Bachelorarbeit, 2018
72 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau und Inhalt der Arbeit
2 Grundlagen des Internationalen Steuerrechts
2.1 Begriffe und Rechtsgrundlagen
2.1.1 Begriff des Internationalen Steuerrechts
2.1.2 Rechtsquellen des Internationalen Steuerrechts
2.2 Systematik der Besteuerung
2.2.1 Anknüpfungsmerkmale
2.2.2 Unbeschränkte Steuerpflicht
2.2.3 Beschränkte Steuerpflicht
2.3 Internationale Doppelbesteuerung
2.3.1 Begriff der Doppelbesteuerung
2.3.2 Arten der Doppelbesteuerung
2.3.3 Ursachen der Doppelbesteuerung
2.4 Vermeidung der Doppelbesteuerung
2.4.1 Gründe für die Vermeidung der Doppelbesteuerung
2.4.2 Möglichkeiten zur Vermeidung der Doppelbesteuerung
2.4.3 Unilaterale Maßnahmen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung
2.4.4 Bilaterale Maßnahmen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung
2.4.5 Verhältnis der Doppelbesteuerungsabkommen zum nationalen Recht
3 Möglichkeiten grenzüberschreitender Unternehmenstätigkeit
3.1 Motive und Formen der grenzüberschreitenden Tätigkeit
3.2 Betriebsstätte
3.2.1 Definition
3.2.2 Gründungsaspekte
3.3 Tochtergesellschaft
3.3.1 Definition und Arten der Tochtergesellschaft
3.3.2 Gründungsaspekte
4 Besteuerung im Outbound-Fall
4.1 Grundlagen
4.1.1 Grundfragen bei Outbound-Fällen
4.1.2 Kanada als Zielstandort einer Direktinvestition
4.1.3 Das DBA Deutschland-Kanada
4.2 Steuerliche Behandlung der kanadischen Betriebsstätte
4.2.1 Gewinnabgrenzung zwischen Stammhaus und Betriebsstätte
4.2.2 Behandlung von Gewinnen der Betriebsstätte
4.2.3 Behandlung von Verlusten der Betriebsstätte
4.2.4 Überführung von Wirtschaftsgütern in eine kanadische Betriebsstätte
4.2.5 Auflösung der Betriebsstätte
4.3 Steuerliche Behandlung der kanadischen Tochterkapitalgesellschaft
4.3.1 Behandlung von Gewinnen der Tochterkapitalgesellschaft
4.3.2 Behandlung von Verlusten der Tochterkapitalgesellschaft
4.3.3 Hinzurechnungsbesteuerung
4.3.4 Auflösung der Tochterkapitalgesellschaft
4.4 Steuerlicher Belastungsvergleich
4.4.1 Ausgangsfall
4.4.2 Vergleich der Gesamtsteuerbelastung
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit analysiert die steuerliche Behandlung von grenzüberschreitenden Direktinvestitionen deutscher Unternehmen in Kanada, wobei der Fokus auf dem Vergleich der Formen „Betriebsstätte“ und „Tochterkapitalgesellschaft“ sowie der daraus resultierenden Gesamtsteuerbelastung liegt.
4.1.2 Kanada als Zielstandort einer Direktinvestition
Kanada ist ein Staat der Superlative. Als zweitgrößter Flächenstaat und zehntgrößte Volkswirtschaft der Welt spielt Kanada in der Weltwirtschaft eine bedeutende Rolle. Der in Nordamerika belegene Staat mit insgesamt rund 37 Millionen Einwohnern gehört zu den wohlhabendsten der Erde. Mit 3,92 Einwohnern je Quadratkilometer ist Kanada dünn besiedelt; weite Teile des Staatsgebiets sind nahezu menschenleer.
Die kanadische Wirtschaft stützt sich überwiegend auf den dominierenden Dienstleistungssektor, das verarbeitende Gewerbe sowie Energie, Rohstoffe und Landwirtschaft. Insbesondere die scheinbar unerschöpflichen Rohstoffe und Bodenschätze sind von großer Bedeutung, da Kanada nach Saudi Arabien und Venezuela mit rund 15% weltweit über die drittgrößten Erdölreserven verfügt. Trotz niedriger Wachstumsraten in den vergangenen Jahren infolge der Ölpreiskrise verzeichnete Kanada im Jahr 2017 ein Wirtschaftswachstum in Höhe von 3% und führte damit die Gruppe der G7 an. Neben dem Dienstleistungssektor verfügt Kanada über eine zukunftsorientierte Wirtschaft mit verschiedenen Industriezweigen. Dazu gehören beispielsweise der Flugzeug- und Automobilbau, die Holz- und Papierverarbeitung sowie die Chemieindustrie. Deutschland ist für Kanada der siebtwichtigste Importeur und viertwichtigste Exporteur von Waren, sodass die Wirtschafts- bzw. Handelsbeziehung der beiden Staaten durchaus von Bedeutung ist. Des Weiteren sind bereits rund 800 deutsche Unternehmen in Kanada vertreten, sowohl in Form von Vertriebsbüros als auch zur Produktion.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der internationalen Unternehmenstätigkeit ein und definiert das Ziel der Arbeit, die steuerlichen Konsequenzen grenzüberschreitender Investitionen in Kanada zu untersuchen.
2 Grundlagen des Internationalen Steuerrechts: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen, Besteuerungsprinzipien und die Mechanismen zur Vermeidung von Doppelbesteuerung auf nationaler und internationaler Ebene erläutert.
3 Möglichkeiten grenzüberschreitender Unternehmenstätigkeit: Das Kapitel behandelt die verschiedenen Formen der Auslandsinvestition, namentlich die Betriebsstätte und die Tochtergesellschaft, sowie deren Definitionen und Gründungsaspekte.
4 Besteuerung im Outbound-Fall: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die steuerliche Behandlung der Betriebsstätte und Tochtergesellschaft in Kanada, inklusive eines Belastungsvergleichs anhand verschiedener Szenarien.
5 Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und liefert eine Abwägung hinsichtlich der Eignung der beiden untersuchten Formen der Unternehmenstätigkeit.
Internationales Steuerrecht, Direktinvestition, Kanada, Betriebsstätte, Tochterkapitalgesellschaft, Doppelbesteuerung, Doppelbesteuerungsabkommen, Gesamtsteuerbelastung, Outbound-Investition, Außensteuergesetz, Fremdvergleichsgrundsatz, Gewinnabgrenzung, Quellensteuer, Steuerplanung
Die Arbeit untersucht die steuerliche Behandlung von grenzüberschreitenden Direktinvestitionen eines deutschen Unternehmens in Kanada.
Die zentralen Themen sind die steuerlichen Grundlagen des internationalen Steuerrechts, der Vergleich zwischen Betriebsstätten und Tochterkapitalgesellschaften sowie die steuerliche Gesamtbelastung.
Das Ziel ist es, die steuerliche Vorteilhaftigkeit der beiden Rechtsformen (Betriebsstätte vs. Tochterkapitalgesellschaft) bei einer Investition in Kanada zu bewerten.
Es wird eine kritische Analyse des Steuerrechts sowie ein steuerlicher Belastungsvergleich anhand praxisorientierter Rechenbeispiele durchgeführt.
Der Hauptteil befasst sich mit der steuerlichen Einordnung von kanadischen Betriebsstätten und Tochtergesellschaften, analysiert das DBA Deutschland-Kanada und vergleicht die Steuerbelastung in verschiedenen Szenarien.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Internationales Steuerrecht, Direktinvestition, Kanada, Betriebsstätte, Tochtergesellschaft, Doppelbesteuerung und Gesamtsteuerbelastung.
Die Wahl ist entscheidend, da sich die steuerliche Behandlung von Gewinntransfers (z.B. Dividenden versus freigestellte Betriebsstättengewinne) unterscheidet, was zu einer unterschiedlichen Gesamtbelastung führt.
Das DBA regelt die Vermeidung der Doppelbesteuerung durch Freistellungs- oder Anrechnungsmethoden und beeinflusst damit maßgeblich die effektive Steuerlast des Investors.
Aufgrund des kanadischen Steuerniveaus für Körperschaften ist die Hinzurechnungsbesteuerung gemäß AStG im untersuchten Fall nahezu ausgeschlossen.
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