Fachbuch, 2020
59 Seiten
1 Einleitung
2 Erfordernis einer Banken- und Finanzmarktregulierung für die europäische Währungsunion
2.1 Risikoverbund aus Banken und Staaten
2.2 Nationale Befangenheit in der Bankenaufsicht
2.3 Blockade im Transmissionsmechanismus
2.4 Wettbewerbsverzerrung wegen Systemrelevanz
3 Die drei Säulen der Europäischen Banken- und Finanzmarktregulierung
3.1 Einheitlicher Rechtsrahmen der Europäischen Bankenunion
3.2 Europäische Bankenaufsichtsbehörde
3.3 Einheitliche Bankenaufsicht
3.3.1 Klassifizierung der beaufsichtigten Institute
3.3.2 Bankenaufsicht innerhalb der EZB
3.3.3 Interessenkonflikte der EZB
3.4 Einheitlicher Abwicklungsmechanismus
3.4.1 Richtlinien zur Sanierung und Abwicklung
3.4.2 Instrumente der Abwicklung und Restrukturierung
3.4.3 Aufbau des Abwicklungsfonds
3.5 Einlagensicherung
3.5.1 Umfang und Finanzierung
3.5.2 Inanspruchnahme
4 Nachbesserungsbedarf bei Banken- und Finanzmarktaufsicht
4.1 Gläubigerbeteiligung
4.2 Eigenkapitalunterlegung von Staatsanleihen
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht die europäische Banken- und Finanzmarktaufsicht als Reaktion auf die Finanz- und Eurokrise und analysiert, wie die Europäische Bankenunion dazu beiträgt, den Risikoverbund zwischen Banken und Staaten zu verringern sowie die Finanzmarktstabilität zu sichern.
2.1 Risikoverbund aus Banken und Staaten
In der EWU sind die Banken grenzüberschreitend aktiv und dabei auch dicht mit ihren jeweiligen Staaten verflochten. Dadurch stellte sich ein Teufelskreis aus Banken- und Staatsschuldenkrise ein. Jene Bankenkrisen sorgen für Staatsschuldenkrisen, wenn die Staaten, um eine systemische Bankenkrise abzuwenden, genötigt sind, ihre bedeutsamen und mit dem restlichen Finanzsystem umfassend vernetzten Banken durch öffentliche Mittel zu retten. Da Banken über einen zu geringen Eigenkapitalanteil verfügen, um Defizite auffangen zu können, machen sie eine hohe Verschuldung umso krisenanfälliger. Zudem kann schon aufgrund einer gegenseitigen hohen Vernetzung der Banken untereinander die Insolvenz einer alleinigen großen und starken mit dem restlichen Bankensystem verbundenen Bank zu einer Systemkrise führen. Jedoch kann eine starke Verschuldung des Staates ebenfalls zu einer Destabilisierung des nationalen Bankensektors beitragen. Denn dadurch, dass die Banken einen enormen Anteil der einheimischen Staatsschuld halten, ohne diese mit Eigenkapital unterlegen zu müssen, sind sie bei Wertverlusten ihrer gehaltenen Staatsanleihen gezwungen Bilanzverluste zu verbuchen, welche ihr Eigenkapital reduzieren und sie folglich in eine finanzielle Schieflage bringen können. Dieser Zustand lässt wiederum staatliche Rettungsaktionen erforderlich werden. Hierzu kann Anhang 1 zur weiteren Veranschaulichung herangezogen werden.
1 Einleitung: Stellt die Motivation für die Bankenunion als Lehre aus der Finanz- und Eurokrise dar und erläutert die Forschungsfrage.
2 Erfordernis einer Banken- und Finanzmarktregulierung für die europäische Währungsunion: Analysiert die systemischen Schwachstellen der Eurozone, insbesondere den Teufelskreis zwischen Banken und Staaten.
3 Die drei Säulen der Europäischen Banken- und Finanzmarktregulierung: Beschreibt den rechtlichen Rahmen sowie die Instrumente der Bankenaufsicht, Abwicklung und Einlagensicherung.
4 Nachbesserungsbedarf bei Banken- und Finanzmarktaufsicht: Diskutiert Verbesserungsvorschläge hinsichtlich Gläubigerbeteiligung und Eigenkapitalunterlegung von Staatsanleihen.
5 Fazit: Zieht eine kritische Bilanz zum aktuellen Stand der Bankenunion und bewertet deren Wirksamkeit für die Stabilität der Währungsunion.
Europäische Bankenunion, Finanzmarktaufsicht, Risikoverbund, Staatsschuldenkrise, Single Supervisory Mechanism, SSM, Abwicklungsmechanismus, SRM, Einlagensicherung, Basel III, Eigenkapitalunterlegung, Systemrelevanz, Finanzstabilität, Bail-In, Bankenregulierung.
Die Arbeit analysiert die Europäische Bankenunion und ihre Instrumente als Antwort auf die Finanz- und Staatsschuldenkrise in der Eurozone.
Die zentralen Felder sind Bankenaufsicht, Abwicklungsmechanismen für Banken, Einlagensicherung und die regulatorische Eigenkapitalunterlegung.
Das Ziel ist es, die Effizienz und Wirkung der Bankenunion-Instrumente kritisch zu analysieren und notwendige Nachbesserungen zur Stabilitätssicherung aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Dokumentenanalyse der einschlägigen EU-Verordnungen und ökonomischen Analysen zur Finanzmarktregulierung.
Der Hauptteil gliedert sich in die drei Säulen der Bankenunion (SSM, SRM, Einlagensicherung) und deren Anwendung in der Praxis sowie in Verbesserungsmöglichkeiten.
Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Bankenunion, Risikoverbund, Finanzstabilität, Bail-In-Regeln und Eigenkapitalunterlegung.
Der Risikoverbund beschreibt die wechselseitige Abhängigkeit, bei der Banken in Staatsschulden investieren und Staaten gleichzeitig gezwungen sind, systemrelevante Banken in der Krise zu stützen.
Der Autor kritisiert die existierenden Ausnahmeregelungen und den Ermessensspielraum der Behörden, die eine vollständige Entkopplung der Risiken von Banken und Staaten noch nicht ermöglichen.
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