Bachelorarbeit, 2018
87 Seiten, Note: 2,0
0 Vorwort
1 Einleitung
2 Klettern als Sportart
2.1 Geschichte des Kletterns
2.2 Felsklettern
2.2.1 Arten und Techniken
2.3 Klettern im Pfälzer Wald
2.3.1 Geschichte des Pfalzkletterns
2.4 Demographische Daten des Kletterns in Deutschland und der Pfalz
3 Klettern und Naturschutz
3.1 Naturschutz im Pfälzer Wald
3.1.1. Tier- und Pflanzenwelt im Pfälzerwald
3.2 Kletterspezifischer Natur- und Umweltschutz
3.4 Forschungsergebnisse im Bereich Klettern und Umweltbewusstsein
4 Natur- und Umweltbewusstsein
4.1 Begriffsdefinitionen
4.2 Die Entwicklung von Umweltbewusstsein
4.2.1 Einflussfaktoren auf das Umweltbewusstsein
4.2.2 Die Bedeutung von Naturerfahrungen für das Umweltbewusstsein
5 Empirische Untersuchung
5.1 Das Untersuchungsinstrument
5.1.1 Die Naturbewusstseinsstudie
5.1.2 Der Fragebogen
5.2 Durchführung der Befragung
6 Auswertung und Darstellung der Ergebnisse
6.1 Persönliche Angaben
6.2 Die Einstellungsdimensionen
6.3 Ergebnisse zu den Hypothesen
7 Diskussion
7.1 Vergleich der Leititems
7.2 Interpretation der Hypothesentests
7.3 Kritische Betrachtung
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Natur- und Umweltbewusstsein von Felskletterern im Pfälzer Wald und prüft, ob die sportliche Aktivität in der Natur zu einer stärkeren ökologischen Sensibilisierung führt. Dabei wird eine empirische Vergleichsstudie zur Naturbewusstseinsstudie 2015 des Bundesamtes für Naturschutz durchgeführt, um Unterschiede zwischen der Kletter-Community und der deutschen Allgemeinbevölkerung zu identifizieren.
2.2.1 Arten und Techniken
Es gibt unterschiedliche Arten einen Felsen zu ersteigen. Die mittlerweile am weitesten verbreitete Art an Felswänden zu klettern ist das Freiklettern. Nach Güllich & Kubin (1989, S.17) kann es folgendermaßen definiert werden:
Zur Überwindung der Schwerkraft beim Klettern werden allein die vom Fels gegebenen natürlichen Haltepunkte wie Griffe, Tritte, Risse etc., verwendet. Benutzt man irgendwelche künstlichen Hilfsmittel wie Seil, Haken oder Klemmkeile zur aktiven Fortbewegung oder auch nur zum Ausruhen, so hat man von künstlicher Kletterei zu sprechen.
Beim Freiklettern werden ausschließlich die natürlichen Felsstrukturen, wie Leisten, Löcher oder Risse, zur Fortbewegung benutzt (siehe Abb. 1). Auf das Anbringen von künstlichen Haltepunkten, sowie Steigleitern wird dabei komplett verzichtet. Hilfsmittel wie Seil, Karabiner, Schlingen oder mobile Sicherungen werden ausschließlich zur Selbstsicherung verwendet und dienen somit nicht der Fortbewegung am Fels (vgl. ebd. S.17; Brandauer, 1994, S.9). Häufig wird das Freiklettern (Englisch: Freeclimbing) mit Free Solo verwechselt, bei dem komplett ohne Seilsicherungen über Absprunghöhe hinausgeklettert wird. Das Ziel des Freikletterns ist die Durchsteigung einer Kletterroute bis zu ihrem Ende in einem Zug und ohne Ruhen oder Sturz ins Seil (vgl. Brandauer, S.9f).
0 Vorwort: Der Autor stellt die persönliche Motivation für die Arbeit dar und erläutert die Verbindung zwischen Sportwissenschaft und Naturschutzbiologie.
1 Einleitung: Das Kapitel führt in die Nutzungskonflikte zwischen Klettersport und Naturschutz ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Umweltbewusstseins.
2 Klettern als Sportart: Es wird ein Überblick über die Geschichte des Kletterns sowie die verschiedenen Techniken und die Situation im Pfälzer Wald gegeben.
3 Klettern und Naturschutz: Hier werden die naturschutzrechtlichen Rahmenbedingungen im Pfälzer Wald sowie spezifische Kletterregeln erläutert.
4 Natur- und Umweltbewusstsein: Die theoretischen Begrifflichkeiten und die entwicklungspsychologischen Zusammenhänge zwischen Naturerfahrungen und Bewusstseinsbildung werden dargelegt.
5 Empirische Untersuchung: Das methodische Vorgehen, die Studienbasis der Naturbewusstseinsstudie sowie die Struktur des eingesetzten Fragebogens werden beschrieben.
6 Auswertung und Darstellung der Ergebnisse: Die erhobenen Daten der 100 Teilnehmer werden deskriptiv ausgewertet und die Hypothesentests präsentiert.
7 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, in Bezug zur Literatur gesetzt und kritisch reflektiert.
8 Fazit: Die Arbeit fasst das Potential des Kletterns für die Umweltbildung zusammen und gibt Ausblicke für zukünftige pädagogische Maßnahmen.
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Die Bachelorarbeit untersucht das Natur- und Umweltbewusstsein von Kletterern im Pfälzer Wald und analysiert, ob dieser Sport zu einer tieferen Wertschätzung und einem verantwortungsvolleren Handeln gegenüber der Natur führt.
Zentrale Themen sind die Geschichte und Technik des Kletterns, der naturschutzfachliche Rahmen im Pfälzer Wald, die theoretische Definition von Umweltbewusstsein sowie die empirische Auswertung von Einstellungsdaten.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob Kletterer aufgrund ihrer intensiven Naturerfahrungen ein höheres Naturbewusstsein aufweisen als die deutsche Durchschnittsbevölkerung.
Der Autor nutzt einen quantitativen Ansatz, indem er einen Fragebogen der „Naturbewusstseinsstudie“ adaptiert und diesen unter 100 Felskletterern im Pfälzer Wald auswertet, gefolgt von statistischen Korrelationsanalysen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Naturerfahrungsdimensionen und die anschließende empirische Erhebung inklusive einer detaillierten Ergebnisauswertung.
Wichtige Begriffe sind Naturbewusstsein, Felsklettern, Pfälzer Wald, Naturerfahrungen, Nachhaltigkeit und Umweltbildung.
Die Arbeit konnte einen signifikanten Zusammenhang zwischen der jahrelangen Klettererfahrung und der persönlichen Bedeutung von Natur nachweisen, jedoch nicht für alle untersuchten Einstellungsdimensionen.
Die Diskussion deutet darauf hin, dass Kletterer trotz einer grundsätzlich positiven Einstellung zu Naturschutzregeln in einen Zwiespalt geraten können, wenn ihre Sportausübung durch Felssperrungen stark eingeschränkt wird.
Nein, aufgrund der begrenzten Stichprobengröße von 100 Probanden im Pfälzer Wald erhebt die Studie keinen Anspruch auf allgemeine Repräsentativität, zeigt aber wichtige Trends auf.
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