Masterarbeit, 2016
107 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
1.1. Motivation und Zielsetzung
1.2. Vorgehensweise und Aufbau
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Abgrenzung der Forschungsobjekte
2.1.1. Digitale Startups
2.1.2. Traditionelle Unternehmen
2.1.3. (Digitales) Geschäftsmodell
2.1.4. Digitalisierungspotenzial
2.1.5. Leistungseigenschaften
2.2. Digitalisierung
2.2.1. Begriffsdefinition und Kategorisierung
2.2.2. Digitalisierung in traditionellen Unternehmen – Status Quo
2.2.3. Treiber der Digitalisierung
2.3. Digitalisierung als Enabler für geschäftsmodellrelevante Trends
2.4. Business Model Canvas nach Osterwalder
2.5. Herausforderungen für traditionelle Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle
3. Bearbeitung der Forschungsfrage
3.1. Forschungsmodell
3.2. Forschungsmethodik
3.3. Erfassung der Leistungseigenschaften
3.4. Konzeptionierung der Interviews
3.5. Analyse der BMCs – Digital Startups
3.5.1. Airbnb ULC
3.5.2. Uber B.V.
3.5.3. Washio INC.
3.5.4. DoorDash INC.
3.5.5. Munchery INC.
3.6. Zwischenergebnisse – Digital Startups
3.7. Analyse der Interviews – traditionelle Unternehmen
3.8. Endergebnis – Digital Startups & traditionelle Unternehmen
3.9. Handlungsempfehlungen
4. Diskussion
4.1. Implikationen für die bestehende Theorie
4.2. Implikationen für die Praxis
4.3. Einschränkungen der Arbeit
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Leistungseigenschaften von Produkten und Dienstleistungen auf das Digitalisierungspotenzial traditioneller Geschäftsmodelle. Ziel ist es, Zusammenhänge zu identifizieren, die traditionelle Unternehmen bei der digitalen Transformation unterstützen können, um gegenüber disruptiven digitalen Startups wettbewerbsfähig zu bleiben.
3.1. Forschungsmodell
Die Forschungsfrage der Arbeit lautet „Inwieweit wirken sich die Leistungseigenschaften der Produkte oder Dienstleistungen von traditionellen Unternehmen auf das Digitalisierungspotenzial des verbundenen Geschäftsmodells aus?“. Dieser Frage geht als Basis die Annahme voraus, dass jedem Produkt und jeder Dienstleistung unterschiedliche Kombinationen von Leistungseigenschaften innewohnen, welche wiederum einen jeweils divergierenden Einfluss auf das Digitalisierungspotenzial des verbundenen Geschäftsmodells vorweisen können.
Demnach ist jede Leistungseigenschaft als Ausprägung eines übergeordneten Merkmals zu verstehen. Eine triviale bzw. offensichtliche Leistungseigenschaft wäre beispielsweise „immateriell“. Diese ist als eine mögliche Ausprägung des Merkmals „Gegenständlichkeit bzw. Materialität des Produktes/der Dienstleistung“ anzugeben. Die in diesem Beispiel einzige, weitere zur Verfügung stehende Ausprägung bzw. Leistungseigenschaft wäre „materiell“. Damit wäre die komplette Bandbreite des Merkmals abgedeckt. Gemäß der Annahme, die der Forschungsfrage zugrunde liegt, weist ein Produkt oder eine Dienstleistung mit immateriellem Charakter ein anderes Digitalisierungspotenzial vor, als mit materiellem Charakter.
1. Einleitung: Die Arbeit motiviert die Untersuchung des Digitalisierungspotenzials von traditionellen Unternehmen im Vergleich zu digitalen Startups.
2. Theoretische Grundlagen: Es werden Begrifflichkeiten zu Geschäftsmodellen, Digitalisierung und Leistungseigenschaften definiert sowie der Business Model Canvas erläutert.
3. Bearbeitung der Forschungsfrage: Das Forschungsmodell wird entwickelt, Leistungseigenschaften definiert und sowohl Startups als auch Experten aus traditionellen Unternehmen qualitativ analysiert.
4. Diskussion: Die Ergebnisse werden theoretisch und praktisch eingeordnet, wobei auch die Einschränkungen der gewählten methodischen Vorgehensweise kritisch betrachtet werden.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Die Kernaussagen werden zusammengefasst und Ansätze für zukünftige, detailliertere Studien aufgezeigt.
Digitalisierung, Geschäftsmodell, Digitalisierungspotenzial, Leistungseigenschaften, traditionelle Unternehmen, digitale Startups, Transformation, Kundenfokus, hybride Geschäftsmodelle, Internet of Things, Business Model Canvas, Prozessdigitalisierung, Dienstleistungen, Produkte, Wettbewerbsfähigkeit.
Die Masterarbeit untersucht, wie sich die spezifischen Leistungseigenschaften von Produkten und Dienstleistungen auf das Potenzial zur Digitalisierung von traditionellen Geschäftsmodellen auswirken.
Zentrale Themen sind die digitale Transformation, die Charakterisierung von Produkten durch Leistungseigenschaften, die Anwendung des Business Model Canvas sowie die Herausforderungen der Digitalisierung für etablierte Unternehmen.
Das Ziel ist es, festzustellen, ob und inwieweit bestimmte Leistungseigenschaften (z.B. Gegenständlichkeit oder Individualisierungsgrad) das Digitalisierungspotenzial beeinflussen, um daraus Handlungsempfehlungen für traditionelle Unternehmen abzuleiten.
Es wird eine qualitative Forschungsstrategie angewandt, die auf einer Inhaltsanalyse von Business Model Canvas (Digital Startups) und qualitativen Experteninterviews mit traditionellen Unternehmen basiert.
Der Hauptteil umfasst die Herleitung des Forschungsmodells, die Definition und Auswahl der Leistungseigenschaften, die Analyse der digitalen Geschäftsmodelle von Startups und die Auswertung von Interviews mit traditionellen Unternehmen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie digitale Transformation, hybride Geschäftsmodelle, Smartifizierungstauglichkeit, Kundenbeziehungsintensität und Prozessdigitalisierung geprägt.
Während digitale Startups ihr Geschäftsmodell meist direkt im digitalen Umfeld konzipieren, stehen traditionelle Unternehmen vor der Herausforderung, ihre historisch gewachsenen, materiellen Strukturen und Prozesse in digitale oder hybride Geschäftsmodelle zu überführen.
Das IoT wird als technischer Trend betrachtet, der durch die Ausstattung von physischen Produkten mit Sensorik (Smartifizierung) neue Möglichkeiten für die kundenspezifische Leistungserbringung und digitale Mehrwerte eröffnet.
Die Untersuchung zeigt eine deutliche Tendenz: Immaterielle Produkte sind leichter digital zu skalieren, während materielle Produkte bei traditionellen Unternehmen eher eine digitale Anreicherung erfordern, was die Umsetzungskomplexität erhöhen kann.
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