Masterarbeit, 2019
107 Seiten, Note: 1,0
1 PROBLEMAUFRISS UND FORSCHUNGSZUGANG
1.1 Forschungsfrage und Zielstellung
1.2 Forschungsethische Überlegungen
1.3 Aufbau und Gliederung der Arbeit
2 THEORETISCHE EINBETTUNG
2.1 Inklusion
2.1.1 Definitionsfindung
2.1.2 Abgrenzung zur Integration
2.1.3 Umsetzung im schulischen Bereich
2.2 Übergang
2.3 Inklusiver Übergangsplanungsprozess von der SEK I in die SEK II bzw. in die Beschäftigung
2.3.1 Chancen inklusiver Übergänge
2.3.2 Grenzen inklusiver Übergänge
2.4 Partizipative Kooperation im inklusiven Übergangsplanungsprozess
2.5 Das Reflektierende Team als partizipativer methodischer Zugang
2.5.1 Systemisch-lösungsorientiertes Arbeiten in einer Gruppe
2.5.2 Rahmendbedingungen des Reflektierenden Teams
2.6 Ressourcenorientierung
2.6.1 Fokussierung und Aufmerksamkeit auf das Gesagte
2.6.2 Anerkennung des Gesagten
2.6.3 Perspektivenvielfalt und Perspektivenwechsel
2.6.4 Störungen
2.7 Resümee
3 FORSCHUNGSDESIGN
3.1 Methodischer Forschungszugang – das zweite Reflektierende Team mit Jugendlichen
3.2 Erhebungsmethode
3.2.1 Teilnehmende Beobachtung
3.2.2 Rolle der/des Beobachtenden im Forschungsfeld
3.3 Dokumentation der Daten
3.4 Auswertungsmethode: Dokumentarische Auswertung nach Ralf Bohnsack
3.4.1 Die formulierende Interpretation
3.4.2 Die reflektierende Interpretation
3.4.3 Die Diskursbeschreibung
3.4.4 Die Typenbildung
3.5 Resümee
4 DISKUSSION UND THEORETISCHE EINBETTUNG DER FORSCHUNGSERGEBNISSE
4.1 Darstellung der Forschungsergebnisse
4.2 Vergleich des zweiten mit dem ersten Reflektierenden Team
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die vorliegende Masterarbeit untersucht empirisch, wie Jugendliche mit Behinderungen im Übergang von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II oder die Beschäftigung durch den methodischen Ansatz eines "Reflektierenden Teams" unterstützt werden können, wobei der Fokus auf der Stärkung ihrer Autonomie und Partizipation liegt.
2.5.2 Rahmendbedingungen des Reflektierenden Teams
Zu einem bestimmten Termin trifft sich eine Gruppe von Menschen – genannt das Interview-System –, die vor einer Hürde stehen, eine Herausforderung zu meistern haben oder Probleme bzw. Hindernisse in ihrem Umfeld erleben. Unter Anleitung der Moderation folgt ein Gruppengespräch, das von einem Team von Professionellen Beraterinnen bzw. Beratern beobachtet wird – dem Reflektierenden Team. Dieses Professionellen-Team sitzt in einem zweiten Raum hinter einer verspiegelten Wand, sodass sich die Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer des Interview-Systems nicht von ihnen gestört fühlen. Sie wissen, dass sie von Professionellen beobachtet werden, jedoch besteht keine Möglichkeit jeglicher Kommunikation mit ihnen. Die Personen im Interview-System besprechen Situationen und tauschen sich über Meinungen oder Lösungsmöglichkeiten aus, anschließend berät sich die Gruppe der Professionellen unter sich und verbalisiert eigene Beobachtungen und Anregungen. Als eines Tages Tom Andersen einer Familie vorschlägt, die Professionellen könnten doch ihre Reflexionsgedanken mit den interviewten Personen teilen, stellt sich heraus, dass die Familie diese Idee dankend annimmt mit den Worten: „We were wondering what you behind the screen were thinking about us. Now we know.“81 Schnell stellt sich heraus, dass diese Art von Reflexion großes Potenzial in sich birgt.
1 PROBLEMAUFRISS UND FORSCHUNGSZUGANG: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Übergangs von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II für Jugendliche mit Behinderung und definiert die Forschungsfrage sowie das methodische Ziel der Arbeit.
2 THEORETISCHE EINBETTUNG: Hier werden die zentralen Begriffe Inklusion, Übergang und Ressourcenorientierung theoretisch fundiert und das Modell des Reflektierenden Teams als systemischer Ansatz eingeführt.
3 FORSCHUNGSDESIGN: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, insbesondere die teilnehmende Beobachtung und die dokumentarische Auswertungsmethode nach Bohnsack, die zur Analyse des zweiten Reflektierenden Teams herangezogen wurden.
4 DISKUSSION UND THEORETISCHE EINBETTUNG DER FORSCHUNGSERGEBNISSE: Die erhobenen Ergebnisse werden hier grafisch und inhaltlich dargestellt, interpretiert und mit den Erkenntnissen des ersten Reflektierenden Teams verglichen.
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und diskutiert offene Fragen sowie Ansätze für zukünftige Forschungsprojekte.
Inklusion, Übergangsplanung, Reflektierendes Team, Partizipation, Ressourcenorientierung, Bildungswissenschaft, Kooperation, Jugendliche mit Behinderung, Dokumentarische Methode, Systemische Beratung, Selbstwert, Berufsorientierung, Gruppendynamik, Empowerment, Übergangsprozess
Die Arbeit untersucht den Übergang von Jugendlichen mit Behinderungen aus dem Bildungssystem in den Beruf oder weiterführende Schulen und analysiert, wie ein Reflektierendes Team als partizipative Methode dabei unterstützen kann.
Die zentralen Themen sind Inklusion im Bildungswesen, die Gestaltung von Übergangsprozessen, die Bedeutung von Partizipation und Kooperation sowie die praktische Anwendung der systemischen Ressourcenorientierung.
Das Ziel ist es, die Autorität und Mitbestimmung der Jugendlichen durch eine partizipative Forschungsmethode zu stärken und zu explorieren, welche Aspekte der Unterstützung in Gruppengesprächen für die Zielgruppe besonders wirksam sind.
Die Autorin verwendet eine teilnehmende, offene Fremdbeobachtung im künstlichen Setting sowie die dokumentarische Auswertungsmethode nach Ralf Bohnsack, um das Gruppengeschehen zu rekonstruieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe und eine empirische Durchführung eines Reflektierenden Teams, wobei insbesondere die Rollen der Teilnehmenden und die Diskursorganisation analysiert werden.
Die wichtigsten Aspekte sind Inklusion, Partizipation, Reflektierendes Team, Ressourcenorientierung und der Übergang von der Schule in den Beruf.
Die Methode schafft einen geschützten Lösungsraum, in dem Jugendliche eigene Erfahrungen teilen, durch die Reflexion anderer neue Perspektiven gewinnen und ihre Selbstwirksamkeit im Dialog erfahren.
Die Analyse zeigt, dass ein wertschätzender und respektvoller "Umgang" aller Beteiligten als grundlegende Basistypik identifiziert wurde, die für alle anderen Themengebiete wie Leistung, Zeit und Beeinträchtigung eine zentrale Voraussetzung darstellt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

