Examensarbeit, 2005
63 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
2 PROBLEMDARLEGUNG
2.1 Motivation
2.2 Rahmenbedingungen
2.3 Zielsetzung
2.4 Vorgehensweise
3 THEORETISCHER HINTERGRUND
3.1 Existenzgründung
3.2 Selbst gesteuertes Lernen
3.3 Kooperatives Lernen (Collaborative Learning)
4 MÖGLICHKEITEN ZUR PRAKTISCHEN UMSETZUNG
4.1 Darstellung eines möglichen Ablaufs eines Existenzgründungskurses
4.2 Anforderungen an die Lernenden
4.3 Förderung des selbst gesteuerten Lernens
4.4 Förderung des kooperativen Lernens
5 REFLEXION UND AUSBLICK
Die Arbeit entwickelt ein praxisorientiertes Konzept, um die Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern an Berufskollegs im Bereich des selbst gesteuerten und kooperativen Lernens durch die Durchführung einer simulierten Existenzgründung zu fördern. Ziel ist es, den Lernenden notwendige Kompetenzen für ihr späteres Berufsleben zu vermitteln und gleichzeitig Lehrenden Anregungen für eine methodische Neugestaltung des Unterrichts zu geben.
3.2 Selbst gesteuertes Lernen
Die Selbstbestimmung des Menschen über seine Lebensgestaltung gehört schon lange zu den Leitideen und Zielen der Erziehung eines Menschen. Dieser Gedanke wird seither weiter auf den Sektor Bildung ausgedehnt. Mündige Erwachsene sollen nicht von außen geleitete Objekte, sondern Subjekte ihres Denkens, Handelns und Lernens sein.
Trotz des in letzter Zeit stark gestiegenen Interesses am Konzept des „selbst gesteuerten Lernens“ ist dieser Begriff nicht einheitlich definiert. Er ist wohl vor allem als Übersetzung des international eingebürgerten Begriffs „self-directed learning“ in Umlauf gekommen.
Aufgrund der verschiedenartigen Diskussionen über das Thema „selbst gesteuertes Lernen“, die weltweit geführt werden, gibt es keine allgemein akzeptierte Definition dieses Lehr-Lern-Konzeptes. So findet man neben dem Begriff „selbst gesteuertes Lernen“ Begriffe wie „selbst organisiertes“, „selbst reguliertes“ oder „autonomes Lernen“. Diese Begriffe werden häufig synonym verwendet.
1 EINLEITUNG: Erläutert die wachsende Bedeutung von Softskills und Eigenverantwortung in der modernen Arbeitswelt sowie die Notwendigkeit, diese Kompetenzen durch selbst gesteuertes und kooperatives Lernen in der Schule zu fördern.
2 PROBLEMDARLEGUNG: Analysiert die mangelnde Lern- und Beteiligungsbereitschaft vieler Schülerinnen und Schüler und begründet die Wahl einer Existenzgründung als praxisnahes Unterrichtsprojekt zur Motivationssteigerung.
3 THEORETISCHER HINTERGRUND: Definiert die zentralen Konzepte der Existenzgründung, des selbst gesteuerten Lernens sowie des kooperativen Lernens und deren wechselseitige Abhängigkeiten.
4 MÖGLICHKEITEN ZUR PRAKTISCHEN UMSETZUNG: Konkretisiert die theoretischen Erkenntnisse in ein fünfphasiges Unterrichtskonzept und beschreibt Methoden für die Lehrkraft zur Anleitung von Selbststeuerung und Kooperation.
5 REFLEXION UND AUSBLICK: Kritische Würdigung der Vor- und Nachteile des problemorientierten Lernens unter Berücksichtigung der zeitlichen Ressourcen und der Herausforderungen für die neue Rolle des Lehrenden.
Selbst gesteuertes Lernen, kooperatives Lernen, Existenzgründung, Businessplan, Berufskolleg, Eigenverantwortung, Sozialkompetenz, Lernmotivation, Lehrerrolle, Unterrichtsentwicklung, Gruppenarbeit, Fachhochschulreife, Handlungskompetenz, Didaktik, Projektmethode
Die Arbeit untersucht, wie durch das Projekt einer simulierten Existenzgründung an einem Berufskolleg die Kompetenzen zum selbst gesteuerten und kooperativen Lernen bei Schülern gezielt gefördert werden können.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des selbst gesteuerten Lernens, die methodische Umsetzung von Gruppenarbeit und die Anwendung von Businessplan-Elementen als fächerübergreifender Unterrichtsgegenstand.
Das Ziel ist die Erstellung eines Konzepts, das Lehrern hilft, Lernumgebungen zu gestalten, in denen Schüler aktiver an ihrem eigenen Lernprozess beteiligt werden.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse lernpsychologischer Konzepte und deren Transfer in die unterrichtliche Praxis, ergänzt durch erste Erfahrungen aus dem Referendariat.
Der Hauptteil erarbeitet zunächst die theoretischen Grundlagen und überführt diese dann in eine praktische fünfphasige Kursstruktur, inklusive konkreter Strategien zur Lernberatung.
Besonders prägend sind die Begriffe Selbststeuerung, Kooperatives Lernen, Existenzgründung, Eigenverantwortung und Berufskolleg.
Die Lehrkraft wandelt sich vom reinen Vermittler zum Berater, Impulsgeber und Beobachter, der den Lernprozess der Schüler strukturiert und individuell begleitet.
Dies erfolgt über methodische Ansätze wie die Think-Pair-Square-Share-Methode, den Einsatz von Sozialtrainings (T-Charts) und die strukturierte Arbeit in Langzeit-Gruppen.
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