Masterarbeit, 2018
93 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Union Berlin
2.1 Vorreiter des 1. FC Union Berlin
2.2 Gründung - Heute
2.3 Fankultur
3 Deutsche Fankultur
3.1 Geschichte
3.2 Kuttenfans
3.3 Hooligans
4 Ultras.
4.1 Entstehung der Ultrabewegung in Italien
4.2 Entstehung der deutschen Ultrabewegung
4.3 Merkmale der Ultraszene
4.3.1 Ultras und Gewalt
4.3.2 Ultras und Politik
4.3.3 Ultras in der öffentlichen Darstellung
4.3.4 Geschlechter in der Ultraszene
5 Geschlechtsidentitäten
5.1 Evolutionäre Konstruktion der Geschlechtsidentität
5.2 Heutige Geschlechterkonstruktion
5.3 Geschlechtszugehörigkeit als Exklusionskriterium
5.4 Der Fußballsport als Geschlecht
5.5 Das weibliche Geschlecht in hegemonialen Sportkulturen
6 Methodisches Vorgehen
6.1 Datenerhebung
6.1.2 Das narrative Interview
6.1.3 Leitfadeninterview
6.2 Datenauswertung
7 Ergebnisse
7.1 Untersuchungsergebnisse
7.2 Ergebnisdiskussion
8 Fazit
Die Arbeit untersucht die Geschlechterkonstruktionen im Fußballsport mit einem spezifischen Fokus auf den Einstiegsprozess weiblicher Personen in Ultragruppierungen, beispielhaft dargestellt am 1. FC Union Berlin. Ziel ist es, die exklusiven Mechanismen der Szene zu identifizieren und zu ergründen, warum und wie Frauen von diesem als maskulin geprägten Raum ausgeschlossen werden oder unter welchen Bedingungen sie eine Anerkennung erreichen können.
4.3.4 Geschlechter in der Ultraszene
Im Folgenden soll es darum gehen, wie beide Geschlechter in der Ultraszene betrachtet werden und inwieweit die Zugehörigkeit zu einem Geschlecht Chancen und Zugangsmöglichkeiten in die Ultraszene bieten. Frauen werden in Verbindung mit dem Fußballsport als Sondererscheinung betrachtet, da dieser mit Maskulinität verbunden wird, wie etwa Sülzle (2005) feststellt: „Fußball und die Fußballfankultur sehe ich als wichtigen Ort gesellschaftlich wirksamer Konstruktionen von Männlichkeit“.
Gerade in Ultragruppierungen zeigt sich eine quantitative Dominanz des männlichen Geschlechts. Der Frauenanteil in solchen Gruppen wird mit lediglich rund 5% beziffert (vgl. Pilz et. al, 2006, S.86/87). Des Weiteren zeigten die Untersuchungen von Pilz et.al (Ebd., S.88/89) eine in der Ultraszene verbreitete Sicht auf die Unvereinbarkeit von Frauen und Ultratum: Über 65 % der Ultras gaben an, dass das weibliche Geschlecht kein Ultra sein kann und über 42% der befragten Ultras beantworteten die Frage ob Frauen und der Fußballsport überhaupt miteinander vereinbar seien mit „Nein“.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Fußballs als männlich dominierte Domäne ein und beleuchtet die Schwierigkeiten weiblicher Personen, sich in diesem Sport zu etablieren.
2 Union Berlin: Dieses Kapitel beschreibt die Vereinsgeschichte und die spezifische Identität des 1. FC Union Berlin sowie die Besonderheiten seiner Fankultur.
3 Deutsche Fankultur: Hier werden die historische Entwicklung, die verschiedenen Fangruppierungen wie Kuttenfans und Hooligans sowie die Entstehung der Fankultur in Deutschland thematisiert.
4 Ultras.: Der vierte Abschnitt erläutert Entstehung, Ideologie, Merkmale, Organisationsstruktur sowie das Verhältnis von Ultras zu Gewalt, Politik und Medien.
5 Geschlechtsidentitäten: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen zur Geschlechterkonstruktion, Stereotypisierung und die Positionierung des weiblichen Geschlechts in der Gesellschaft und im Sport diskutiert.
6 Methodisches Vorgehen: Hier werden das qualitative Forschungsdesign, die Datenerhebung durch narrative Interviews und Leitfadeninterviews sowie die Auswertungsmethode dargelegt.
7 Ergebnisse: Dieser Teil präsentiert die aus den Interviews mit Ultras des 1. FC Union Berlin gewonnenen Erkenntnisse und deren wissenschaftliche Diskussion.
8 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Forschungsergebnisse zusammen und beantwortet die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich des Einstiegsprozesses von Frauen in Ultragruppierungen.
Ultras, 1. FC Union Berlin, Geschlechterkonstruktion, Männlichkeit, Fankultur, Ausschlussmechanismen, Frauen im Fußball, qualitative Sozialforschung, Gruppenidentität, Stereotypen, hegemoniale Männlichkeit, Gender, Fanbewegung, Stadionkultur, soziale Exklusion.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Frage, wie Geschlechterrollen im Umfeld des Fußballs konstruiert werden und welche Hürden Frauen beim Versuch haben, in eine Ultragruppierung einzusteigen.
Die Arbeit verknüpft die Geschichte des Vereins 1. FC Union Berlin mit der soziologischen Fankulturforschung sowie Theorien zur Geschlechtsidentität und sozialen Konstruktion von Geschlecht.
Ziel ist es, das Phänomen der Geschlechterhomogenität in Ultragruppen zu erklären und zu verstehen, warum diese Gruppierungen meist exklusiv männlich organisiert sind.
Es wurde eine qualitative Forschungsstrategie gewählt, wobei narrative Interviews und Leitfadeninterviews mit männlichen und weiblichen Mitgliedern aus der Ultraszene von Union Berlin geführt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Fankultur und Geschlechterforschung sowie eine empirische Analyse, in der die Interviews ausgewertet und diskutiert werden.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Ultras, Geschlechterkonstruktion, hegemoniale Männlichkeit, Exklusionskriterien und Fanidentität.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine kategorische Ablehnung gegenüber der Aufnahme von Frauen in die Ultragruppe besteht, wobei biologische Unterschiede oder mangelnde Anpassungsfähigkeit als Begründungen für den Ausschluss angeführt werden.
Obwohl Frauen als vollwertige Ultras abgelehnt werden, sind sie in der kreativen Vorbereitung (z.B. bei Choreografien) als Zuarbeiterinnen involviert, was jedoch eher als Unterstützung der Partner und nicht als gleichberechtigte Mitgliedschaft gewertet wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

