Fachbuch, 2020
227 Seiten
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Bezugsrahmen und Abgrenzung
1.4 Forschungsstand
1.5 Methodik und Vorgehensweise
2 Die Immobilienwirtschaft – eine kurze Einführung
3 Die Projektentwicklung – Grundlagen und Definitionen
3.1 Projektentwicklungsphasen
3.2 Immobilien-Lebenszyklen
4 Redevelopment
4.1 Immobilienwirtschaftliche Betrachtung der Chancen und Risiken
4.2 Strategische Projektentwicklung im Bestand
4.3 Gegen den Trading-Down-Effekt – Redevelopment als Lenkungsimpuls
5 Redevelopment und die Bedeutung innerhalb der Stadtentwicklung
5.1 Stadterneuerung und die Veränderungen des städtischen Nutzungsgefüges
5.2 Steuerungsinstrumente der Stadtentwicklung
5.2.1 Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen
5.2.2 Bund-Länder-Programm Stadtumbau
5.2.3 Programme der Städtebauförderung
5.3 Räumliche Grenzen der Stadtentwicklung
6 Redevelopment: Stadtreparatur als Beitragsleistung zur Entwicklung
6.1 Redevelopment auf Stadtplanungsebene
6.2 Strategische Ansätze der Umfeldverbesserung
7 Praxisbeispiel „Impulsquartier Lange Straße“
7.1 Standortvorstellung
7.1.1 Mikro- und Makrostandortanalyse
7.1.1.1 Makrostandort – Räumliche Funktion
7.1.1.2 Makrostandort – Standortimage
7.1.1.3 Makrostandort – Verkehrsanbindung
7.1.1.4 Makrostandort – Demografischer Wandel
7.1.1.5 Markt- und Wettbewerbssituation
7.1.1.6 Makrostandort – Einzelhandelsfunktion
7.1.1.7 Mikrostandort – Viersen-Dülken
7.1.1.8 Regionale Besonderheiten
7.1.2 Historische Stadt- und Raumbezüge
7.1.3 Funktionsverlust und Strukturwandel
7.1.4 Perspektive Dülken 2022
7.1.4.1 Stadteingang Melcherstiege
7.1.4.2 „Kaiser-Kino-Areal/Lange Straße“ und „Blauensteinstraße/Domhof“
7.1.4.3 Kreuzherrenschule
7.1.4.4 Wohngebiet auf dem ehemaligen Güsken-Gelände
7.2 Projektvorstellung
7.2.1 Lange Straße 46a
7.2.1.2 Lange Straße 46 (noch in Verhandlungen)
7.2.1.3 Lange Straße 48
7.2.1.4 Lange Straße 50–52
7.2.1.5 Blauensteinstraße 6
7.2.1.6 Blauensteinstraße 8
7.2.1.7 Blauensteinstraße 10
7.2.1.8 Domhof 4–6
7.2.1.9 Domhof 8
7.2.2 Ankaufsprozess und Zwischennutzung
7.2.3 Analyse und Konzeptstudie zur Neuordnung
7.2.4 Umsetzungsstrategien und wirtschaftliches Konzept
7.2.4.1 Entwicklungskonzept „Lange Straße/Kaiser-Kino-Areal“
7.2.4.2 Entwicklungskonzept „Blauensteinstraße/Domhof“
7.3 Standortbezogene Stadtentwicklungsmaßnahmen
7.3.1 Umgestaltung des öffentlichen Raums
7.3.1.1 Stadtpark Melcherstiege
7.3.1.2 Umgestaltung „Alter Markt“
7.3.1.3 Neuordnung der verkehrlichen Erschließung „Lange Straße“
7.3.2 Entwicklungsmaßnahmen der umgebenden Siedlungsfläche
8 Raum- und Stadtentwicklungsziele der Lenkungsimpulse
8.1 Umfeldverbesserung
8.2 Soziokulturelle Stadtteilstruktur
8.3 Einzelhandelsentwicklung
9 Erkenntnisgewinnung
10 Zusammenfassung und Ausblick
10.1 Fazit
10.2 Ausblick auf offene Forschungsfelder
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Redevelopment-Projekten als Instrument der Stadtentwicklung, insbesondere in strukturschwachen Städten. Dabei wird analysiert, ob durch die gezielte Entwicklung hybrider Gebäude in problematischen Quartieren eine Anstoßwirkung für eine positive Stadtentwicklung erzielt werden kann und welche Bedeutung solchen Maßnahmen künftig zukommt.
4 Redevelopment
Aus dieser Betrachtungsweise heraus versteht sich Redevelopment als Rückkopplung zum Ausgangspunkt des Lebenszyklus. Der Eingriff in der auslaufenden Lebensphase überführt durch eine erneute Projektentwicklung dem Grunde nach in ein neues Objekt.44 Der in Abbildung 5 bildlich veranschaulichte Prozess transformiert damit von der Leerstands- (1) oder der Verwertungsphase (2) durch eine erneute Konzeption (3) in einen zyklischen Kreislauf. Daher ist Redevelopment vielmehr entsprechend des Präfix „Re“ damit als eine vollständige Neupositionierung der vorhandenen Entwicklung (Development) zu verstehen.45
Entsprechend definiert sich Redevelopment als Re-Positionierung von Immobilien im Sinne einer Weiterentwicklung, die auch eine Nutzungs- oder Zweckänderung beinhalten kann.46 Oft bleiben wesentliche Teile des Rohbaus erhalten, dabei werden die Baumassen jedoch signifikant verändert und sofern möglich stets erhöht.47 Aber auch der vollständige Rückbau und der Wiederaufbau eines neuen Projektes auf vorhandenem Grund und Boden ist Teil des Redevelopments. Vorrangig geht es dann um die Re-Positionierung des Grundstückes – oft in städtebaulich bedeutenden Lagen. Zusammenfassend ist damit sowohl eine Revitalisierung im Sinne einer erheblichen Qualitäts- und Ausstattungsanpassung als auch die Umnutzung der Immobilie mit wesentlichen baulichen Veränderungen sowie das Recycling baulich bereits erschlossener Flächen gemeint.48
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die zukünftige Bedeutung von Redevelopment-Projekten für die Stadtentwicklung und die Anstoßwirkung für das Umfeld zu untersuchen.
2 Die Immobilienwirtschaft – eine kurze Einführung: Dieses Kapitel erläutert die Immobilie als Wirtschaftsgut und Sozialgut sowie die komplexen Marktstrukturen, die für das Verständnis der Immobilienökonomie essentiell sind.
3 Die Projektentwicklung – Grundlagen und Definitionen: Hier werden die Grundlagen der Projektentwicklung, die Phasenmodelle sowie der Immobilien-Lebenszyklus als Basis für nachfolgende Analysen behandelt.
4 Redevelopment: Das Kapitel definiert Redevelopment als eine Form der Neupositionierung von Bestandsimmobilien und analysiert die damit verbundenen Chancen, Risiken sowie den Trading-Down-Effekt.
5 Redevelopment und die Bedeutung innerhalb der Stadtentwicklung: Hier wird die Rolle des Redevelopments im Kontext der Stadterneuerung, relevanter Steuerungsinstrumente und der räumlichen Grenzen der Stadtentwicklung eruiert.
6 Redevelopment: Stadtreparatur als Beitragsleistung zur Entwicklung: Dieses Kapitel untersucht, wie kommunale Akteure durch Redevelopment-Projekte als Initialzünder fungieren können, um kollektive städtebauliche Defizite zu lösen.
7 Praxisbeispiel „Impulsquartier Lange Straße“: Das Fallbeispiel der Stadt Viersen illustriert die praktische Anwendung von Redevelopment-Maßnahmen und Impulsquartieren zur Revitalisierung strukturschwacher Altstadtbereiche.
8 Raum- und Stadtentwicklungsziele der Lenkungsimpulse: Hier werden die strategischen Raum- und Stadtentwicklungsziele analysiert, die durch die in Kapitel 7 beschriebenen Impulse erreicht werden sollen.
9 Erkenntnisgewinnung: Dieses Kapitel fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und reflektiert die Rolle von Redevelopment vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen.
10 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel resümiert die Forschungsfrage und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschungsfelder.
Redevelopment, Stadtentwicklung, Projektentwicklung, Immobilienwirtschaft, Bestand, Trading-Down-Effekt, Stadtreparatur, Stadterneuerung, Flächenrecycling, Quartiersaufwertung, Viersen, Dülken, Nachhaltigkeit, Immobilienökonomie.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Redevelopment-Projekten zur Aufwertung von Bestandsimmobilien und Quartieren in strukturschwachen, nicht direkt prosperierenden Städten.
Zentrale Themen sind die Projektentwicklung, die Immobilienwirtschaft, Instrumente der Stadtentwicklung, die Stadtreparatur sowie konkrete Fallbeispiele für städtebauliche Impulsprogramme.
Die Kernfrage lautet, ob hybride Gebäude außerhalb stark wachsender Metropolen wirtschaftlich sinnvoll zu zukunftsfähigen Immobilien umgebaut werden können und ob davon positive Impulse für das weitere Quartiersumfeld ausgehen.
Die Masterthesis kombiniert eine theoretische Literaturanalyse zur Immobilienwirtschaft und Stadtentwicklung mit einer empirischen Untersuchung anhand von Praxis-Fallbeispielen und Experteninterviews.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen der Projektentwicklung, die spezifische Strategie des Redevelopments sowie Steuerungsinstrumente wie das Bund-Länder-Programm Stadtumbau erörtert und anhand von Projekten in der Stadt Viersen konkretisiert.
Die wichtigsten Schlagworte sind Redevelopment, Stadtentwicklung, Immobilienwirtschaft, Bestandssanierung, Trading-Down-Effekt und städtebauliche Impulse.
Viersen dient als konkretes Praxisbeispiel, um die Anwendung von „Impulsquartieren“ zur Revitalisierung eines historischen Stadtkerns und die Herausforderungen bei der Umsetzung zu demonstrieren.
Es dient als Referenzprojekt für die Stadtreparatur, da hier durch eine großmaßstäbliche architektonische und städtebauliche Transformation ein ehemaliger Kaufhausstandort in einen zeitgemäßen Nutzungskontext überführt wurde.
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