Fachbuch, 2020
70 Seiten
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Unternehmensbewertung und präsentiert die in Theorie und Praxis relevanten Bewertungsmethoden. Obwohl die in dieser Arbeit als klassische Methoden klassifizierten Verfahren die etablierten Instrumente in der Bewertungspraxis darstellen, werden sie aufgrund der fehlenden Quantifizierung der Flexibilität des Unternehmensmanagements in Frage gestellt. Neben den konzeptionellen Fehlern wird die Schwäche hinsichtlich der Darstellung von Flexibilitäten genauer untersucht und mit dem Realoptionsansatz ein Konzept vorgestellt, das diese Freiheitsgrade eines Unternehmens quantifizieren kann. Der Realoptionsansatz basiert auf einer Analogie zu Finanzoptionen, zur Quantifizierung von Optionswerten wird die Optionspreistheorie verwendet. Die Defizienz des Realoptionsansatzes liegt vor allem in der hohen mathematischen Komplexität und der Schwäche der Übertragbarkeit der Optionspreistheorie, sowie in einem Informations-, Analyse- und Bewertungsproblem. Der Realoptionsansatz als alleinige Methode eignet sich nicht für die Durchführung von Bewertungen ganzer Unternehmen, kann aber unter bestimmten Bedingungen als komplementäres Instrument zu klassischen Methoden eine Verbesserung der Bewertungssituation erzielen, insbesondere für Unternehmen mit hoher Unsicherheit hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Zukunft. Ob der Realoptionsansatz als komplementäre Methode eingesetzt werden soll, hängt davon ab, ob der enorme Aufwand durch bestehende Optionswerte gerechtfertigt werden kann.
Unternehmensbewertung, Realoptionsansatz, klassische Bewertungsmethoden, Handlungsflexibilitäten, Optionspreistheorie, Finanzoptionen, Realoptionen, Bewertungsprobleme, Anwendungsgebiete, praktische Anwendbarkeit.
Der Realoptionsansatz ist eine Bewertungsmethode, die Handlungsflexibilitäten des Managements (z.B. Aufschub, Erweiterung oder Abbruch eines Projekts) wie Finanzoptionen quantifiziert.
Klassische Verfahren gehen oft von einem passiven Management aus und können den Wert von strategischen Handlungsspielräumen und Flexibilitäten bei hoher Unsicherheit nicht ausreichend erfassen.
Investitionsmöglichkeiten werden als Kaufoptionen auf reale Vermögenswerte betrachtet. Der Basiswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cashflows, und der Ausübungspreis den Investitionskosten.
Er eignet sich besonders für Unternehmen oder Projekte mit hoher Unsicherheit und großen Handlungsspielräumen, um den „reellen“ Wert über die klassischen Methoden hinaus zu bestimmen.
Kritikpunkte sind die hohe mathematische Komplexität (z.B. Binomial-Modell), Probleme bei der Datenbeschaffung und die oft schwierige Übertragbarkeit von Annahmen aus dem Finanzmarkt auf reale Projekte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

