Bachelorarbeit, 2017
33 Seiten, Note: 1,7
1 Problemstellung
2 Bewertungsrelevante Rahmenbedingungen in der Unternehmenskrise
3 Grundlagen der Unternehmensbewertung
3.1 Anlässe der Unternehmensbewertung
3.2 Verfahren der Unternehmensbewertung und Eingrenzung im Krisenfall
3.3 Ausgewählte Grundsätze ordnungsmäßiger Unternehmensbewertung
4 Kritische Analyse der Unternehmensbewertung in der Unternehmenskrise
4.1 Prognose der künftigen Erfolgsbeiträge
4.2 Bestimmung der Kapitalkosten
4.2.1 Eigenkapitalkosten
4.2.2 Fremdkapitalkosten
4.3 Ewige Rente
4.4 Abschließende Würdigung
5 Zusammenfassung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Eignung klassischer Verfahren der Unternehmensbewertung für Unternehmen in einer Krisensituation. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse, wie klassische Bewertungsmodelle an die durch die Krise verschärften Unsicherheitsfaktoren angepasst werden können, um einen für den Anlass adäquaten, subjektiven Unternehmenswert für potenzielle Käufer zu ermitteln.
4.2.2 Fremdkapitalkosten
Im Rahmen des CAPM wird angenommen, dass die Fremdkapitalkosten dem risikolosen Zinssatz gleichen, wodurch das gesamte Ausfallrisiko durch den Betafaktor den Eigenkapitalgebern zugeschrieben wird. Fremdkapitalzinsen auf dem Niveau des risikolosen Basiszinssatzes ergeben sich allerdings nur dann, wenn von sämtlichen Insolvenzrisiken abgesehen wird. Es ist jedoch empirisch belegt, dass für Fremdkapital ein Ausfallrisiko existiert, welches anhand von sog. Credit Spreads am Kapitalmarkt gemessen werden kann. Der Credit Spread misst die Risikoprämie, welche von den Fremdkapitalgebern als Kompensation für das Ausfallrisiko verlangt wird. In der Unternehmenskrise können darüber hinaus vertraglich festgesetzte Klauseln (sog. Covenants) greifen, welche die Zinszahlungen an den Gläubiger erhöhen.
Zur Bestimmung der Fremdkapitalkosten können die veröffentlichten Abschlussinformationen des Unternehmens herangezogen werden. Die Fremdkapitalkosten ergeben sich dann als Quotient der angefallenen Zinszahlungen und dem Buchwert des Fremdkapitals. In der Unternehmenskrise werden die Zinszahlungen aufgrund der erhöhten Unsicherheiten regelmäßig ansteigen, sodass die Verwendung historischer Zinssätze nicht in einem angemessenen Verhältnis zu den aktuellen Risiken des Unternehmens stehen würden. Diese Vorgehensweise widerspricht daher dem Risikoäquivalenzprinzip. Zudem steht dieser Ansatz im Widerspruch zum Zukunftsbezogenheitsprinzip, da ein potenzieller Käufer nur an den künftigen Kapitalkosten interessiert ist, die er zur Generierung der Cash-Flows aufwenden muss. Problematisch ist darüber hinaus, dass bei der Bildung des Quotienten eine Stromgröße (Zinszahlungen) in Bezug zu einer Bestandsgröße (Buchwert des Fremdkapitals) gesetzt wird.
1 Problemstellung: Hinführung zur Thematik, Bedeutung der Zukunftsperspektive in der Bewertung und Darstellung des Ziels der Arbeit.
2 Bewertungsrelevante Rahmenbedingungen in der Unternehmenskrise: Analyse der Krisenmerkmale, ihrer Ursachen und der daraus resultierenden Konsequenzen für die Unternehmensbewertung.
3 Grundlagen der Unternehmensbewertung: Überblick über Bewertungsanlässe, Methoden und die für die Arbeit zentralen Grundsätze ordnungsmäßiger Unternehmensbewertung.
4 Kritische Analyse der Unternehmensbewertung in der Unternehmenskrise: Detaillierte Untersuchung von Prognosemethoden, Kapitalkostenbestimmung und der ewigen Rente unter Krisenbedingungen.
5 Zusammenfassung: Synthese der wesentlichen Analyseaspekte und Fazit hinsichtlich der Eignung von Bewertungsverfahren in Krisenfällen.
Unternehmensbewertung, Unternehmenskrise, DCF-Verfahren, Kapitalkosten, WACC, Risikoäquivalenzprinzip, Zukunftsbezogenheitsprinzip, Subjektivitätsprinzip, Debt-Beta, Turnaround, Prognose, Cash-Flow, Insolvenzrisiko, Unternehmenswert, Sanierungskonzept.
Die Arbeit analysiert kritisch, wie Unternehmen, die sich in einer Krisensituation befinden, bewertet werden können und welche Anpassungen in der methodischen Vorgehensweise notwendig sind, um der hohen Unsicherheit Rechnung zu tragen.
Die Arbeit behandelt die Prognose künftiger Erfolgsbeiträge, die korrekte Bestimmung von Eigen- und Fremdkapitalkosten unter Krisenbedingungen sowie die kritische Würdigung der Annahme einer ewigen Rente.
Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit klassische Bewertungsverfahren geeignet sind, Krisensituationen abzubilden, und aufzuzeigen, welche Modifikationen erforderlich sind, um einen subjektiven Unternehmenswert für potenzielle Investoren zu ermitteln.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Bewertungskonzepten, insbesondere dem Discounted Cash-Flow-Verfahren (DCF) und dem WACC-Ansatz.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung bewertungsrelevanter Rahmenbedingungen, die theoretischen Grundlagen der Unternehmensbewertung sowie die spezifische, kritische Analyse der Bewertungsbestandteile (Erfolgsbeiträge, Kapitalkosten, ewige Rente) im Krisenkontext.
Wesentliche Begriffe sind Unternehmensbewertung, Unternehmenskrise, DCF-Verfahren, WACC, Insolvenzrisiko und das Risikoäquivalenzprinzip.
Das klassische CAPM geht von einem risikolosen Fremdkapitalzins aus. In der Krise existieren jedoch signifikante Ausfallrisiken, die bei Fremdkapital über Credit Spreads oder Debt-Betas abgebildet werden müssen, um das Risikoäquivalenzprinzip zu wahren.
Die ewige Rente setzt einen eingeschwungenen Zustand voraus, der in einer Krise meist nicht gegeben ist. Zudem widerspricht die Fortschreibung historischer Trends dem Zukunftsbezogenheitsprinzip, weshalb der Detailplanungszeitraum oft angepasst werden muss.
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