Bachelorarbeit, 2019
48 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHER RAHMEN
2.1 DIE BÜROKRATIETHEORIE IN DER AUßENPOLITIKANALYSE
2.2 IMPERIAL PRESIDENCY – ARTHUR M. SCHLESINGER (1973)
3 METHODIK
3.1 FALLSTUDIE UND KONGRUENZANALYSE
3.2 ZIEL DER METHODIK
4 THE UNITED STATES CONSTITUTION 1787, CHECKS AND BALANCES SYSTEM UND DIE AMERIKANISCHE AUßENPOLITIK
5 DIE AUßENPOLITIK DER BUSH-REGIERUNG: 09/01 – 05/03
5.1 UMSTRITTENE WAHL & DEFENSIVE AUßENPOLITIK
5.2 PHASE 1: WAR ON TERRORISM: OPERATION ENDURING FREEDOM
5.2.1 Überblick
5.2.2 Anwendung des theoretischen Rahmens
5.2.3 Entwicklung der Machtbalance
5.3 PHASE 2: AXIS OF EVIL, BUSH-DOCTRINE & IRAQ-RESOLUTION
5.3.1 Überblick
5.3.2 Anwendung des theoretischen Rahmens
5.3.3 Entwicklung der Machtbalance
5.4 PHASE 3: OPERATION IRAQI FREEDOM – MISSION ACCOMPLISHED (?)
5.4.1 Überblick
5.4.2 Anwendung des theoretischen Rahmens
5.4.3 Entwicklung der Machtbalance
6 FAZIT – EINE VERSCHOBENE MACHTBALANCE?
Die Arbeit untersucht die Veränderung der außenpolitischen Machtbalance zwischen der US-Exekutive und der Legislative im Kontext des "Checks and Balances"-Systems nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie hat sich die außenpolitische Machtbalance zwischen Exekutive und Legislative im Checks and Balances-System durch die Ereignisse des 11. September 2001 verändert?
2.1 Die Bürokratietheorie in der Außenpolitikanalyse
Der in den 1970er Jahren maßgeblich durch den amerikanischen Politikwissenschaftler Graham T. Allison geprägte Erklärungsansatz der Bürokratietheorie (Brummer/Oppermann 2013: 143) kombiniert drei politikwissenschaftliche Ansätze. Die Annahme der rationalen Politik, bei der Entscheidungen der Politiker im Hinblick auf bestimmte Zwecke gefällt werden, wird verknüpft mit dem Modell organisatorischer Prozesse, unter denen Allison alle von einer Regierung getroffenen politischen Entscheidungen versteht, die durch politische Routinen und Programme festgelegt sind. Der Fokus der Untersuchung legt sich somit auf den politischen Output. Die dritte Determinante ist das bürokratische Modell, welches die intrapolitischen Verhandlungsprozesse hinzufügt.
Zusammengesetzt ergibt sich das Bürokratie-Politik-Modell, welches als Erklärungsansatz dient, weshalb eine bestimmte Gruppe in einer bestimmenden Position die Unterstützung für eine letztlich durchgeführte politische Entscheidung erhalten hat (Lehmkuhl 1996: 140). Der bürokratietheoretische Erklärungsansatz versteht Außen- und Sicherheitspolitik als das Ergebnis diverser Verhandlungen zwischen den Vertretern der unterschiedlichen bürokratischen Einheiten innerhalb einer Regierung. Diese Repräsentanten sind rational handelnde Akteure mit dem Ziel, den Nutzen der Organisation, der sie zugehörig sind, zu maximieren. Die in den Verhandlungsprozessen relevanten politischen Akteure sind in ihren außenpolitischen Strategien und Entscheidungen durch ihre bürokratische Position innerhalb des Regierungssystems geprägt.
1 EINLEITUNG: Einführung in das Thema, Vorstellung der Forschungsfrage und des Untersuchungszeitraums unter Präsident George W. Bush.
2 THEORETISCHER RAHMEN: Definition und Erläuterung der Bürokratietheorie sowie des Konzepts der Imperial Presidency als Analysewerkzeuge.
3 METHODIK: Darstellung der Kongruenzanalyse als methodische Grundlage zur Untersuchung der Fallstudie.
4 THE UNITED STATES CONSTITUTION 1787, CHECKS AND BALANCES SYSTEM UND DIE AMERIKANISCHE AUßENPOLITIK: Analyse der konstitutionellen Grundlagen und Kompetenzverteilung zwischen Exekutive und Legislative.
5 DIE AUßENPOLITIK DER BUSH-REGIERUNG: 09/01 – 05/03: Empirische Untersuchung der drei Phasen der Bush-Außenpolitik und deren Auswirkungen auf die Machtbalance.
6 FAZIT – EINE VERSCHOBENE MACHTBALANCE?: Zusammenführung der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage zur Machtverschiebung zugunsten der Exekutive.
Bush-Administration, 9/11, Außenpolitik, Machtbalance, Checks and Balances, Imperial Presidency, Bürokratietheorie, Exekutive, Legislative, Terrorismusbekämpfung, War on Terrorism, Kongress, Irak-Krieg, Afghanistan-Intervention, Entscheidungsprozesse.
Die Arbeit analysiert, wie sich das Machtverhältnis zwischen dem US-Präsidenten und dem Kongress in der Außenpolitik während der ersten Hälfte der Regierungszeit von George W. Bush nach den Ereignissen des 11. Septembers 2001 verändert hat.
Die zentralen Themen sind die Rolle der Exekutive in Krisenzeiten, die Ausweitung präsidentieller Befugnisse sowie die internen Verhandlungsprozesse innerhalb der US-Regierung.
Das Ziel ist es, mittels der Kongruenzanalyse zu prüfen, ob und inwieweit Bush seine im Wahlkampf angestrebte Stärkung der präsidentiellen Autorität erreicht hat und wie sich dies auf die Machtbalance ausgewirkt hat.
Es wird eine Fallstudie unter Anwendung der Kongruenzanalyse durchgeführt, um die empirische politische Realität mit theoretischen Modellen (Bürokratietheorie und Imperial Presidency) zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Phasen: den Krieg gegen den Terror nach 9/11, die Entwicklung der Bush-Doktrin/Achse des Bösen sowie die Vorbereitung und Durchführung der Operation Iraqi Freedom.
Sie ist durch eine interdisziplinäre Verknüpfung von Verfassungsrecht, Politikwissenschaft und bürokratietheoretischen Ansätzen zur Analyse von Entscheidungsprozessen in der US-Außenpolitik gekennzeichnet.
Die Theorie dient dazu, die internen Machtkämpfe zwischen Ministerien (insbesondere Pentagon vs. Außenministerium) und deren Einfluss auf die Entscheidungsfindung des Präsidenten transparent zu machen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Bush sein Ziel der Aufwertung des Präsidentenamtes erreicht hat, wobei die Krisensituation als Katalysator diente, um die Machtbalance zugunsten der Exekutive zu verschieben.
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