Bachelorarbeit, 2019
63 Seiten, Note: 1,3
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
A. Einleitung
I. Problemstellung und Zielsetzung
II. Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
B. Theoretische Grundlagen
I. Betriebswirtschaftliche Grundlagen
1. Der Grundgedanke des Indexfonds
2. Der MSCI World Index als diversifizierte Investmentmöglichkeit
3. Rechtsbeziehungen der Beteiligten
4. Ertragsverwendungsformen bei Indexfonds
a) Ausschüttender ETF
b) Thesaurierender ETF
II. Steuerliche Grundlagen
1. Einkünfte aus Kapitalvermögen nach § 20 EStG.
a) Abgrenzung zu anderen Einkunftsarten
b) Abgeltungsteuer
c) Günstigkeitsprüfung
2. Persönliche Steuerpflicht
C. Besteuerung in der Praxis nach dem neuen Investmentsteuergesetz
I. Besteuerung auf Fondsebene
1. Inländische Erträge
a) Körperschaftsteuer
b) Gewerbesteuer
2. Ausländische Erträge
a) Quellensteuer und Doppelbesteuerungsabkommen am Beispiel der USA
b) Problem der Abkommensberechtigung beim Investmentfonds
c) Lösungsmöglichkeiten
3. Zusammenfassung
II. Besteuerung auf der Ebene des Anlegers
1. Abgeltungsteuer und Werbungskosten
2. Sparerpauschbetrag
3. Anrechnung der ausländischen Steuer nach Günstigkeitsprüfung
III. Berechnung der Bemessungsgrundlage bei thesaurierenden und ausschüttenden Fonds
1. Vorabpauschale
a) Vorabpauschale als Sofort-Mindestbesteuerung einer risikolosen Marktverzinsung
b) Berechnung der Vorabpauschale
c) Vorabpauschale bei unterjährigem Erwerb
2. Endgültige Besteuerung nach Teilfreistellung
IV. Besteuerung von Anlagenverkäufen
1. Besteuerung des Veräußerungsgewinns von thesaurierenden und ausschüttenden Fonds
a) Ermittlung des Gewinns
b) Endgültige Besteuerung nach Teilfreistellung
2. Kritische Betrachtung der Verkaufsbesteuerung
V. Auswirkungen von Verlusten aus der Veräußerung auf die Besteuerung
1. Verlustvortrag
2. Verrechnung von Verlusten innerhalb eines Steuerjahres
a) Verrechnung mit anderen Einkünften aus Kapitalvermögen
b) Verrechnung mit anderen Einkunftsarten
VI. Zwischenfazit
D. Kritische Betrachtung der Besteuerung des Indexfonds
I. Problemfelder der Doppelbesteuerung und der Teilfreistellung
1. Das Übermaßverbot
2. Kritik an der Teilfreistellung
II. Probleme der Vorabpauschale
III. Ausgewählte Problemfelder der Abgeltungsteuer
1. Gleichmäßigkeit der Besteuerung und Leistungsfähigkeitsprinzip
2. Kein Teileinkünfteverfahren im Privatvermögen
3. Besserstellung von Zinserträgen und Berücksichtigung ausländischer Steuern
4. Perspektiven
E. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die steuerrechtliche Behandlung von Indexfonds unter dem Investmentsteuergesetz, insbesondere am Beispiel des MSCI World, und bewertet die Bedeutung dieser steuerlichen Rahmenbedingungen für Privatanleger bei der Entscheidungsfindung für eine Geldanlage.
3. Rechtsbeziehungen der Beteiligten
Beim Investment in einen Indexfonds stehen sich nicht nur der Anleger und der Fonds gegenüber. Es entstehen komplexe Rechtsbeziehungen, die als sogenanntes Investmentdreieck bezeichnet werden.35 Ein Bestandteil des Dreiecks ist der Anleger selbst.36
Daneben spielt die Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) eine wichtige Rolle. Kapitalverwaltungsgesellschaften sind Unternehmen, deren Geschäftsbereiche darauf ausgerichtet sind, Fonds zu verwalten und im KAGB geregelte Dienstleistungen und Nebendienstleistungen im Zusammenhang mit dem Fondsgeschäft zu betreiben.37 Über sie können Indexfonds erworben werden.38 Beim ETF handelt es sich jedoch um einen Indexfonds, der direkt an der Börse gehandelt wird. Hauptzweck der KVG ist die Verwaltung von Sondervermögen. Damit ist die Fondsverwaltung gemeint, also die Vermögensverwaltung für eine Vielzahl von Anlegern.39 Das Investmentvermögen wird zum Sondervermögen gem. § 1 Abs. 1 und 2 KAGB und wird
strikt vom eigenen Vermögen der KVG getrennt.40 Das kommt dem investierten Vermögen insofern zu Gute, dass es z. B. im Falle der Insolvenz der KVG erhalten bleibt.41 Zwischen den beiden erstgenannten Parteien entsteht ein Treuhandverhältnis.42
Der dritte Player im Investmentdreieck ist die Verwahrstelle, vormals Depotbank genannt. Zur Verwahrung des Investmentvermögens muss die KVG ein anderes (Kredit-) Institut beauftragen.43 Zu den Aufgaben der Verwahrstelle zählen die Ausgabe und Rücknahme der Anteile sowie die Kontrolle der Verwahrung.44 „Bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben handelt die Verwahrstelle unabhängig von der KVG bzw. der Investmentgesellschaft“. 45 Darst. 3 verdeutlicht das Dreieck.
A. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Niedrigzinsphase und das daraus resultierende Interesse von Privatanlegern an ETFs sowie die Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit.
B. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert betriebswirtschaftliche Grundlagen von Indexfonds und dem MSCI World sowie steuerliche Basisprinzipien nach dem EStG.
C. Besteuerung in der Praxis nach dem neuen Investmentsteuergesetz: Hier wird detailliert die Besteuerung auf Fonds- und Anlegerebene, die Berechnung der Vorabpauschale, Teilfreistellungen sowie die Besteuerung von Verkäufen und Verlusten erklärt.
D. Kritische Betrachtung der Besteuerung des Indexfonds: Eine kritische Analyse der steuerlichen Systematik, insbesondere hinsichtlich der Doppelbesteuerung, des Übermaßverbots und der Gleichmäßigkeit der Besteuerung.
E. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die steuerlichen Herausforderungen zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass steuerliche Überlegungen zwar relevant, aber kein Hindernis für eine ETF-Anlage sein sollten.
Investmentsteuergesetz, Indexfonds, ETF, MSCI World, Abgeltungsteuer, Vorabpauschale, Teilfreistellung, Privatanleger, Quellensteuer, Doppelbesteuerung, Steuererklärung, Kapitalertragsteuer, Sparerpauschbetrag, Besteuerung, Depotbank.
Die Arbeit behandelt die steuerlichen Aspekte bei der Investition in Indexfonds (ETFs) für Privatanleger unter Berücksichtigung des Investmentsteuergesetzes.
Die zentralen Themen umfassen die Besteuerung auf Fonds- und Anlegerebene, die Berechnungsmethoden für Erträge (Vorabpauschale) sowie die kritische Prüfung verfassungsrechtlicher Aspekte wie der Doppelbesteuerung.
Das Ziel ist es, dem Leser die Besteuerung von Indexfonds transparent zu machen und zu prüfen, welche steuerlichen Überlegungen vor einem Investment für den Privatanleger tatsächlich entscheidend sind.
Die Arbeit verwendet eine Kombination aus theoretischer Fundierung durch einschlägige Fachliteratur und praktischer Anwendung anhand konkreter Fallbeispiele, um die Auswirkungen des Steuerrechts verständlich zu machen.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Besteuerung von in- und ausländischen Erträgen, der Rolle von Doppelbesteuerungsabkommen, der Berechnung der Vorabpauschale und der Veräußerungsbesteuerung nach Teilfreistellung.
Die Arbeit wird durch Fachbegriffe wie Investmentsteuergesetz, Vorabpauschale, Teilfreistellung, Abgeltungsteuer und MSCI World definiert.
Das Fondsdomizil beeinflusst die Anwendbarkeit von Doppelbesteuerungsabkommen, was darüber entscheidet, ob Quellensteuern auf Fondsebene reduziert oder vermieden werden können.
Die Günstigkeitsprüfung ermöglicht es Anlegern, ihre Kapitaleinkünfte stattdessen dem individuellen Einkommensteuertarif zu unterwerfen, sofern dieser niedriger als der Abgeltungsteuersatz ist.
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