Doktorarbeit / Dissertation, 2013
312 Seiten, Note: 2,0
Ziel und Hintergrund der Arbeit
Methodik und Herangehensweise
I. Hermann Göritz - Lebensdaten
I.1. Kindheit | Schulzeit 1902-1920
I.2 Berufsausbildung 1921-1927
I.3 Tätigkeit 1927-1992
II. Hermann Göritz und die Arbeitsgemeinschaft Forster-Mattern-Hammerbacher
II. 0 Ziel, These und Methodik des Kapitels
II.1 Bornimer Arbeitskreis
II.1.1 Der Wohngarten zu Beginn des 20. Jahrhunderts - Darstellung der Situation
II.1.2 Personen
II.1.3 Philosophie
II.1.4 Bornimer Stil
II.1.5 Gestaltungsprinzipien - Mattern, Hammerbacher
II.2 Stellung von Hermann Göritz innerhalb der Arbeitsgemeinschaft
II.2.1 Auswahlkriterien
II.2.2 Formensprache
II.2.2.1 Mattern und Hammerbacher
II.2.2.2 Göritz
II.2.2.3 Vergleich Formensprache - Mattern, Hammerbacher mit Göritz
II.2.3 Stauden
II.2.3.1 Pflanzungstypen und Höhenstufen
II.2.3.2 Kurzdarstellung der Pläne
II.2.3.3 Farbkonzept - Blühfolgen - Pflanzen
II.2.3.4 Ergebnis Stauden
II.2.4 Gehölze
II.2.4.1 Darstellung der Pläne mit Gehölzen
II.2.4.2 Gehölzformen und ihre Verwendung
II.2.4.3 Ergebnis Gehölze
II.3. Diskussion - Die Rolle von Göritz bei der Arbeitsgemeinschaft FMH
III. Hermann Göritz als Gestalter im öffentlichen Raum
III.0. Ziel, These und Methodik des Kapitels
III.1 Wohnumfeldgestaltung
III.1.1 Die Situation im Wohnungsbau in der DDR der 1950er-1970er Jahre
III.1.2 Freiflächengestaltung im Wohnungsbau der 1950er-1970er Jahre
III.1.2.1 Regelpflanzpläne
III.1.2.2 Stalinstadt - Eisenhüttenstadt
III.2 Pflanzungen in öffentlichen Parks
III.2.1 Gartenschauen - iga Erfurt
III.2.1.1 Geschichte des Geländes
III.2.1.2 Neuheiten und bewährte Stauden
III.2.1.3 Foerster-Garten
III.2.1.4 Garten der Rosaceen in Erfurt
III.2.2 Weitere Projekte im öffentlichen Raum
III.3 Diskussion
IV. Hermann Göritz als Gestalter privater Gärten
IV.0 Ziel, These und Methodik des Kapitels
IV.1 Göritz Tätigkeit als Pflanzplaner nach 1945
IV.2 Planauswahl
IV.3 Formensprache
IV.3.1 Formensprache der 50er Jahre
IV.3.2 Formnsprache der 60er Jahre
IV.3.3 Formensprache der 70er Jahre
IV.3.4 Formensprache der 80er Jahre
IV.3 5 Zusammenfassung Formensprache
IV.4 Staudenverwendung
IV.4.1 Einteilung nach Lage und Funktion
IV.4.1.1 Pflanzungen am Haus
IV.4.1.2 Pflanzungen an der Terrasse
IV.4.1.3 Grosse Staudenpflanzung
IV.4.1.4 Sonderformen Rosenfeld und Preiss
IV.4.2 Einteilung nach Standort
IV.4.2.1 Steppe,Sandflur
IV.4.2.2 Steingarten
IV.4.2.3 Beet und frei gestaltete Fläche
IV.4.2.4 Halbschatten und Schatten
IV.4.2.5 Wasser, Sumpf und Ufer
IV.4.3 Farben, Beetaufbau, Arten und Sorten in den Pflanzplänen von Hermann Göritz
IV.4.3.1 Farben
IV.4.3.2 Beetaufbau und Gestaltungsprinzipien
IV.4.3.3 Arten und Sorten
IV.4.3.4 Die Rolle der Gräser
IV.5 Gehölzverwendung
IV.5.1 Funktion und Struktur
IV.5.1.1 Rahmen und Sichtschutz
IV.5.1.2 Begleitung
IV.5.1.3 Raumbildung
IV.5.1.4 Abgrenzung
IV.6 Bräuer und Petersen - Gegensätzliche Gestaltungen
IV.7 Kombination von Gehölzen und Stauden
IV.8 Gestalterische Ansätze von Hermann Göritz bei der Planung von Privatgärten
V. Schlussdiskussion
Die Arbeit untersucht das Leben und Wirken von Hermann Göritz als Landschaftsarchitekt mit einem besonderen Fokus auf seiner Rolle als Pflanzplaner. Das Ziel ist es, Göritz’ gestalterischen Weg zu würdigen, seine Einflüsse aus dem Bornimer Kreis zu analysieren und festzustellen, welche Bedeutung seine Arbeiten für die Entwicklung der Pflanzverwendung im 20. Jahrhundert haben.
I.1 KINDHEIT | SCHULZEIT 1902-1920
Hermann Göritz wird am 16.9.1902 in Krone an der Brahe (ehem. Provinz Westpreußen) als Sohn des Försters Walter Franz August Göritz und Frau Emmi Amalie Luise Göritz geboren. Die Liebe des Vaters galt der Natur, die Mutter war sehr gebildet und sang gern und wohl auch gut.
„Unser Vater war ein Landschaftsmensch durch und durch. ‚Oberförster kann man nur in Ostpreußen oder Schlesien sein, anderswo stinkt es zu sehr nach Menschen.‘(Vater Göritz).“
„Wie die Hochzeitsbilder ausweisen, könnte man sie als schöne und stattliche Frau bezeichnen. Vater hatte eine mittlere Größe und ein markantes Männergesicht.“
Die Mutter war zuständig für den Haushalt, den Garten und die Angestellten. Der Vater nahm die Kinder gern mit in den Wald und erklärte ihnen die Pflanzen- und Tierwelt. Aufgrund der starken Naturverbundenheit des Vaters, erlebte Göritz als Kind sehr früh und intensiv die Tier und Pflanzenwelt. Der Beruf des Vaters brachte mehrfach Ortswechsel der Familie mit sich. Im Jahr 1909 zieht die Familie in die Oberförsterei Neu Lubönen (40 km östlich von Tilsit an der Memel nahe der Grenze zu Russland). Dort lebte die Familie 5 Jahre bis zum Ausbruch des 1.Weltkrieges. Hier beginnen genaue Erinnerungen von Hermann Göritz an Landschaft, Haus und Menschen.
I. Hermann Göritz - Lebensdaten: Detaillierte Betrachtung der Biografie von Hermann Göritz, von seiner Kindheit in forstlich geprägter Umgebung bis hin zu seiner beruflichen Entwicklung.
II. Hermann Göritz und die Arbeitsgemeinschaft Forster-Mattern-Hammerbacher: Analyse der prägenden Zeit im Bornimer Arbeitskreis und der Zusammenarbeit mit Foerster, Mattern und Hammerbacher.
III. Hermann Göritz als Gestalter im öffentlichen Raum: Untersuchung seiner Pflanzplanungen für Wohnumfeldgestaltung und öffentliche Parks wie die iga in Erfurt.
IV. Hermann Göritz als Gestalter privater Gärten: Detaillierte Auswertung seiner Pflanzkonzepte für Privatgärten über mehrere Jahrzehnte unter Berücksichtigung von Stauden- und Gehölzverwendung.
V. Schlussdiskussion: Zusammenfassende Bewertung der gestalterischen Bedeutung von Hermann Göritz für die Gartenkunst des 20. Jahrhunderts.
Hermann Göritz, Gartenkunst, Landschaftsarchitektur, Pflanzenverwendung, Bornimer Kreis, Stauden, Gehölze, Karl Foerster, Wohnumfeldgestaltung, Gartendenkmalpflege, Pflanzplan, DDR, Wohngarten, Gestaltungsgrundsätze, Landschaftsgestaltung
Die Arbeit widmet sich dem Lebenswerk des Landschaftsarchitekten Hermann Göritz und analysiert seine Bedeutung für die Gartenkunst und Pflanzverwendung des 20. Jahrhunderts.
Zentrale Themen sind die Einflüsse des Bornimer Kreises, die Entwicklung von Pflanzkonzepten für öffentliche und private Räume sowie die speziellen Anforderungen der DDR-Wohnumfeldgestaltung.
Das Ziel ist es, das Werk von Göritz zu würdigen, seinen gestalterischen Weg nachzuzeichnen und aufzuzeigen, wie er Wissen über Pflanzenkenntnis in innovative Pflanzpläne umsetzte.
Die Arbeit basiert primär auf der Auswertung des umfangreichen, unsortierten Nachlasses von Hermann Göritz in der Staatsbibliothek zu Berlin sowie auf der Analyse zahlreicher Pflanzpläne aus verschiedenen Jahrzehnten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Tätigkeitsphasen: die Zeit in der Arbeitsgemeinschaft FMH, Arbeiten im öffentlichen Raum und schließlich die Gestaltung privater Gärten.
Wesentliche Begriffe sind Pflanzenverwendung, Stauden- und Gehölz-Kombination, raumbildende Pflanzungen, Bornimer Stil und Denkmalpflege.
Karl Foerster war ein entscheidender Mentor und prägte Göritz durch seine Philosophie einer naturnahen Pflanzverwendung und sein reiches Staudensortiment, das Göritz als Grundlage seiner Planungen nutzte.
Die Pflanzungen für den öffentlichen Raum im Wohnungsbau waren oft pflegeleichter und kostengünstiger konzipiert, während private Gärten eine größere Vielfalt an Arten und eine individuellere, auf den Besitzer abgestimmte Gestaltung zuließen.
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