Bachelorarbeit, 2019
79 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Das sozialpädagogische Arbeitsfeld
2.2. Der Bereich Elementarpädagogik
2.2.1 Besonderheiten des elementarpädagogischen Arbeitsfelds
2.2.2 Kompetenz- und Eigenschaftsanforderungen an elementarpädagogische Fachkräfte
2.2.3 Teamarbeit als vorrangige Arbeitsform
2.2.4 Selbstreflexion als Schlüsselkompetenz
2.2.5 Emotionsarbeit
2.3 Die Dunkle Triade der Persönlichkeit
2.3.1 Narzissmus
2.3.2 Machiavellismus
2.3.3 Psychopathie
2.4 Forschungsstand zur Dunklen Triade
2.4.2 Die Dunkle Triade im beruflichen Kontext
2.4.3 Auswirkungen dunkler Eigenschaften im beruflichen Kontext
2.4.4 Auswirkungen im elementarpädagogischen Arbeitsfeld
2.5. Präzisierung der Forschungsthematik
3 Forschungsmethode
3.1 Auswahl der Methode
3.2 Der Fragebogen
3.3 Vorstellung der Teilnehmer
3.4 Stichprobe
3.5 Rahmenbedingungen
3.6 Auswertung Fragebogen
3.6.1 Quantitative Auswertung
3.6.2 Qualitative Inhaltsanalyse nach P. Mayring
4 Ergebnisse
4.1 Narzissmus
4.2 Machiavellismus
4.3 Psychopathie
5 Interpretation der Ergebnisse
5.1 Reflexion der Methode
5.2 Reflexion Befragungsinstrument
5.2.1 Der Fragebogen als Messinstrument
5.2.2 Die Items
6 Fazit
Die Arbeit untersucht das Vorkommen und die Auswirkungen der sogenannten „Dunklen Triade“ (Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie) bei pädagogischen Fachkräften im elementarpädagogischen Arbeitsfeld, um ein besseres Verständnis für antisoziale Verhaltensweisen in diesem von Team- und Emotionsarbeit geprägten Umfeld zu entwickeln.
2.3 Die Dunkle Triade der Persönlichkeit
Die Dunkle Triade der Persönlichkeit setzt sich aus den sozial unerwünschten Merkmalen Narzissmus, Machiavellismus uns Psychopathie zusammen. Diese haben einen gemeinsamen Kern, der in emotionaler Kälte d.h. einem Mangel an Empathiefähigkeit besteht und sich in geringer Verträglichkeit äußert.25 Nachfolgend wird eine getrennte Beschreibung der drei Eigenschaften gegeben.
Unter den drei Konstrukten der dunklen Triade stellt der Narzissmus derzeit die am besten untersuchteste Komponente dar.26 Der Name für diese Persönlichkeitseigenschaft ist der griechischen Mythologie entnommen, laut der der von allen verehrte Jüngling Narziss nachdem er die Nymphe Echo abgewiesen hatte, mit unstillbarer Selbstliebe bestraft wird, die ihn schließlich das Leben kostet: Narziss blickt in einen See, verliebt sich in sein Spiegelbild und ertrinkt bei dem Versuch, sich selbst zu umarmen.27
Der ICD-10 führt die narzisstische Persönlichkeitsstörung als F60.8 unter einer Restkategorie auf und verweist dabei auf 9 Merkmale, von denen mindestens 5 zutreffen müssen, um eine Persönlichkeitsstörung dieser Art diagnostizieren zu können:
Größengefühl; Phantasien über unbegrenzten Erfolg, Macht, Schönheit oder ideale Liebe; Gefühl der Einmaligkeit; Bedürfnis nach übermäßiger Bewunderung; Unbegründete Anspruchshaltung; Ausnützen von zwischenmenschlichen Beziehungen; Mangel an Empathie; Neidgefühle oder Überzeugung, beneidet zu werden; Arrogantes, hochmütiges Verhalten28
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Konzept der „Dunklen Triade“ ein und begründet die Relevanz der Untersuchung für das sozialpädagogische Arbeitsfeld.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel definiert das elementarpädagogische Arbeitsfeld, beleuchtet dessen spezifische Anforderungen und beschreibt die Merkmale der Dunklen Triade sowie den aktuellen Forschungsstand.
3 Forschungsmethode: Hier wird das methodische Vorgehen erläutert, das auf einer Kombination aus standardisierten Fragebögen („Niederträchtige Neun“) und qualitativer Inhaltsanalyse basiert.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung und die prozentuale Verteilung der Persönlichkeitsmerkmale Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie unter den befragten Fachkräften.
5 Interpretation der Ergebnisse: Die Befunde werden interpretiert, wobei die unterschiedlichen Auswirkungen der Merkmale auf die Teamdynamik und die Interventionsmöglichkeiten diskutiert werden.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Vorkommen der Dunklen Triade in diesem Bereich identifiziert werden konnte und gibt Ausblicke auf die Notwendigkeit professioneller Umgangsweisen.
Dunkle Triade, Narzissmus, Machiavellismus, Psychopathie, Elementarpädagogik, Sozialpädagogik, Teamarbeit, Emotionsarbeit, antisoziales Verhalten, Persönlichkeitspsychologie, Konfliktkultur, Berufsfeld, Arbeitspsychologie, Führung, Erzieher.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Vorkommen und den Auswirkungen von Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie (der „Dunklen Triade“) bei Fachkräften in Kindertageseinrichtungen.
Die zentralen Themen sind die spezifischen Anforderungen des pädagogischen Berufsfelds, die Identifizierung antisozialer Verhaltensweisen bei Kollegen und die damit verbundenen Herausforderungen für das Teamklima.
Das Ziel ist es, erstmals zu untersuchen, ob und wie diese negativen Persönlichkeitseigenschaften im „weichen“ Feld der Elementarpädagogik auftreten und welche Auswirkungen dies auf die pädagogische Arbeit und die Teamstruktur hat.
Es wurde eine Querschnittsstudie durchgeführt, bei der 50 pädagogische Fachkräfte mittels eines Fragebogens (basierend auf den „Niederträchtigen Neun“) befragt wurden, ergänzt durch eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Abgrenzung des Arbeitsfeldes, der Definition der Dunklen Triade, der Darstellung des Forschungsdesigns sowie der detaillierten Auswertung der empirischen Daten.
Wichtige Begriffe sind Dunkle Triade, Elementarpädagogik, Teamarbeit, antisoziales Verhalten und Emotionsarbeit.
Die Studie zeigt, dass über die Hälfte der Befragten narzisstische Verhaltensweisen bei Kollegen wahrnehmen, was auf eine hohe Präsenz dieses Merkmals im pädagogischen Alltag hindeutet.
Während Narzissmus oft noch mit einem gewissen Maß an Gemeinschaftsfähigkeit oder Toleranz innerhalb des Teams verknüpft wird, lösen Machiavellismus und Psychopathie meist eher ablehnende oder distanzierende Reaktionen aus.
Mikropolitik bezeichnet die alltäglichen Strategien von Mitarbeitern zur Machtsicherung oder -erweiterung, wie beispielsweise Anschwärzen oder Koalitionsbildungen, die in einem harmonieorientierten Umfeld wie dem Kindergarten zu Konflikten führen können.
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