Bachelorarbeit, 2019
30 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Kultur und Identität
1.1 Der Kulturbegriff
1.2 Der Identitätsbegriff
1.3 Kulturelle Identität
2. Hybridität
2.1 Hybride Kulturen
2.2 Das Modell der Transkulturalität
2.3 Hybride Identitäten
2.3.1 Theorie spätmoderner Identität
2.3.2 Das Modell der alltäglichen Identitätsarbeit
2.4 Hybride kulturelle Identität
2.5 Hybridität als Bewusstseinserweiterung
3. Die Konstruktion einer kulturellen Identität
3.1 Kulturkonflikt oder Kulturelle Navigation?
3.2 Die Aushandlung von Zugehörigkeiten
3.3 Selbst- und Fremddifferenzierung
3.4 Die Beziehung zu Raum und Ort
3.5 Die mobile Heimat
4. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen eines transnationalen Hintergrunds auf das Selbstverständnis und die kulturelle Selbstverortung von transkulturellen Frauen der zweiten Generation in Deutschland. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie sich kulturelle Einflüsse auf die Identitätsentwicklung auswirken und welche Strategien zur Aushandlung von Zugehörigkeiten in einer globalisierten Welt angewendet werden.
3.1 Kulturkonflikt oder Kulturelle Navigation?
Bei der Kulturkonfliktthese geht man davon aus, dass Kulturen in einem antagonistischen Verhältnis zueinanderstehen und Menschen uneindeutiger oder ambivalenter Zuordnung sich am Rande beider Kulturen befinden. Menschen mit Migrationshintergrund bleiben laut dieser These in Aufprall der Kulturen gefangen, da sie sich nicht völlig von der Herkunftskultur lösen können und gleichzeitig auch nicht völlig von der Aufnahmegesellschaft akzeptiert werden. Daher handelt es sich in diesem Sinn um marginalisierte Personen, die sich als Grenzgänger irgendwo dazwischen befinden.
Ganz im Gegensatz dazu steht die These der kulturellen Navigation. Sie geht nicht von einheitlichen und abgeschlossenen Kugelkulturen aus, welche sich gegenseitig voneinander abstoßen. Kulturelle Navigation erkennt an, dass Kulturen heterogen sind und sich in einem komplexen Verhältnis zueinander befinden. Kulturelle Navigation richtet sich auch gegen die Auffassung, dass Individuen mit Migrationshintergrund den kulturellen Differenzen hilflos ausgeliefert wären. Es wird davon ausgegangen, dass Individuen aktive Subjekte darstellen, welche kulturelle Differenzen erfolgreich selbstständig bewältigen können.
Einleitung: Einführung in die Thematik der Identitätskonstruktion transkultureller Migranten und Definition der wissenschaftlichen Zielsetzung.
1. Kultur und Identität: Theoretische Grundlegung der Begriffe Kultur und Identität sowie deren enge Verschränkung durch den Prozess der Enkulturation.
2. Hybridität: Auseinandersetzung mit dem Konzept der Hybridität, inklusive des Modells der Transkulturalität und der Theorie spätmoderner Identitätsarbeit.
3. Die Konstruktion einer kulturellen Identität: Analyse der praktischen Aushandlung von Identität durch Konzepte wie kulturelle Navigation, Zugehörigkeit und die mobile Heimat.
4. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, die verdeutlicht, dass Betroffene hybride Identitäten als gewinnbringende Ressourcen nutzen.
Identität, Hybridität, Transkulturalität, Migration, Zugehörigkeit, Kulturelle Navigation, Kulturkonflikt, Selbstverortung, Patchwork-Identität, Ethnologie, Identitätsarbeit, Globalisierung, Migrationshintergrund, Sozialisation, Lebenswelten.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Lebensentwürfen und der Identitätskonstruktion von Frauen der zweiten Migrationsgeneration, die sich zwischen verschiedenen Kulturen bewegen.
Die zentralen Themenfelder sind kulturelle Hybridität, transkulturelle Sozialisation, Identitätsarbeit sowie der Umgang mit Zugehörigkeitsgefühlen in einer globalisierten Welt.
Ziel ist es zu ergründen, wie transkulturelle Frauen ihre Identität konstruieren und welche Dynamiken bei der Aushandlung von Zugehörigkeiten im Kontext von Migration eine Rolle spielen.
Die Autorin verwendete die Methode des qualitativen ethnographischen Interviews, um durch die individuellen Perspektiven der Befragten tiefere Einblicke in deren subjektive Wahrnehmung zu erhalten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Konzepte wie Hybridität und Identität sowie in eine Analyse der Konstruktion von Identität anhand von Themen wie Raum, Ort, Fremd- und Selbstdifferenzierung.
Wichtige Begriffe sind Identität, Hybridität, Transkulturalität, kulturelle Navigation und Patchwork-Identität.
Während die Kulturkonfliktthese Migranten als marginalisierte Personen in einem unlösbaren Dilemma sieht, begreift die kulturelle Navigation sie als aktive Subjekte, die ihre Identität flexibel und selbstbewusst zwischen verschiedenen Welten steuern.
Das Konzept beschreibt, dass Heimat nicht zwingend an einen festen geographischen Ort gebunden sein muss, sondern als subjektive, flexible Bindung verstanden wird, die auf persönlichen Beziehungen und Netzwerken basiert.
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