2 Grenzen bei der Rechtsberatung
4.3 Provisionsabgabeverbot
5 Fazit
Diese Arbeit definiert die komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen für Versicherungsvermittler in Deutschland und analysiert kritisch deren gesetzliche Grenzen. Anhand aktueller Rechtsgrundlagen und Fallbeispiele wird untersucht, wie Vermittler Gesetze interpretieren, wo Konfliktpotenziale liegen und inwieweit regulatorische Vorgaben, wie das Provisionsabgabeverbot, in der Praxis umgangen werden.
4.1 Urteil zur Schadenregulierung
Der erste Fall ist ein Urteil des Bundesgerichtshofs zur Schadenregulierung. Hierbei geht es darum, dass ein Versicherungsmakler für ein Versicherungsunternehmen die Schadenregulierung übernehmen sollte. In der Versicherungswelt ist das kein ungewöhnlicher Fall, denn dies wird seit geraumer Zeit so praktiziert. Versicherungsunternehmen übertragen die so genannte Schadenregulierungsvollmacht an andere Unternehmen oder Personen. Dies sind in der Regel Versicherungsvermittler, die ohnehin schon mit dem Versicherungsunternehmen zusammenarbeiten. Es handelt sich also um jene Vermittler, die die Produkte des Versicherungsunternehmens an die Versicherungsnehmer vermitteln. Dieser Vorgang der Ausgliederung von Unternehmensfunktionen und Unternehmensaufgaben ist prinzipiell erlaubt und wird durch den § 32 VAG definiert.
2016 entschied der Bundesgerichtshof, dass Versicherungsmakler grundsätzlich immer gegen das RDG verstoßen, wenn sie die Schadenregulierung für Versicherungsunternehmen übernehmen. Der Versicherungsmakler, um den es sich in diesem Urteil handelte, hatte einem Textilreinigungsunternehmen eine Haftpflichtversicherung vermittelt. Es kam daraufhin zum Schadensfall und das zuständige Versicherungsunternehmen beauftragte den Versicherungsmakler mit der Schadenregulierung. Ein Wettbewerber klagte gegen diesen Vorgang aufgrund eines Verstoßes gegen das RDG.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema und Darlegung der Problematik sowie des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2 Die Vermittlertätigkeit: Abgrenzung der verschiedenen Vermittlertypen wie Makler, Vertreter, produktakzessorische Vermittler und Berater anhand gesetzlicher Vorgaben.
3 Rechtliche Rahmenbedingungen: Vorstellung der relevanten Gesetze wie GewO, VVG, VAG, VersVermV und RDG, die den juristischen Handlungsspielraum der Vermittler definieren.
4 Rechtliche Grenzen: Analyse konkreter Konfliktfelder wie Schadenregulierung durch Makler, Grenzen der Rechtsberatung und die Anwendung des Provisionsabgabeverbots.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse und Ausblick auf künftige Entwicklungen im Versicherungsvertrieb.
Versicherungsvermittler, Versicherungsmakler, Versicherungsvertreter, Provisionsabgabeverbot, Rechtsdienstleistungsgesetz, Schadenregulierung, Versicherungsaufsichtsgesetz, GewO, Interessenkonflikt, Haftung, Vermittlerregister, Beratungspflicht, Sondervergütung, IDD, Verbraucherschutz
Die Arbeit untersucht die rechtlichen Rahmenbedingungen, innerhalb derer sich Versicherungsvermittler in Deutschland bewegen, und beleuchtet kritisch die Grenzen ihrer Tätigkeitsbereiche.
Im Zentrum stehen die gesetzlichen Definitionen der Vermittler, die zulässigen Grenzen bei der Rechtsberatung, die Problematik der Schadenregulierung durch Makler sowie das Provisionsabgabeverbot.
Ziel ist es, anhand von Gesetzen und aktuellen Fallbeispielen zu verdeutlichen, wo Versicherungsvermittler rechtliche Grenzen überschreiten oder diese durch juristische Spielräume umgehen.
Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturrecherche, um einen präzisen theoretischen Rahmen zu schaffen, der als Basis für die Analyse der praktischen Fälle dient.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Vermittlertypen, die Darstellung der rechtlichen Grundlagen und die anschließende kritische Untersuchung konkreter Problemfälle, wie beispielsweise der Schadenregulierung.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Versicherungsvermittlung, Provisionsabgabeverbot, Rechtsdienstleistungsgesetz und Interessenkonflikte definieren.
Da die Schadenregulierung ein hohes Maß an Aufwand erfordert und den Makler in einen Interessenkonflikt bringt, da er bei dieser Tätigkeit im Sinne des Versicherers statt des Kunden handelt, verstößt dies nach Auffassung des BGH gegen das RDG.
Die Ausnahmeregelung (§ 48b VAG) erlaubt eine Provisionsabgabe, wenn diese zu einer dauerhaften Leistungserhöhung oder Prämiensenkung führt; die Unschärfe des Begriffs "dauerhaft" schafft hier jedoch eine juristische Lücke für Vermittler.
Das Portal nutzt eine Struktur aus mehreren Unternehmen, wobei die Jubiläumsaktionen nicht über die Vermittlungsgesellschaft, sondern über die Muttergesellschaft laufen, um den direkten Zusammenhang mit der Versicherungsvermittlung zu kappen.
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