Wissenschaftlicher Aufsatz, 2006
50 Seiten
1. Einleitung
2. Nahrungsergänzungsmittel
2.1 Allgemeines
2.2 Für welche Personen sind Nahrungsergänzungsmittel geeignet?
3. Vitamine
3.1 Die Entdeckung der ersten Vitamine
3.2 Definition der Vitamine
3.3 Antioxidantien und Radikale
3.4 Der gefährliche Irrtum: Wir leiden unter Vitaminmangel
3.5 Vitamine sind nicht gleich Vitamine
3.6 Die Wirkungen, Risiken und Nebenwirkungen der Vitamine und deren Vorkommen und Anteile in Lebensmitteln
3.6.1 Vitamin A und Beta Carotin (Provitamin A)
3.6.2 Vitamin B1
3.6.3 Vitamin B2
3.6.4 Vitamin B3
3.6.5 Vitamin B6
3.6.6 Vitamin B12
3.6.7 Vitamin C
3.6.8 Vitamin D
3.6.9 Vitamin E
3.6.10 Vitamin K
3.6.11 Folsäure
3.6.12 Vitamin Q 10
3.6.13 Pantothensäure
3.7 Wechselwirkungen von Vitaminen und Arzneimitteln
3.7.1 Vitamin B:
3.7.2 Vitamin C:
3.7.3 Vitamin E:
3.7.4 Vitamin K:
3.7.5 Folsäure:
3.7.6 Vitamin Q10:
3.8 Wo Vitaminpräparate nicht helfen können
3.8.1 Vitamin A und Beta Carotin (Provitamin A)
3.8.2 Vitamin B1
3.8.3 Vitamin B2
3.8.4 Vitamin B3
3.8.5 Vitamin B6
3.8.6 Vitamin B12
3.8.7 Vitamin P (Rutosid)
3.8.8 Vitamin C
3.8.9 Vitamin D
3.8.10 Vitamin E
3.8.11 Vitamin Q 12
4. Mineralstoffe
4.1 Calcium
4.2 Chlor
4.3 Kalium
4.4 Magnesium
4.5 Natrium
4.6 Phosphor (Phosphate)
4.7 Schwefel (Sulfate, Sulfide)
5. Spurenelemente
5.1 Chrom
5.2 Eisen
5.3 Fluor
5.4 Jod
5.5 Kupfer
5.6 Mangan
5.7 Molybdän
5.8 Selen
5.9 Zink
5.10 Kobalt
5.11 Vanadium
5.12 Zinn
6. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Sinnhaftigkeit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln vor dem Hintergrund einer weit verbreiteten, aber oft unbegründeten Annahme eines chronischen Nährstoffmangels. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob diese Supplemente gesundheitlichen Nutzen bieten oder aufgrund potenzieller Überdosierungen und Wechselwirkungen ein gesundheitliches Risiko darstellen.
3.6.1 Vitamin A und Beta Carotin (Provitamin A)
Bei regelmäßiger Einnahme höherer Dosierungen wurden folgende Symptome beobachtet:
- Missbildungen bei Kindern und Wachstumsverminderung durch die erhöhte Vitamin Aufnahme während der Schwangerschaft. Ferner können zu hohe Einnahmen von Vitamin A toxisch auf das Kind wirken [2, 5].
- Steigerung des Risikos, an Osteoporose zu erkranken. Vitamin A beschleunigt den Knochenabbau, und hemmt die Aktivität des Vitamin D (Kalziumeinlagerung in die Knochen) [2].
- Erhöhung der Blutfettwerte [2].
- Erhöhung des Lungenkrebsrisikos bei Rauchern. Einer finnischen Studie zufolge, an der dreißigtausend Raucher teilnahmen, erkrankten die Personen, die täglich 20 mg Beta-Carotin-Präparate bekamen, um 18% häufiger an Lungenkrebs. Die Sterblichkeitsrate stieg um 8%. Eine amerikanische Studie, an der rund 18.000 Raucher und Personen, die einer Asbestbelastung ausgesetzt waren, führte zu ähnlichen Ergebnissen. Hierbei stiegen die Lungenkrebsfälle bei der Gruppe, die täglich 30 mg Beta-Carotin und Vitamin A bekamen, um 28% an. Die Zahl der Todesfälle durch Lungenkrebs stieg um 46% [2, 7].
- Asthma. Eine regelmäßige Vitamin A-Einnahme in höherer Dosierung soll laut einer Studie des College of Health Sciences (Iowa) zu starken asthmatischen Anfällen führen [2].
- Erbrechen, Appetitlosigkeit, Hautabschuppungen [2, 5].
- Lebervergrößerungen, Leberschäden [5].
- Schwellungen von Lymphdrüsen und Gelenken [5].
- Austrocknen der Haut, Haarausfall [2].
- Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Gelbfärbung der Haut [1].
1. Einleitung: Beleuchtet die Popularität und die hohen Umsätze von Nahrungsergänzungsmitteln sowie die Skepsis gegenüber der weit verbreiteten Annahme eines chronischen Nährstoffmangels.
2. Nahrungsergänzungsmittel: Erläutert den rechtlichen Status als Lebensmittel und die Grenzen der Verwendung, insbesondere hinsichtlich der Abgrenzung zu Arzneimitteln und der Gefahren durch unkontrollierte Selbstmedikation.
3. Vitamine: Analysiert die Geschichte, Definition und Funktion verschiedener Vitamine sowie die Gefahren ihrer Überdosierung und die teils widerlegten Wirkversprechen.
4. Mineralstoffe: Beschreibt die Funktionen und Risiken von Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium und Natrium, wobei besonders auf die Bedeutung eines ausgewogenen Verhältnisses im Körper hingewiesen wird.
5. Spurenelemente: Detailliert die Funktionen und Risiken von Spurenelementen wie Eisen, Jod, Selen und Zink, die in geringen Dosen essenziell, aber bei Überdosierung gesundheitsgefährdend sein können.
6. Zusammenfassung: Betont abschließend, dass eine ausgewogene Ernährung unter normalen Umständen zur Nährstoffdeckung ausreicht und die Einnahme von Supplementen oft unnötig und potenziell riskant ist.
Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Überdosierung, Mangelerscheinungen, Nährstoffbedarf, ausgewogene Ernährung, Präparate, Wechselwirkungen, Gesundheit, Risikoanalyse, Selbstmedikation, Lebensmittelverordnung, Antioxidantien.
Die Arbeit hinterfragt kritisch, ob die weit verbreitete Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln gesundheitlich sinnvoll ist oder ob sie aufgrund der täglichen Ernährung und potenzieller Risiken bei Überdosierung eher vermieden werden sollte.
Die Arbeit behandelt Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, deren biologische Funktionen, die Gefahren ihrer Überdosierung sowie ihre Wechselwirkungen mit Medikamenten.
Ziel ist es, den Verbraucher über die tatsächliche Notwendigkeit von Nährstoffpräparaten aufzuklären und vor dem unkritischen Einsatz als "Wundermittel" zu warnen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, wissenschaftlichen Studien (z.B. Finnland-Studie, CARET-Studie) und offiziellen Richtlinien (DGE, EU-Kommission), um die Wirksamkeit und Sicherheit von Supplementen zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auflistung und Analyse der einzelnen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, inklusive ihrer spezifischen Funktionen, Mangelerscheinungen, Risiken bei Überdosierung und Quellen in Lebensmitteln.
Nahrungsergänzungsmittel, Überdosierung, Nährstoffmangel, Supplemente, Gesundheitsrisiken, Ernährung.
Die Arbeit warnt vor der Einnahme, da diese nicht immer zum Erfolg führen, Wechselwirkungen unklar sind und eine Überdosierung zu ernsthaften gesundheitlichen Schäden führen kann.
Nein, die Arbeit zeigt auf, dass der oft gemessene niedrige Vitaminspiegel bei Rauchern eher eine Schutzreaktion des Körpers darstellt und die Einnahme von Supplementen wie Beta-Carotin bei Rauchern sogar das Krebsrisiko erhöhen kann.
Weil viele der Heilversprechen wissenschaftlich nicht belegt sind und ein "Viel hilft viel"-Ansatz bei Nährstoffen das natürliche Gleichgewicht im Körper stören und zu gefährlichen Nebenwirkungen führen kann.
Zwar erhöht Sport den Nährstoffbedarf, doch dieser kann üblicherweise durch eine gezielte Ernährung abgedeckt werden; isotonische Getränke oder Apfelschorle reichen meist aus, um Verluste durch Schweiß auszugleichen.
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