Bachelorarbeit, 2017
60 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Was ist Geld
2.1 Definition des Geldes anhand seiner Funktionen
2.1.1 Geld als Tausch- und Zahlungsmittel
2.1.2 Geld als Recheneinheit
2.1.3 Geld als Wertaufbewahrungsmittel
2.2 Geld in der Gesellschaft
3 Das Zahlungsverhalten in Deutschland
3.1 Nutzung der Zahlungsinstrumente
3.2 Gründe für ausschließliche Barzahlung
3.3 Befragung eines Für und Wider von Bargeld
4 Abschaffung des Bargeldes
4.1 Gründe für die Abschaffung des Bargeldes
4.1.1 Straftaten und Schattenwirtschaft
4.1.2 Geldpolitische Aspekte
4.1.3 Stabilität des Finanzsektors
4.1.4 Sicherheit und Datenschutz
4.1.5 Illegale Migration
4.1.6 Kosten
4.2 Theoretische Ansätze zur Umsetzung
4.2.1 Einführung einer EU-weiten Bargeld-Obergrenze
4.2.2 Virtuelle Währung am Beispiel Bitcoin
4.2.3 Mobile Payment
4.3 Praktische Umsetzung am Beispiel von Schweden
4.3.1 Zahlungsverhalten der schwedischen Bevölkerung
4.3.2 Gründe
4.3.3 Swish (P2P-Überweisung)
4.3.4 Chancen und Herausforderungen von Swish
4.3.5 Nachfrage des Bargeldes
5 Chancen und Herausforderungen der Bargeldabschaffung
5.1 (Volks-) Wirtschaftliche Potenziale und Risiken
5.1.1 Wachstum durch Investitionen
5.1.2 Produktivitätssteigerung
5.1.3 Kostenpotenziale
5.1.4 Preisstabilität
5.2 Potenziale und Risiken im Banken- und Finanzsektor
5.2.1 Kostenpotenziale
5.2.2 Systemstabilität
5.2.3 Cyberkriminalität
5.2.4 Verlust der Marktposition
5.3 Potenziale und Risiken auf Unternehmensebene
5.3.1 Kostenpotenziale
5.3.2 Transparenz des Marktes
5.3.3 Fehlendes Know – how
5.3.4 Unsichere rechtliche Rahmenbedingungen
5.4 Soziologische Potenziale und Risiken
5.4.1 Neue Technologie – ein Generationsproblem
5.4.2 Abstraktion des elektronischen Geldes
5.4.3 Komplexe Systeme und Vertrauensbildung
6 Kritiker und Befürworter der Abschaffung
7 Fazit
Diese Arbeit untersucht die ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen einer möglichen vollständigen Bargeldabschaffung, diskutiert dabei die Potenziale und Risiken für verschiedene Marktteilnehmer und analysiert das Zahlungsverhalten sowie Lösungsansätze anhand von Praxisbeispielen wie Schweden.
4.1.3 Stabilität des Finanzsektors
Die heutige Gesellschaft setzt auf Stabilität des Finanzsektors und das damit verbundene Vertrauen in die Geldpolitik der Banken. Allerdings kommt es in der Wirtschaft immer wieder zu plötzlichen Vertrauensverlusten und dadurch zu möglichen Bankenkrisen. Ein möglicher Vertrauensverlust der Bevölkerung veranlasst diese, in Zeiten der Krisen ihre gesicherten Geldanlagen möglichst zeitnah abzuheben.
So zahlte die Deutsche Bundesbank allein im Oktober 2008, auf Grund des Zusammenbruchs der Lehmann-Brothers Bargeld in Höhe von 11,4 Mrd. Euro aus. Ein solcher „Run“ auf die Banken wird meist als Gefahr für das Finanzsystem angesehen. Vor dem Hintergrund der Bargeldabschaffung ist die Verhinderung eines möglicher „Bank Run“ als weiterer Grund anzusehen. Denn theoretisch hätte ein Einleger ein Recht darauf seine Einlage mit sofortiger Wirkung zu kündigen, indem er sich seine Einlage als Bargeld auszahlen lässt. Bankguthaben sind genauer gesagt eine Schuld der Banken gegenüber dem Einleger. Daher achten Banken auf genügend vorhandene Liquidität, um diese Verpflichtung einhalten zu können. Dies kann jedoch nur in ruhigen Zeiten gewährleistet werden. In Zeiten möglicher Finanzkrisen, wie beispielsweise in Griechenland während einer Bankschließung 2015 oder im Jahr 2008 nach dem Zusammenbruch von Lehmann-Brothers, wäre es hingegen schwierig. Daraus lässt sich schließen, dass alle Einleger versuchen würden, möglichst zeitnah ihre Einlagen, zum Nachteil der Banken, abzuheben. Somit hätten die Banken mit geringeren Einlagen zu rechnen. Bei einem bargeldlosen Finanzsystem könnte es möglicherweise keinen „Bank Run“ in Heimatwährung mehr geben, aber solange nicht gleichzeitig Verfügungsbeschränkungen über Buchgeld eingeführt würden, könnten die Kunden versuchen, das Buchgeld in Devisen zu tauschen. Mit anderen Worten, würden sie versuchen, Bargeld in Fremdwährung zu erhalten.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Kontext der Bargelddiskussion vor dem Hintergrund krimineller Aktivitäten und technologischer Innovationen.
2 Was ist Geld: Dieses Kapitel definiert Geld anhand seiner ökonomischen Kernfunktionen und beleuchtet seine Rolle in der modernen Gesellschaft.
3 Das Zahlungsverhalten in Deutschland: Es wird das aktuelle Zahlungsverhalten der deutschen Bevölkerung analysiert, wobei eine hohe Präferenz für Bargeld festgestellt wird.
4 Abschaffung des Bargeldes: Dieses Kapitel untersucht Gründe, theoretische Ansätze sowie das schwedische Praxisbeispiel für eine Bargeldabschaffung.
5 Chancen und Herausforderungen der Bargeldabschaffung: Hier werden ökonomische, bankenspezifische und gesellschaftliche Potenziale und Risiken einer bargeldlosen Welt detailliert bewertet.
6 Kritiker und Befürworter der Abschaffung: Gegenüberstellung der konträren Ansichten prominenter Ökonomen und Vertretern von Zentralbanken bezüglich der Abschaffung.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass das Bargeld aufgrund seiner besonderen Merkmale auf absehbare Zeit erhalten bleiben dürfte.
Bargeldabschaffung, Zahlungsverhalten, Digitalisierung, Finanzsektor, Schattenwirtschaft, Geldpolitik, Cyberkriminalität, Schweden, Swish, Bitcoin, EZB, Bargeldobergrenze, Bargeld, Bargeldloser Zahlungsverkehr, Datensicherheit
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen und Perspektiven einer vollständigen Abschaffung des Bargeldes auf verschiedene Marktteilnehmer in der Wirtschaft.
Zu den Schwerpunkten zählen die ökonomischen Auswirkungen, die Rolle des Bargelds in der Gesellschaft, Sicherheitsaspekte des digitalen Zahlungsverkehrs und die geldpolitische Relevanz.
Ziel ist es, die unterschiedlichen Argumente für und gegen eine Bargeldabschaffung zu analysieren, um ein fundiertes Verständnis für zukünftige politische und gesellschaftliche Entscheidungen zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, der Auswertung statistischer Zahlungsverhaltensstudien und der Analyse von Fallbeispielen wie dem schwedischen Zahlungssystem.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Beweggründen zur Abschaffung, theoretische Umsetzungsansätze, ein Praxisbeispiel aus Schweden sowie eine detaillierte Abwägung von Chancen und Risiken.
Bargeldabschaffung, Digitalisierung, Finanzmarktstabilität, Zahlungsverhalten und sozioökonomische Auswirkungen.
Schweden gilt als weltweit führend in der Digitalisierung des Zahlungsverkehrs und bietet durch das System „Swish“ wertvolle Erkenntnisse über die praktische Umsetzung und Akzeptanz digitaler Lösungen.
Befürworter argumentieren, dass eine Abschaffung die Wirksamkeit der Geldpolitik, insbesondere bei negativen Zinssätzen, erhöhen würde, da Konsumenten ihr Kapital nicht durch das Abheben von Bargeld der Negativverzinsung entziehen könnten.
Kritiker befürchten durch die Digitalisierung eine umfassende Überwachung und Erstellung von Konsum- und Bewegungsprofilen, was die Privatsphäre der Bürger gefährden könnte.
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