Masterarbeit, 2019
106 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau
1.3 Methodik
1.4 Zielsetzung der Arbeit
2 Vorstellung der Vergleichsbranchen
2.1 Dienstleistungsbranche
2.2 Branche der produzierenden Unternehmen
3 Aufbau und Strukturen in Unternehmen
3.1 Aufbau- und Ablauforganisation
3.2 Unternehmensstrukturen
4 Management in Unternehmen
4.1 Managementebenen
4.1.1 Normatives Management
4.1.2 Strategisches Management
4.1.3 Operatives Management
4.2 Dynamisches Management in Unternehmen
4.3 Ganzheitliches Denken im Management
5 Qualitätsmanagement
5.1 Definition des Qualitätsbegriffs
5.2 Qualitätsdefinition in produzierenden Unternehmen
5.3 Dienstleistungsqualität
5.4 Vergleichsmatrix der Qualitätsdefinitionen
5.5 Definition Qualitätsmanagement
5.6 Qualitätsmanagementsysteme
5.6.1 Managementsysteme
5.6.2 Definition von Qualitätsmanagementsystemen
5.6.3 Definition der nationalen und internationalen Standardisierungsformen
5.6.4 ISO 9001 als Qualitätsmanagement-Zertifizierung
5.6.5 Umweltmanagement als Bezugspunkt
5.7 Unterschiede eines Qualitätsmanagements zwischen Dienstleister und Produzent
5.7.1 Aufbau der branchenspezifischen Qualitätsmanagementmatrix
5.7.2 Auswertung der Vergleichsmatrix
5.7.3 Adaption der Differenzierung auf Qualitätsmanagementsysteme
6 Integrierte Managementsysteme
6.1 Integrationsansätze von Managementsystemen
6.1.1 Additiver Integrationsansatz
6.1.2 Partieller Integrationsansatz
6.1.3 Systemübergreifender Integrationsansatz
6.1.4 Prozessorientierter Integrationsansatz
6.2 Bewertungskriterien der Integrationsansätze
6.2.1 Auswertung der Integrationsansätze auf Grundlage der Kriterien
6.2.2 Auswertungsmatrix der Integrationsansätze
7 Prozessmanagement in Unternehmen
7.1 Prozessmanagement
7.2 Prozessdefinition
7.3 Idealtypische Prozesse
7.4 Unternehmensspezifische Adaption der idealtypischen Prozesse
8 Konzeptionelle Ausarbeitung der DIN EN ISO 9001 für Dienstleistungs- und produzierende Unternehmen und Integrationsbeispiel
8.1 Ausarbeitungsergebnisse auf Grundlage der DIN EN ISO 9001:2015
8.1.1 Abschnitt 4: Kontext der Organisation
8.1.2 Abschnitt 5: Führung
8.1.3 Abschnitt 6: Planung
8.1.4 Abschnitt 7: Unterstützung
8.1.5 Abschnitt 8: Betrieb
8.1.6 Abschnitt 9: Bewertung der Leistung
8.2 Beispielhafte Integration von Elementen der DIN EN ISO 14001:2015
8.2.1 Abschnitt 4.2: Verstehen der Erfordernisse und Erwartungen interessierter Parteien
8.2.2 Abschnitt 4.3: Festlegung des Anwendungsbereichs des Umweltmanagementsystems
8.2.3 Abschnitt 5.2: Umweltpolitik
8.2.4 Abschnitt 7.3: Bewusstsein
9 Integration der Qualitätsmanagementsysteme in die Unternehmensprozesse
9.1 Integration in die Führungsprozesse
9.2 Integration in die Kernprozesse
9.2.1 Integration in die spezifischen Dienstleistungsprozesse
9.2.2 Integration in die spezifischen Prozesse produzierender Unternehmen
9.3 Integration in die Supportprozesse
9.4 Vor- und Nachteile einer Integration
10 Fazit
10.1 Zusammenfassung
10.2 Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Norm DIN EN ISO 9001:2015 als Qualitätsmanagementsystem auf Basis einer branchenspezifischen Qualitätsdifferenzierung für Dienstleistungs- und produzierende Unternehmen auszulegen. Dabei wird untersucht, wie durch einen prozessorientierten Integrationsansatz eine ganzheitliche Managementstruktur geschaffen werden kann, die sowohl die Effizienz steigert als auch die Transparenz innerhalb der Unternehmensprozesse erhöht.
3.1 Aufbau- und Ablauforganisation
Eine Organisation wird im Rahmen dieser Arbeit als Gesamtheit von Maßnahmen und Strukturen gesehen, durch welche ein soziales System geordnet wird. In dem sozialen System werden die zugehörigen Menschen und ihre Arbeitsaktivitäten durch die Maßnahmen und Strukturen strukturiert und ganzheitliche Ziele können realisiert werden (vgl. BEA F. X. ET AL., 2019, S. 352). Die Organisation wird somit hier als Instrument gesehen, welches zur Realisierung der gesamtheitlichen Unternehmensziele beiträgt.
Innerhalb einer solchen Organisation kann zwischen einer Aufbau- und einer Ablauforganisation (auch Prozessstruktur genannt) unterschieden werden. Von einer Aufbauorganisation wird im Sinne einer Strukturierung eines Unternehmens gesprochen, in welcher in Positionen und Abteilungen gegliedert wird. Dagegen wird unter einer Ablauforganisation die Tätigkeit verstanden, die auf einer bestimmten Unternehmensposition in einer bestimmten Abteilung ausgeführt wird (vgl. WILHELM R., 2007, S. 10).
Die Aufbauorganisation kann weiterhin als fixe, organisatorische Infrastruktur eines Unternehmens verstanden werden, welche die Gesamtheit aller Unternehmensprozesse umfasst. Die Ablauforganisation kann dagegen als flexible Unternehmensstruktur verstanden werden. Hierbei werden die Zusammenhänge einzelner Tätigkeiten zu den gesamtheitlichen Unternehmensprozessen, sowie die zeitliche und räumliche Abstimmung fokussiert (vgl. SCHUH G. ET AL., 2011, S. 135).
In der Vergangenheit kam es vermehrt dazu, dass sich Unternehmen mehr auf die Aufbauorganisation konzentriert haben, als auf die Ablauforganisation. Ab den 90er Jahren ist dann ein Umdenken in Kraft getreten, durch welches die Aktivitäten innerhalb einer Position stärker fokussiert wurden als zuvor und ein Prozessdenken in die Unternehmen impliziert wurde. Im Zuge dessen wurde die „Ablauforganisation“ durch „Prozessorganisation“ ersetzt.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen durch Marktveränderungen und die Rolle von Managementsystemen, wobei das Ziel der Arbeit in der differenzierten Auslegung der DIN EN ISO 9001:2015 liegt.
2 Vorstellung der Vergleichsbranchen: Es erfolgt eine Abgrenzung zwischen der Dienstleistungsbranche und dem produzierenden Gewerbe, wobei insbesondere die Immaterialität der Dienstleistung vs. die materielle Greifbarkeit von Sachgütern hervorgehoben wird.
3 Aufbau und Strukturen in Unternehmen: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen von Aufbau- und Ablauforganisation und zeigt den historischen Wandel hin zur Prozessorientierung auf.
4 Management in Unternehmen: Es werden die Ebenen des normativen, strategischen und operativen Managements sowie der Ansatz des dynamischen und ganzheitlichen Managements detailliert.
5 Qualitätsmanagement: Dieses Kapitel definiert den Qualitätsbegriff branchenspezifisch und setzt sich intensiv mit der ISO 9001 Normenreihe sowie der Matrix-basierten Differenzierung auseinander.
6 Integrierte Managementsysteme: Es werden verschiedene Integrationsansätze (additiv, partiell, systemübergreifend, prozessorientiert) bewertet und hinsichtlich ihrer Integrationskraft analysiert.
7 Prozessmanagement in Unternehmen: Hier werden Prozesskategorien in Kern-, Führungs- und Supportprozesse unterteilt und grafisch für beide Branchen adaptiert.
8 Konzeptionelle Ausarbeitung der DIN EN ISO 9001 für Dienstleistungs- und produzierende Unternehmen und Integrationsbeispiel: Der Hauptteil analysiert die Abschnitte der DIN EN ISO 9001:2015 sowie die beispielhafte Integration der Umweltmanagementnorm ISO 14001.
9 Integration der Qualitätsmanagementsysteme in die Unternehmensprozesse: Dieses Kapitel verknüpft die normativen Anforderungen mit der prozessorientierten Struktur des Unternehmens.
10 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse zur prozessorientierten Integration und einem Ausblick auf zukünftige Managementanforderungen.
Qualitätsmanagement, DIN EN ISO 9001:2015, Prozessmanagement, Dienstleistungsqualität, Produzierendes Gewerbe, Integrierte Managementsysteme, Prozessorganisation, Qualitätsdifferenzierung, Normenintegration, Kundenorientierung, Wertschöpfung, Unternehmensstruktur, Zertifizierung, Leistungsfähigkeit, Prozessorientierung
Die Arbeit untersucht, wie die Qualitätsmanagementnorm DIN EN ISO 9001:2015 in unterschiedlichen Unternehmensarten (Dienstleistung vs. Produktion) spezifisch angewendet werden kann, um eine effiziente, ganzheitliche Prozessstruktur zu schaffen.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Differenzierung von Qualitätsdefinitionen zwischen Branchen, der Analyse von Integrationsansätzen für Managementsysteme und der operativen Umsetzung der Normen in der Prozesslandschaft.
Das Hauptziel besteht in der Erarbeitung einer konzeptionellen Basis, die es Unternehmen ermöglicht, ihre Managementsysteme branchenspezifisch und prozessorientiert auszugestalten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und dem Vergleich von Branchentypologien, die in einer Bewertungsmatrix für verschiedene Integrationsmodelle mündet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Prozessmanagements, die Analyse der Normabschnitte der DIN EN ISO 9001:2015 und die praktische Übertragung dieser auf Kern-, Führungs- und Supportprozesse.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Qualitätsmanagement, Prozessorientierung, Integrationsansätze, Dienstleistungs- und Sachgüterbranchen sowie Normenkonformität bestimmt.
Während in der Produktion die Qualität oft am materiellen Produkt und dem abgeschlossenen Produktionsprozess festgemacht wird, ist sie bei Dienstleistern aufgrund der Immaterialität, der Untrennbarkeit von Erstellung und Konsum sowie der direkten Kundenbeteiligung deutlich komplexer und interaktiver.
Prozessorientierung ermöglicht eine ganzheitliche Sichtweise, die Silo-Strukturen aufbricht, die Transparenz erhöht und eine flexiblere Reaktion auf Marktanforderungen und Kundenwünsche erlaubt.
Sie dient als exemplarisches Beispiel für die Integration weiterer Managementsysteme in ein bestehendes QM-System, um Synergien zu nutzen und die Komplexität bei der Umsetzung zu reduzieren.
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