Bachelorarbeit, 2018
50 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 DEFINITIONEN
2.2 ABGRENZUNG DES BEGRIFFS PPU
2.3 ENTSTEHUNG DES PPU-MODELLS
2.4 DIE VERSCHIEDENEN PPU-MODELLE
3. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
3.1 METHODISCHES VORGEHEN
3.2 ERHEBUNG
3.2.1 Auswahl der Interviewpartner
3.2.2 Interviewpartner
3.2.3 Inhalt des Interviewleitfadens
4. ERGEBNISSE
4.1 VERÄNDERUNGEN
4.1.1 Veränderung unternehmensinterner Strukturen
4.1.2 Veränderungen am Produkt
4.2 VORAUSSETZUNG FÜR EINE ERFOLGREICHE IMPLEMENTIERUNG BEIM KUNDEN
4.2.1 Grundvoraussetzungen
4.2.2 Verträge und Leistungsumfang
4.3 RISIKEN
4.3.1 Marktrisiko
4.3.2 Verfügbarkeitsrisiko
4.3.3 Investitionsrisiko
4.3.4 Weitere Risiken
4.4 CHANCEN
5. DISKUSSION
6. FAZIT, AUSBLICK UND LIMITATION
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen der Einführung eines Pay-per-Use-Modells (PPU) in bestehende Unternehmen zu untersuchen sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken durch eine qualitative empirische Analyse zu evaluieren.
4.3.1 Marktrisiko
Bietet ein Hersteller seinem Kunden ein PPU-Modell an, so übernimmt dieser einen großen Teil dessen wirtschaftlichen Risikos, konkret geht es um eine unzureichende Anlagenauslastung, im Falle von Absatzschwankungen und so um einen erheblichen Teil des Marktrisikos (Schuh, Gudergan, & Kampke, 2016). Bezahlt der Kunde, wie in einem PPU-Modell üblich, pro Output und es kommt durch Absatzschwankungen zu einer unerwarteten Reduktion des Outputs, vermindert sich dadurch folglich auch der kumulierte Erlös, welchen der Hersteller für das bereitgestellte Produkt erhält. Absatzschwankungen beim Kunden schlagen sich somit direkt auf den Erlös des Herstellers um.
Zur Risikominimierung setzen alle Experten auf eine Mindestzahlung seitens des Abnehmers. Darunter ist ein Sockelbetrag zu verstehen, welchen der Kunde in jedem Fall entrichten muss, unabhängig von seinem generierten Output. Dies bedeutet, dass selbst wenn die Kosten des Abnehmers, welche sich nach Output multipliziert mit den Kosten/Output ergeben, rechnerisch unter der Mindestzahlung liegen, dieser festgelegte Betrag trotzdem entrichtet werden muss. Das Unternehmen des Experten P4 vertritt dabei folgenden Standpunkt: „Wir würden ungern das komplette Marktrisiko nehmen, weil wir sagen, wir treiben das nicht. Wir sind nicht extern derjenige der vermarktet, deswegen ist die Standartposition, dass wir eine minimale Zahlung haben wollen“ (Experte P4, 2018, S.4). Der Sockelbetrag liegt in diesem Fall unterhalb der üblichen Rate für ein Leasingangebot oder einer Finanzierung und entlastet den Hersteller nicht komplett vom Marktrisiko, sondern dient als Grundabsicherung des Modells. Die Marche bei einem Sockelbetrag ist minimal. „Wir machen unser Geschäft ja nicht mit dem Sockelbetrag. Wenn wir jetzt alle Projekte auf Sockelbetrag fahren würden, dann macht das Geschäft keinen Sinn“ (Experte P4, 2018, S.12).
1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik wachsenden Wettbewerbsdrucks und die Rolle von Pay-per-Use-Modellen als innovative Differenzierungsstrategie.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Definition zentraler Begriffe wie PPU, hybride Leistungsbündel und Abgrenzung zu ähnlichen Modellen wie Subscription oder Full-Service.
3. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Beschreibung des methodischen Vorgehens mittels leitfadengestützter Experteninterviews und Vorstellung der befragten Experten.
4. ERGEBNISSE: Detaillierte Darstellung der Auswirkungen auf interne Strukturen und Produkte sowie Analyse der spezifischen Risiken und Chancen für Hersteller.
5. DISKUSSION: Abgleich der Forschungsergebnisse mit existierender Fachliteratur und theoretischen Konzepten wie Market-Pull und Technology-Push.
6. FAZIT, AUSBLICK UND LIMITATION: Zusammenfassung der Kernergebnisse und kritische Würdigung der Methodik sowie zukünftige Forschungsansätze.
Pay-per-Use, Geschäftsmodellinnovation, Risikomanagement, Marktrisiko, Verfügbarkeitsrisiko, Investitionsrisiko, Industrie 4.0, Experteninterview, qualitative Analyse, hybrides Leistungsbündel, Kundenbindung, Digitalisierung, Prozesswissen, Differenzierung, Leistungsvergütung
Die Arbeit analysiert die Implikationen der Einführung eines Pay-per-Use-Modells (PPU) in bestehende Unternehmen, wobei der Fokus auf den veränderten Unternehmensstrukturen sowie den auftretenden Chancen und Risiken liegt.
Die Arbeit thematisiert die theoretische Fundierung von PPU-Modellen, deren empirische Untersuchung durch Experteninterviews sowie eine detaillierte Risiko- und Chancenbewertung für anbietende Unternehmen.
Ziel ist es, einen Überblick über die Auswirkungen eines PPU-Modells zu geben und aufzuzeigen, wie Unternehmen die mit diesem Modell einhergehenden Risiken beherrschen können, um Wettbewerbsvorteile zu generieren.
Es wurde eine qualitative empirische Studie durchgeführt, bei der sechs Experten aus verschiedenen Branchen mittels eines leitfadengestützten Experteninterviews befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung, das methodische Vorgehen bei der Erhebung, die Präsentation der Ergebnisse hinsichtlich der Veränderungen bei Herstellern und Produkten sowie die Diskussion der Risiken und Chancen.
Wichtige Begriffe sind Pay-per-Use, Marktrisiko, Investitionsrisiko, Verfügbarkeitsrisiko, hybrides Leistungsbündel sowie die digitale Transformation von Geschäftsmodellen.
Laut der Studie ist die IT-Anbindung der Produkte eine zwingende Grundvoraussetzung, da nur durch Echtzeitüberwachung via Sensoren der Status und der Output zur leistungsgerechten Abrechnung dokumentiert und Verfügbarkeit garantiert werden kann.
Die Exklusivität schützt den Hersteller vor einem riskanten Mix aus Geschäftsmodellen beim Kunden, da bei einem sogenannten Modellmix die Gefahr besteht, dass das PPU-Produkt nur ineffizient für Auftragsspitzen genutzt wird, was den Erlös schmälert.
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