Fachbuch, 2020
82 Seiten
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Ressourcen und Ressourcenaktivierung
2.1.1 Beschreibung des Ressourcenbegriffs
2.1.2 Ressourcenaktivierung als Wirkfaktor in der Psychotherapie
2.1.3 Motivationspsychologische Aspekte
2.1.4 Die Bedeutung von Wohlbefinden und positiven Emotionen
2.1.5 Ressourcenaktivierende Strategien in der Praxis
2.1.6 Wirksamkeit von Ressourcenaktivierung / -orientierung
2.2 Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR)
2.2.1 Entwicklung und Beschreibung der EMDR-Methode
2.2.2 Das Modell der adaptiven Informationsverarbeitung
2.2.3 Die acht Behandlungsphasen des Standardprotokolls
2.2.4 EMDR zur Ressourcenaktivierung
2.2.5 Die Absorptionstechnik
2.3 Internet- und mobilbasierte Interventionen (IMIs)
2.3.1 Beschreibung von IMIs
2.3.2 Wirksamkeit und Wirkfaktoren
2.3.3 Qualitätskriterien
2.3.4 Zusammenfassung
3 Fragestellung und Hypothesen
3.1 Ableitung der Hypothesen
4 Methoden der Studie
4.1 Stichprobe
4.2 Studiendesign und -planung
4.3 Durchführung und Ablauf
4.4 Messinstrumente und abhängige Variablen
4.4.1 Subjective Units of Disturbance Scale (SUD-Skala)
4.4.2 Mehrdimensionaler Befindlichkeitsfragebogen (MDBF)
4.4.3 Feedbackfragebogen zur Bewertung der Intervention
4.5 Datenanalyse
5 Ergebnisse
5.1 Deskriptive Statistik
5.2 Statistische Prüfung der Hypothesen
5.2.1 Baseline-Test
5.2.2 SUD-Skala „Subjektives Belastungserleben“
5.2.3 MDBF Dimension „Gesamt“
5.2.4 MDBF Dimension „Gute Stimmung – schlechte Stimmung“
5.2.5 MDBF Dimension „Wachheit – Müdigkeit“
5.2.6 MDBF Dimension „Ruhe – Unruhe“
5.3 Auswertung des Feedbackfragebogens
5.3.1 Quantitative Auswertung
5.3.2 Qualitative Auswertung
6 Diskussion
6.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
6.2 Kritische Reflexion der Studie
6.3 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Wirksamkeit einer internetbasierten EMDR-Kurzintervention zur Ressourcenaktivierung bei psychisch gesunden Menschen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, ob durch die Anwendung der modifizierten Absorptionstechnik das subjektive Belastungserleben reduziert und die emotionale Befindlichkeit verbessert werden kann.
2.2.1 Entwicklung und Beschreibung der EMDR-Methode
EMDR wurde 1987 von Dr. Francine Shapiro nicht (wie andere Verfahren) durch Forschungstätigkeit entdeckt, sondern zufällig bei einem Spaziergang im Park. Francine Shapiro, damals eine Forscherin am „Mental Research Institute“ in Palo Alto (Kalifornien), bemerkte, dass sich ihr psychisches Belastungserleben (infolge einer Krebserkrankung) reduzierte, während sie ihre Augen beim Gehen nach rechts und links bewegte (vgl. Hofmann & Barre, 2014, S. 29 f.). Sie erforschte das Phänomen der bilateralen (beidhirnigen) Stimulation unter anderem an Kriegsveteranen, Missbrauchsopfern und anderen emotional sehr belasteten Menschen und entwickelte daraus in den nächsten Jahren die EMDR-Methode (vgl. Tesarz, Seidler, & Eich, 2015, S. 17 f.). Dr. Hofmann brachte die Methode 1996 nach Deutschland und gründete 1998 den deutschen Dachverband EMDRIA (vgl. Böhm & Hofmann, 2016, S. 4).
Kern der EMDR-Methode ist die Bearbeitung belastender Erinnerungen, indem der Klient sich auf diese fokussiert, während er gleichzeitig den Rechts-links-Fingerbewegungen des Therapeuten folgt. Durch diese duale Aufmerksamkeitsfokussierung der inneren Bilder/Gedanken/Empfindungen und äußerer Stimulation scheint ein Verarbeitungsprozess stattzufinden, der für viele Klienten eine schnelle Entlastung und Verblassung der Erinnerung zur Folge hat (vgl. Hofmann & Barre, 2014, S. 48; vgl. Tesarz et al., 2015, S. 19).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Problem psychischer Belastungen dar und erläutert das Potenzial internetbasierter Interventionen zur Ressourcenaktivierung mittels EMDR.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zu den Themen Ressourcenaktivierung, EMDR-Methode und internetbasierten Interventionen im Kontext der psychotherapeutischen Versorgung.
3 Fragestellung und Hypothesen: Hier wird die Forschungsfrage zur Wirksamkeit der internetbasierten EMDR-Kurzintervention formuliert und die daraus resultierenden Hypothesen werden abgeleitet.
4 Methoden der Studie: In diesem Kapitel wird das Studiendesign, die Stichprobe, der Ablauf der Onlinestudie sowie die verwendeten Messinstrumente zur Datenerhebung beschrieben.
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse der empirischen Studie werden präsentiert, einschließlich der deskriptiven Statistik sowie der statistischen Prüfung der Hypothesen und der Auswertung des Feedbackfragebogens.
6 Diskussion: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, interpretiert diese, reflektiert die Studie kritisch und gibt ein Fazit sowie einen Ausblick für die zukünftige Forschung.
Ressourcenaktivierung, EMDR, Internetbasierte Interventionen, Psychotherapie, Kurzintervention, Belastungserleben, Befindlichkeit, Absorptionstechnik, E-Mental-Health, Online-Studie, Psychische Gesundheit, Wirkfaktoren, Ressourcen, Stichprobe, Feedback.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anpassung einer EMDR-Technik zur Ressourcenaktivierung als internetbasiertes Kurzinterventionsformat für psychisch gesunde Menschen.
Die zentralen Felder sind die Ressourcenaktivierung, die Methode EMDR (insbesondere die Absorptionstechnik) und die Nutzung internetbasierter Interventionen (IMIs).
Das Ziel ist die empirische Untersuchung, ob eine internetbasierte EMDR-Kurzintervention das Belastungserleben reduziert und die Befindlichkeit bei psychisch Gesunden positiv beeinflussen kann.
Es wurde ein randomisiertes kontrolliertes Studiendesign (RCT) im Längsschnitt mit Experimental- und Kontrollgruppe sowie zwei Messzeitpunkten angewendet.
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Hintergrund, die Ableitung der Hypothesen, die detaillierte Methodenbeschreibung sowie die Darstellung und Diskussion der erzielten Ergebnisse.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Ressourcenaktivierung, EMDR, Internetbasierte Interventionen, psychische Gesundheit und Belastungsreduktion.
Die Absorptionstechnik wurde modifiziert, indem beispielsweise die Anzahl der Ressourcenfähigkeiten reduziert wurde und eine taktile Selbststimulation (Schmetterlingsumarmung) statt einer therapeutischen Fremdstimulation eingesetzt wurde.
Die Kontrollgruppe dient zum Vergleich; sie absolvierte eine Wartezeit, um zu prüfen, ob die Effekte spezifisch auf die EMDR-Intervention zurückzuführen sind.
Die Studie konnte zeigen, dass die EMDR-Kurzintervention das subjektive Belastungserleben der Probanden signifikant reduzieren konnte.
Die quantitative Bewertung fiel sehr positiv aus, wobei insbesondere die Verständlichkeit und Umsetzbarkeit gelobt wurden; das qualitative Feedback war heterogen.
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