Magisterarbeit, 2005
111 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Karl Friedrich Schinkels Verbindung zum Theater
1.0. Frühe Auseinandersetzungen mit dem Theater- und Dekorationswesen
2.2. Die symbolischen Bühnendekorationen von 1815-1816
2. „Undine. Zauber – Oper in drey Abtheilungen“
2.0. Die Entstehung der Oper
2.0. Die Bedeutung E.T.A. Hoffmanns für die Entstehung der Bühnenentwürfe
3.3. Operngeschichtliche Hintergründe der „Undine“
2.3. Der Handlungsablauf der Operninszenierung
2. Karl Friedrich Schinkels Bühnenentwürfe zur „Undine“
3.0. Entwurf zum I. Bühnenbild „Das Innere einer Fischerhütte mit einem Fenster in der Hinterwand.“
4.2. Entwurf zum II. Bühnenbild „Nacht. Wilde Waldgegend im Mondschein [...].“
4.2.1. Bildbeschreibung
3.1.1. Bühnentechnische Umsetzung und Textbezug
3.1.1. Jacob van Ruisdael – Rezeption in der Romantik
4.3. Entwurf zum III. Bühnenbild „Großer mit Bäumen umpflanzter Platz in der Reichsstadt, ein Brunnen in der Mitte.“
3.2.0. Bildbeschreibung
3.2.0. Bühnentechnische Umsetzung und Textbezug
3.2.0. Schinkels Beschäftigung mit der „gotischen“ oder „altdeutschen“ Baukunst
4.4. Entwurf zum V. Bühnenbild „Großer Prunksaal [...].“
3.4. Entwurf zum VII. Bühnenbild „Andere Gegend am Ufer eines Flusses.“
4.5.1. Bildbeschreibung
3.4.1. Bühnentechnische Umsetzung und Textbezug
3.4.1. Die Brücke im Landschaftsgarten und bei Jacob van Ruisdael
4.6. Entwurf zum IX. Bühnenbild „Anmuthiger Garten mit der Aussicht nach der Burg.“
3.5.0. Bildbeschreibung
3.5.0. Bühnentechnische Umsetzung und Textbezug
4.6.3. Burgenromantik und die Laxenburger Franzensburg
4.7. Entwurf zum X. Bühnenbild „[...] Ein aus Muscheln, Perlen, Korallen und seltsamen Seegewächsen fantastisch zusammengesetztes Portal [...].“
3.6.0. Bildbeschreibung
3.6.0. Bühnentechnische Umsetzung und Textbezug
4.7.3. Die Rezeption barocker Grottenarchitektur
4.7.4. Die Darstellung der Wassergeister
5. Die Oper „Undine“ als romantisches Gesamtkunstwerk
6. Abschließende Bemerkungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die bühnenbildnerischen Entwürfe Karl Friedrich Schinkels zur romantischen Oper „Undine“ von E.T.A. Hoffmann. Dabei wird analysiert, welchen Stellenwert diese Arbeiten innerhalb von Schinkels Œuvre einnehmen, wie sie mit den literarischen Vorgaben korrespondieren und inwiefern sie durch zeitgenössische Strömungen wie die Romantik und den Historismus geprägt sind.
4.6. Die symbolischen Bühnendekorationen von 1815-1816
Iffland war allerdings noch zu sehr dem barocken Dekorationswesen verhaftet, als dass er Schinkels Anregungen hätte annehmen können. Erst 1815, nachdem Karl Graf Karl Moritz von Brühl die Position des zuvor verstorbenen August Wilhelm Iffland übernommen hatte, ergab sich für Schinkel die Möglichkeit als Theaterdekorateur für die königlichen Bühnen tätig zu sein. Vermutlich wirkte Schinkel dabei aber nur als freier Mitarbeiter an den königlichen Bühnen. Er arbeitete in unregelmäßigen Abständen für das Theater und wurde hauptsächlich zu schwierigen Darstellungsthemen als Berater herangezogen. Ausgeführt wurden die Dekorationen jedoch wurden von den Theatermalern Carl W. Gropius (1793-1870), Carl Jakob Gerst (1792-1859) und Friedrich Wilhelm Köhler.
Zwischen 1815 und 1816 entstanden die sogenannten „symbolischen“ Bühnenentwürfe, zu denen neben Schinkels berühmten Dekorationen zu Mozarts „Zauberflöte“ und zum „Ariodan“ auch die in dieser Arbeit näher zu betrachtenden Entwürfe zu E.T.A. Hoffmanns romantischer Oper „Undine“ gehörten. Der besondere Wert dieser Entwürfe lag allgemein in der Weiterentwicklung der Dekorationsprinzipien seines jung verstorbenen Lehrers Friedrich Gilly und der zahlreichen früheren Bühnenreformen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die kunsthistorische Bedeutung Schinkels als Theaterdekorateur und führt in die Fragestellung nach der ästhetischen und kontextuellen Einordnung seiner Entwürfe zur Oper „Undine“ ein.
2. Karl Friedrich Schinkels Verbindung zum Theater: Dieses Kapitel zeichnet Schinkels Entwicklung vom Theater-Interessierten zum Bühnenbildner nach und analysiert seine theoretischen Reformansätze für eine „Symbolbühne“.
2. „Undine. Zauber – Oper in drey Abtheilungen“: Hier wird die Entstehung der Oper, ihre mythologische Stoffgeschichte und die Zusammenarbeit zwischen Hoffmann, Fouqué und Schinkel thematisiert.
2. Karl Friedrich Schinkels Bühnenentwürfe zur „Undine“: Dieser zentrale Teil bietet Einzelbetrachtungen der erhaltenen Entwürfe sowie der bühnentechnischen und motivischen Hintergründe wie der gotischen Architektur oder der Landschaftsmalerei.
5. Die Oper „Undine“ als romantisches Gesamtkunstwerk: Das Kapitel reflektiert das Zusammenwirken von Musik, Malerei und Dichtung als Synthese der Künste in der Oper.
6. Abschließende Bemerkungen: Hier werden die Ergebnisse resümiert und Schinkels Arbeiten zur „Undine“ als wichtiger, künstlerisch hochwertiger Beitrag zu seinem Gesamtwerk hervorgehoben.
Karl Friedrich Schinkel, E.T.A. Hoffmann, Undine, Romantik, Bühnenbild, Theaterdekoration, Historismus, Gotik, Gesamtkunstwerk, Landschaftsmalerei, Kühleborn, Symbolbühne, Operninszenierung, Barock, Szenografie.
Die Arbeit analysiert die Bühnenbilder von Karl Friedrich Schinkel für E.T.A. Hoffmanns romantische Oper „Undine“ und ordnet diese in den Kontext der zeitgenössischen Theaterreformen und Kunstströmungen ein.
Zentrale Themen sind die Entwicklung der Theaterästhetik im frühen 19. Jahrhundert, die Rolle des Bühnenbilds in der Romantik, die Einflüsse von Architektur und Landschaftsmalerei sowie die Umsetzung spezifischer Stoffe (Wasserwesen) in das Medium Oper.
Ziel ist es, den Stellenwert von Schinkels Dekorationsentwürfen für die „Undine“ innerhalb seines künstlerischen Gesamtschaffens neu zu bewerten und ihre Funktion für die szenische Umsetzung der Oper zu bestimmen.
Die Untersuchung basiert auf der kunsthistorischen Analyse von Entwurfszeichnungen, der Auswertung von Zeitzeugnissen, zeitgenössischen Rezensionen sowie der vergleichenden Analyse von Regieanweisungen und zeitgenössischen Kunsttheorien.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Einzelbetrachtung der Bühnenbildentwürfe, ihrer bühnentechnischen Umsetzung, den textlichen Bezügen zur Vorlage und den architektonischen sowie naturkundlichen Inspirationsquellen Schinkels.
Wichtige Begriffe sind Schinkel, Hoffmann, Undine, Romantik, Bühnenbild, Symbolbühne, Gotik und Gesamtkunstwerk.
Hoffmann hatte als Komponist präzise Vorstellungen von einer atmosphärischen, romantischen Bühne, die mit seinen musikalischen Anforderungen korrespondierte, was Schinkel als idealer „Bühnenarchitekt“ durch sein tiefes Verständnis für Kunstgeschichte und Naturdarstellung umsetzen konnte.
Die Gotik diente Schinkel nicht als bloße historische Kopie, sondern als ein von den Romantikern hochgeschätzter, „vaterländischer“ Stil, der religiöse und nationale Identität symbolisierte und ideal für die „phantastische“ Atmosphäre des Bühnenraums geeignet war.
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