Diplomarbeit, 2005
96 Seiten, Note: 1,3
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht das Verhalten von privaten und institutionellen Investoren im Kontext von Börsenboom und -crash unter dem Blickwinkel der Behavioral Finance. Ziel der Arbeit ist es, die theoretischen Grundlagen der Behavioral Finance mit empirischen Beobachtungen zum Investorenverhalten in Boom- und Crashphasen zu verbinden und so einen tieferen Einblick in die psychologischen und kognitiven Prozesse zu gewinnen, die die Entscheidungsfindung von Investoren beeinflussen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Problemstellung und den Aufbau der Arbeit erläutert. In Kapitel 2 werden die historischen Wurzeln von Börsenboom und -crash beleuchtet und die Entwicklung des Börsenwesens sowie die Rolle von Spekulationen bei der Entstehung von Boom- und Crashphasen untersucht.
Kapitel 3 widmet sich der Kapitalmarktforschung. Hier werden die Theorien der Kapitalmarkteffizienz und -vollkommenheit sowie die klassischen Kapitalmarkttheorien, darunter die Portfoliotheorie und die Kapitalmarkttheorie, vorgestellt. Darüber hinaus werden wichtige Kapitalmarktanomalien, die die Effizienzhypothese in Frage stellen, diskutiert.
In Kapitel 4 wird die Behavioral Finance als alternatives Paradigma zur klassischen Kapitalmarkttheorie vorgestellt. Die Entstehung und die wichtigsten Grundlagen der Behavioral Finance werden beleuchtet und die verschiedenen Rationalitätskonzepte sowie Anomalien im Investorenverhalten, die auf kognitiven Verzerrungen beruhen, analysiert.
Kapitel 5 untersucht das behavioristische Investorenverhalten in Boom- und Crashphasen. Es werden die unterschiedlichen Anlegergruppen, ihre Informationsnutzung und ihre Verhaltensmuster in beiden Phasen näher betrachtet. Dabei werden auch die spezifischen Herausforderungen für private und institutionelle Investoren in Boom- und Crashphasen beleuchtet.
Behavioral Finance, Kapitalmarktanomalien, Investorenverhalten, Börsenboom, Börsencrash, Heuristiken, kognitive Verzerrungen, Herdenverhalten, Noise Trading, Private Investoren, Institutionelle Investoren, Prospect Theory, Mental Accounting, Informationsasymmetrie, Informationsüberlastung
Behavioral Finance ist ein Forschungsfeld, das psychologische und verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse nutzt, um irrationales Verhalten an Finanzmärkten zu erklären.
Während die klassische Theorie vom rational handelnden "Homo Oeconomicus" ausgeht, berücksichtigt Behavioral Finance kognitive Verzerrungen und menschliche Emotionen bei Investitionsentscheidungen.
Herdenverhalten beschreibt das Phänomen, dass Investoren sich an den Handlungen der Masse orientieren, was oft zu Spekulationsblasen oder massiven Markteinbrüchen führt.
Noise Trading bezeichnet den Handel basierend auf irrelevanten Informationen oder Gerüchten ("Lärm") anstatt auf fundamentalen Wirtschaftsdaten.
Trotz besserer IT-Infrastruktur unterliegen auch Profis psychologischen Effekten wie Verlustaversion, Performance-Druck und selektiver Wahrnehmung bei Informationsflut.
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