Diplomarbeit, 2005
110 Seiten, Note: 1,7
1. Grundlegung der Arbeit
1.1 Abgrenzung der Thematik
1.2 Problemstellung
1.3 Aufstellung von Hypothesen
1.4 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
1.5 Aufbau der Arbeit
2. Begriffliche Grundlagen
2.1 Karriere
2.2 Karrieremodell
2.3 Karrieresystem
2.4 Projekt
2.5 Projektmanagement
2.6 Projektleiter
2.7 Kritische Würdigung
3. Karrieremodelle und ihre Rahmenbedingungen
3.1 Bedeutung von Karrieremodellen für ein Unternehmen
3.2 Traditionelle und neuere Ansätze von Karrieremodellen
3.2.1 Traditionelle Karrieremodelle
3.2.1.1 Das Führungskarrieremodell
3.2.1.2 Das Fachkarrieremodell
3.2.2 Neuere Ansätze von Karrieremodellen
3.2.2.1 Rotationskarriere
3.2.2.2 Serpentinenlaufbahn
3.2.2.3 Überbetriebliche Karriere
3.2.2.4 Internationale Karriere
3.2.3 Zusammenfassung der neueren Ansätze von Karrieremodellen
3.2.4 Kritische Würdigung
3.3 Elemente, Anreize und Gestaltungsmöglichkeiten von Karriere
3.3.1 Hierarchischer Aufstieg und Beförderung
3.3.2 Bewegungsgeschwindigkeit
3.3.3 Vergütung
3.3.4 Statussymbole und Titel
3.3.5 Trainings- und Weiterbildungsmaßnahmen
3.3.6 Gestaltungsmöglichkeiten von Arbeitsinhalten und Tätigkeiten
3.3.7 Anerkennung innerhalb des Unternehmens
3.3.8 Weisungsbefugnis und Unterschriftsberechtigung
3.3.9 Partizipation
3.3.10 Zusammenfassende Darstellung der Elemente und Anreize
3.3.11 Kritische Würdigung
3.4 Anforderungen an ein Karrieremodell in der Praxis
4. Karriere im Projektmanagement
4.1 Eingliederung von Projekten in die Unternehmensorganisation
4.2 Personalentwicklung durch Projektarbeit
4.3 Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Projektmanagement
4.4 Bedeutung der Zertifizierung von Projektmanagern
4.4.1 Die Durchführung der Zertifizierung von Projektmanagern
4.5 Projektspezifische Karrieremodelle
4.5.1 Kaminkarriere im Projektmanagement
4.5.2 Projektmanagement-Karrierepfad
4.5.3 Idealtypischer Karriereverlauf
4.5.4 Das Kompetenzkarrieremodell
4.5.5 Kritische Würdigung
4.6 Potentialermittlung von Projektmitarbeitern
4.7 Verankerung eines Projektmanagement-Karrieremodells in einem Unternehmen
4.8 Hindernisse bei der Akzeptanz von Projektkarrieren
4.9 Kritische Würdigung
5. Praxisbeispiele ausgewählter Unternehmen
5.1 Ziel des Praxisteil
5.2 Verfahren für die Erhebung
5.3 Auswahlkriterien der Unternehmen
5.4 Vorstellung der befragten Unternehmen
5.5 Auswertung der Unternehmen
5.5.1 Gegenüberstellung der Unternehmen
5.5.2 Praxisbeispiel 1: Business Solutions
5.5.3 Praxisbeispiel 2: Telekommunikation
5.5.4 Praxisbeispiel 3: Elektronik
5.5.5 Praxisbeispiel 4: Bau
5.5.6 Praxisbeispiel 5: Automobil
6. Handlungsempfehlung
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Gestaltungsmöglichkeiten betrieblicher Karrieren durch Projektarbeit und Projektmanagement. Das Hauptziel ist die Analyse, wie Unternehmen Projektmanagement als eigenständiges Karrieremodell etablieren können, um wertvolles Humankapital zu binden und der Abwanderung qualifizierter Mitarbeiter entgegenzuwirken, wobei insbesondere die Transparenz und die individuelle Anerkennung von Projektarbeit im Fokus stehen.
3.2.1.2 Das Fachkarrieremodell
Neben der Führungskarriere ist die Fachkarriere als zweite weit verbreitete Laufbahnalternative zu nennen, welche synonym auch als Spezialistenlaufbahn oder Parallelhierarchie bezeichnet wird. Sie beschäftigt sich ähnlich dem Modell der Führungskarriere mit dem Aufstiegsgedanken. Diese Form der Karriere ist für Fachspezialisten gedacht und beinhaltet i.d.R. keine oder nur geringe Personalverantwortung. Ein transparentes System von zusätzlichen Aufstiegsmöglichkeiten wird durch die Einführung eines zweiten Hierarchie-Astes ermöglicht. Dieser verläuft parallel zum Leitungsgefüge.
Wie bereits erwähnt unterteilt Domsch die Fachlaufbahn in die Spezialisten-, Projekt und Gremienlaufbahn. Ein Wechsel zwischen den Laufbahnen ist grundsätzlich vorstellbar, wenn das Unternehmen im Vorfeld Durchlässigkeiten zwischen den Laufbahnen ermöglicht.
Die Bezeichnung Spezialisten- und Fachkarriere kann irreführend wirken. Laut Domsch und anderen Autoren wie z.B. Keßler/Hönle nennt die Fachkarriere als einen Aspekt die Weiterentwicklung von Spezialisten und Experten. In diesem Zusammenhang sollte man sich die Frage stellen, was genau mit der Bezeichnung Experte oder Spezialist gemeint ist. In der Literatur wird dazu als Beispiel für eine Fachkarriere oft der Weg eines Angestellten einer Bank dargestellt. Fauth geht soweit, Mitarbeiter, die einer Fachkarriere folgen, als ein „Heer von Sachbearbeitern“ zu bezeichnen. Zusätzlich wird erwähnt, dass es der Fachlaufbahn an Anerkennung fehlt, da man eine horizontale Stellenveränderung nicht als Aufstieg betrachtet. Bei dieser Betrachtungsweise sei es nicht angebracht, von einer Spezialistenlaufbahn zu sprechen. Im Folgenden soll auf die klassische Betrachtung nach Domsch eingegangen werden.
1. Grundlegung der Arbeit: Das Kapitel grenzt das Thema ab, definiert die Problemstellung sowie die Forschungsfragen und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2. Begriffliche Grundlagen: Es werden zentrale Begrifflichkeiten wie Karriere, Karrieremodell, Projekt und Projektmanagement definiert und voneinander abgegrenzt.
3. Karrieremodelle und ihre Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel analysiert traditionelle Führungskarrieren sowie neuere Ansätze und diskutiert die verschiedenen Anreize und Elemente einer Karriere.
4. Karriere im Projektmanagement: Untersuchung der spezifischen Eingliederung von Projekten in Unternehmensorganisationen, der Potentialermittlung sowie konkreter Karrieremodelle im Projektmanagement.
5. Praxisbeispiele ausgewählter Unternehmen: Vorstellung und Auswertung von fünf Tiefeninterviews mit Personalmanagern aus unterschiedlichen Branchen zur Umsetzung von Projektkarrieren.
6. Handlungsempfehlung: Entwicklung eines Rahmens mit Schlüsselfaktoren, der Unternehmen bei der Einführung von Projekt-Karrieremodellen unterstützen soll.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die Bedeutung von Projektkarrieren für die künftige Personalentwicklung.
Karriere, Karrieremodell, Projektmanagement, Projektlaufbahn, Fachkarriere, Führungskarriere, Projektleiter, Personalentwicklung, Mitarbeiterbindung, Kompetenzzuwachs, Zertifizierung, Projektorganisation, Transparenz, Anreizsysteme, Potentialermittlung
Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung betrieblicher Karrieren durch Projektarbeit und Projektmanagement und analysiert, wie diese als attraktive Alternative zu klassischen Karrierewegen etabliert werden können.
Im Zentrum stehen der Vergleich zwischen traditionellen Modellen (Fach-/Führungskarriere) und Projektkarrieren, die Rolle der Unternehmensorganisation, Personalentwicklungsinstrumente und die Bedeutung der Zertifizierung von Projektmanagern.
Ziel ist es, den Unternehmen Handlungsleitlinien zu geben, wie sie durch die Implementierung von Karrieremodellen im Bereich Projektmanagement qualifizierte Mitarbeiter langfristig binden können.
Neben einer umfangreichen Literaturanalyse wird eine qualitative Untersuchung in Form von fünf Tiefeninterviews mit Personalmanagern verschiedener Branchen durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Karrieremodellen, die spezifische Situation in Projekten, die Analyse von Hindernissen bei der Akzeptanz von Projektkarrieren sowie Praxisbeispiele aus der Unternehmenswelt.
Neben dem Kernbegriff der Projektkarriere sind dies insbesondere Kompetenzentwicklung, Mitarbeiterbindung, Transparenz und die Rolle von Anreizsystemen.
Viele Unternehmen betrachten Projektarbeit als Durchgangsstation für eine Linienkarriere, da es an transparenten, eigenständigen Projektkarrieremodellen und entsprechender Anerkennung mangelt.
Die Art der Organisation (Stab-, Matrix- oder reine Projektorganisation) beeinflusst maßgeblich, wie viel Autonomie ein Projektleiter hat und wie der Karriereweg nach Abschluss eines Projekts gestaltet ist.
Zertifizierungen (z. B. nach GPM- oder PMI-Standards) dienen als objektive Nachweise für Projektmanagement-Kompetenz und fördern sowohl die Vergleichbarkeit auf dem Arbeitsmarkt als auch die interne Anerkennung.
Unternehmen sollten Karrieremodelle transparenter gestalten, Mitarbeiter in den Prozess einbeziehen und Projektkarrieren durch geeignete Anreizsysteme und einheitliche Standards explizit als gleichwertige Karrierepfade etablieren.
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