Fachbuch, 2020
60 Seiten
1 Einleitung
1.1 Bedeutung des Themas
1.2 Gegenstand der Untersuchung
1.3 Ziel und Gang der Untersuchung
2 Theoretischer Rahmen
2.1 Abgrenzung der Begriffe
2.2 Grundlegende Modelle der Nachhaltigkeit
2.3 Nachhaltigkeit und deren Bedeutung für die Wirtschaft
2.4 Die Nachhaltigkeitsanalysen – Ansätze, Theorien und Methoden
2.5 Kritische Betrachtung der Methoden
3 Das Elektrofahrrad
3.1 Komponenten des Pedelecs
3.2 Pedelecs in Zahlen - Deutschland
4 Lebenszyklusbasierte Nachhaltigkeitsanalyse des Pedelecs
4.1 Phase 1: Festlegung des Ziels und des Untersuchungsrahmens
4.2 Phase 2: Sachbilanz - Betrachtung der Prozesskette
4.3 Phase 3: Wirkungsabschätzung
4.4 Phase 4: Auswertung
5 Zusammenfassung und Schlussbetrachtung
5.1 Zusammenfassung der Arbeit
5.2 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis wissenschaftlicher Literatur, Methoden sowie Theorien, ob die Nutzung des Elektrofahrrads (spezifisch des Pedelecs) einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung in Deutschland leisten kann. Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, in welchem Ausmaß die Nutzung von Elektrofahrrädern die nachhaltigen Entwicklungen beeinflusst, wobei insbesondere ökologische, ökonomische und soziale Aspekte im Rahmen einer lebenszyklusbasierten Nachhaltigkeitsanalyse (LCSA) bewertet werden.
1.1 Bedeutung des Themas
Von 2006 bis 2016 ist die Anzahl an verkauften Elektrofahrrädern1 pro Jahr in Europa von 98.000 auf 1.667.000(+1600%) angestiegen. Circa jedes dritte Elektrofahrrad wurde dabei in Deutschland verkauft (vgl. CONEBI, 2017, S.29 und S.31). Für den steigenden Absatz gibt es klare Gründe: „Die Vorzüge und Einsatzmöglichkeiten von E-Rädern sind vielfältig: Sie erleichtern das Überwinden größerer Distanzen, ermöglichen den Transport größerer Lasten, natürliche Hindernisse wie Höhenunterschiede oder Gegenwind lassen sich leichter bewältigen“ (Wachotsch et al., 2014, S.4). Somit ist das Elektrofahrrad eine klare Verkehrsalternative zum Fahrrad, öffentlichen Nahverkehr oder PKW (vgl. Schleinitz et al., 2014, S.12-14).
Auf die schnelle Verbreitung von Elektrofahrrädern wurden unter anderem auch die Politik und die Wissenschaft aufmerksam. Zum einem gab es einen neuen Verkehrsteilnehmer für bestehende Verkehrskonzepte zu berücksichtigen, zum anderen stellte sich eine Vielzahl von wissenschaftlichen Fragen im Zusammenhang mit Elektrofahrrädern. Somit wurden u.a. Fragen zu Gesundheitsauswirkungen (vgl. Gojanovic, 2011, S. 2204ff.), Sicherheitsrisiken (vgl. Clark, 2017, S.31-32) und Umwelteinflüssen (vgl. Abagnale et al., 2015, 1-7) in Bezug auf das Elektrofahrrad untersucht. Auch wurde von der deutschen Politik eine Studie in Auftrag gegeben, welche analysierte, inwiefern das Elektrofahrrad den Verkehr bestmöglich entlasten kann (vgl. Ahrens et al., 2013, S.101ff.)
Besonders für die Verkehrspolitik sind Verkehrsmittel wie das Elektrofahrrad von Bedeutung. Im Zeitalter von globalen Problemen wie Umweltverschmutzung, Ressourcenknappheiten und drohendem Klimawandel trägt der Verkehr zu großen Teilen bei. So entstanden im Jahr 2015 durch den Straßenverkehr 17,7% des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes in Deutschland, 61% davon allein durch die Verwendung von PKWs (vgl. BMU, 2017, S. 37). Spricht man in diesem Zusammenhang über Konzepte zur Lösung der oben genannten Probleme, so hat sich über die letzten Jahre der Begriff des nachhaltigen Verkehrskonzepts etabliert. Besonders das Elektrofahrrad wird in modernen Konzepten als nachhaltige Lösung bezeichnet (vgl. Kämper et al., 2016, S.331-345).
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Elektrofahrräder, Problemstellung der nachhaltigen Mobilität und Definition der Forschungsfrage.
2 Theoretischer Rahmen: Darstellung grundlegender Nachhaltigkeitsdefinitionen, Konzepte und Methoden zur Nachhaltigkeitsanalyse wie LCA und LCSA.
3 Das Elektrofahrrad: Definition, technische Komponenten und Marktsituation von Pedelecs in Deutschland.
4 Lebenszyklusbasierte Nachhaltigkeitsanalyse des Pedelecs: Durchführung der Analyse unter Konzentration auf die Nutzungsphase durch Sachbilanzierung und Wirkungsabschätzung mittels DNS-indikatoren.
5 Zusammenfassung und Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse, kritische Reflexion der Methodik und Ausblick auf die Bedeutung für die nachhaltige Verkehrspolitik.
Elektrofahrrad, Pedelec, Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitsanalyse, LCSA, Lebenszyklusanalyse, Nachhaltigkeitsindikatoren, CO2-Ausstoß, Verkehrspolitik, Mobilität, Systemvergleich, Umwelteinflüsse, soziale Aspekte, ökonomische Nachhaltigkeit, Deutschland.
Die Arbeit untersucht den Beitrag, den Elektrofahrräder – speziell Pedelecs – zu einer nachhaltigen Entwicklung im deutschen Verkehrswesen leisten können.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Nachhaltigkeit, die Anwendung von Methoden der Lebenszyklus-Nachhaltigkeitsanalyse (LCSA) und den Vergleich des Pedelecs mit anderen Verkehrsmitteln wie dem Fahrrad und PKW.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, in welchem Ausmaß die Nutzung des Elektrofahrrads nachhaltige Entwicklungen in Deutschland beeinflussen kann.
Die Arbeit stützt sich auf die lebenszyklusbasierte Nachhaltigkeitsanalyse (LCSA) unter Einbeziehung von Nachhaltigkeitsindikatoren, die auf den Standard der ISO 14044 ausgerichtet sind.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Nachhaltigkeitskonzepten, einer detaillierten Sachbilanzierung der Nutzungsphase von Pedelecs und der anschließenden Wirkungsabschätzung basierend auf den Zielen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS).
Zu den prägenden Begriffen gehören Pedelec, LCSA, Nachhaltigkeit, Treibhausgase, Mobilität und Systemvergleich.
Die Konzentration auf die Nutzungsphase erfolgt, weil die Datenbasis für diese Phase am besten zugänglich ist und die Untersuchung innerhalb der Arbeit realisierbar bleiben musste, da eine umfassende Analyse des gesamten Lebenszyklus den gesetzten Rahmen übersteigen würde.
Der Autor stellt fest, dass es im Vergleich zum PKW sowohl positive Effekte auf die Gesundheit als auch negative Aspekte, insbesondere eine höhere Unfallquote, gibt, was eine eindeutige Gewichtung erschwert.
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