Fachbuch, 2020
61 Seiten
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmungen
2.1 Kinderdelinquenz
2.2 Jugenddelinquenz
2.3 Dunkelfelddelinquenz
3 Ursachen
4 Kriminalitätsentwicklungen
4.1 Rechtlich
4.2 Jugend
4.3 Projekt junge Sexualstraftäter
4.4 Relevanz für das Individuum / Ablauf der Jugendgerichtsbarkeit
4.5 Freiheitsentziehung nach § 1631b BGB
5 Mädchen und Jungen
5.1 Kindheit
5.2 Jugend und Pubertät
5.3 Jungen
6 Entwicklung der Gewaltbereitschaft
7 Migration und Jugendkriminalität
7.1 Allgemein
7.2 Studie: Popularisation von Jugenddelinquenz anhand von Migrationstypizität
7.3 Studie: Zürcher Hochschule
8 Vielfach/Intensivtäter
9 Täter/Opfer Ausgleich / Restorative Justice
9.1 Allgemein
9.2 Fallbeispiel
10 Prävention
10.1 Entwicklungen für Delinquenz
10.2 Empfehlungen für die Praxis
10.3 Coolness-Training und Anti-Aggressions-Training
11 Strafrechtliche Einschätzung
11.1 Gewalttätige Jugendliche
11.2 Differenz zwischen Justiz und Jugendhilfe
11.3 Rechtsfolgen der Tat
12 Fazit
Die Arbeit untersucht die Ursachen, Erscheinungsformen und Entwicklungen von Jugendkriminalität und Gewalt, um daraus fundierte Präventionsansätze für die Soziale Arbeit abzuleiten und die Rolle des Strafrechts kritisch zu beleuchten.
Projekt junge Sexualstraftäter
Minderjährige, die durch sexuell unangepasstes Verhalten auffallen, brauchen externe Hilfe, denn dieses Thema ist eines, welches häufig totgeschwiegen wird. Die Stadt Hamburg entschied sich im Juni 2005 ein Projekt ins Leben zu rufen, das sich mit minderjährigen Sexualstraftätern auseinandersetzen soll, da große Defizite bei den bisherigen Modellen und Maßnahmen erkannt wurden. Dieses Modellprojekt in Hamburg für sexuell auffällige Minderjährige hat die Intention, einen realistischen Ablauf für den Vorgang des sexuellen Übergriffs zu bewerkstelligen und zeitige Interventionen zur Verfügung zu stellen. Dieses Projekt, das auf drei Jahre ausgelegt war, sicherte die Vernetzung aller Beteiligten in einem großen Umfeld, unter anderem Jugendamt, Schulen, Justiz, Behörden.
Im Mittelpunkt stand nach Strafgesetzbuch 13. Abschnitt, §§ 174 bis 184 die polizeiliche Meldung über alle Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung durch Minderjährige. Im sogenannten FIT (Familieninterventionsteam) wurden alle Jugendlichen und ihre Erziehungsberechtigten innerhalb der ersten Tage nach Meldeeingang in ihrem Zuhause besucht und zum Vorfall befragt und je nach Bedarf wurden auch gleich Erziehungsmaßnahmen hinzugezogen bzw. empfohlen. Auch die Schwere der Tat wurde bewertet, sowie eine psychologische Teildiagnostik (nach Zustimmung der Kinder und Jugendlichen) durchgeführt.
1 Einleitung: Einführung in das Thema Gewalt bei Kindern und Jugendlichen sowie Darstellung der Relevanz für die Soziale Arbeit.
2 Begriffsbestimmungen: Definition der Begriffe Kinder- und Jugenddelinquenz sowie Erläuterung der Dunkelfeldforschung.
3 Ursachen: Analyse psychosozialer und biologischer Risikofaktoren für die Entstehung von Delinquenz.
4 Kriminalitätsentwicklungen: Betrachtung rechtlicher Rahmenbedingungen und aktueller Kriminalitätsstatistiken im Jugendbereich.
5 Mädchen und Jungen: Untersuchung der geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Gewaltanwendung und Sozialisation.
6 Entwicklung der Gewaltbereitschaft: Analyse von Einflüssen wie Medien und Sozialisation auf die Aggressivität Jugendlicher.
7 Migration und Jugendkriminalität: Diskussion des Zusammenhangs zwischen Migrationserfahrungen und Delinquenz anhand von Studien.
8 Vielfach/Intensivtäter: Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Mehrfachtäter und den Grenzen des Begriffs Intensivtäter.
9 Täter/Opfer Ausgleich / Restorative Justice: Vorstellung opferorientierter Justizansätze und ihrer Bedeutung für die Soziale Arbeit.
10 Prävention: Darstellung verschiedener Präventionsprogramme und Empfehlungen für die praktische Arbeit.
11 Strafrechtliche Einschätzung: Erörterung der Rolle der Justiz und der Rechtsfolgen bei jugendlichem Fehlverhalten.
12 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der rückläufigen Jugendgewalt und Bedeutung eines ganzheitlichen Präventionskonzepts.
Jugendkriminalität, Gewaltprävention, Soziale Arbeit, Delinquenz, Restorative Justice, Intensivtäter, Migration, Jugendgerichtshilfe, Aggressionspotenzial, Sozialisation, Strafmündigkeit, Resozialisierung.
Die Arbeit befasst sich mit den Hintergründen, Erscheinungsformen und Präventionsmöglichkeiten von Gewalt und Kriminalität bei Kindern und Jugendlichen, eingebettet in den Kontext der Sozialen Arbeit.
Die Schwerpunkte liegen auf der Ursachenforschung, geschlechtsspezifischen Aspekten, der Rolle von Migration, dem Umgang mit jugendlichen Mehrfachtätern sowie rechtlichen und pädagogischen Interventionsstrategien.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das abweichende Verhalten junger Menschen zu schaffen, um wirksame und langfristig wertvolle Präventionsmaßnahmen durch die Soziale Arbeit zu ermöglichen.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, die Einbeziehung kriminologischer Statistiken und die Auswertung relevanter Fallbeispiele und Studien.
Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Kriminalität, differenziert nach Geschlecht und Herkunft, beleuchtet die Praxis der Jugendgerichtsbarkeit und bewertet Methoden wie Coolness-Training und Täter-Opfer-Ausgleich.
Die Kernbegriffe sind Jugendkriminalität, Gewaltprävention, Soziale Arbeit, Restorative Justice, Intensivtäter und Migration.
Die Unterscheidung ist aufgrund der rechtlichen Strafmündigkeit in Deutschland, die mit 14 Jahren beginnt, sowie entwicklungspsychologischer Unterschiede essenziell.
Die Arbeit zeigt, dass Migration allein kein direkter Faktor für Kriminalität ist; vielmehr sind soziale Umstände, Bildungschancen und die Integrationserfahrung entscheidende Variablen.
Dieses Modell beschreibt, dass die Entwicklung von Delinquenz sowohl von individuellen Anlagen des Menschen als auch von belastenden Einflüssen durch das soziale Umfeld abhängt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

