Magisterarbeit, 2017
136 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
I. Theoretischer Teil
1. Erklärung der Grundbegriffe
1.1. Funktionsverb und Vollverb
1.2. Was sind Funktionsverbgefüge?
2. Klassifizierung der Funktionsverbgefüge
2.1. Morphologische Formen
2.1.1. Funktionsverben mit Präpositionalgruppe
2.1.2. Funktionsverben mit Akkusativ
2.2. Passivische und aktivische Bedeutung
2.3. Festigkeit der Funktionsverbgefüge
2.4. Aktionsarten und semantische Beziehungen
3. Kriterien der Funktionsverbgefüge
3.1. Syntaktische Kriterien der Funktionsverbgefüge
3.2. Semantische Kriterien der Funktionsverbgefüge
4. Funktionsverbgefüge im Türkischen
4.1. Verbalkomplexe
4.2. Klassifizierung der Verbalkomplexe
4.3. Semantisch-Zusammengesetzte Verben
5. Kriterien der FVG im Türkischen
5.1. Syntaktische Kriterien der Verbalgefüge
5.2. Semantische Kriterien der Verbalgefüge
6. Schlussbetrachtungen zum theoretischen Teil
II. Praktischer Teil
7. Die Printmedien – Charakteristik der untersuchten Zeitungen
7.1. Die ZEIT
7.2. Hürriyet
8. Analyse der FVG in den ausgewählten Zeitungen
8.1. Die ZEIT
8.1.1. Nominale Teil der FVG
8.1.2. Präpositionale FVG
8.1.3. Akkusativische FVG
8.1.4. Passivwertige FVG
8.1.5. Durative-Kausative-Inchoative FVG
8.1.6. Negation + FVG
8.1.7. Häufigkeit der FVG
8.1.8. Kommunikationsreihen der FVG
8.1.9. Attribute und FVG
8.2. Hürriyet
8.2.1. Nominale Teil der FVG
8.2.3. Präpositionale und Akkusativische FVG
8.2.4. Passivwertige FVG
8.2.5. Negation + FVG
8.2.6. Häufigkeit der FVG
8.2.7. Kommunikationsreihen der FVG
8.2.8. Attribute und FVG
9. Vergleich der Ergebnisse aus den Zeitungen DIE ZEIT UND HÜRRIYET
10. Schlussfolgerungen
Die vorliegende Masterarbeit verfolgt das Ziel, Funktionsverbgefüge (FVG) im Deutschen und Türkischen kontrastiv zu analysieren. Dabei steht die Untersuchung dieser Konstruktionen in der geschriebenen Sprache von Printmedien im Mittelpunkt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrer syntaktischen und semantischen Verwendung aufzuzeigen.
1.1. Funktionsverb und Vollverb
Im Deutschen gibt es einige Verben wie bringen, kommen, geben, machen, ... deren eigene Bedeutungen gleichfalls verblasst oder verloren gegangen sind, wenn sie mit einem als Objekt fungierenden Verbalsubstantiv verwendet werden (vgl. Jie: 1983), wie in den folgenden Beispielen:
zum Abschluss bringen/kommen, Anregung geben, Andeutung/Ausführung/Mitteilung machen, zur Aufführung bringen/kommen, Versprechen geben, zur Verteilung/zur Einhaltung/Einwilligung (Duden, 1995: 206).
Die Verben in diesen Konstruktionen bzw. Gefügen haben also nur noch die Funktion eines Verbs, sind aber nicht mehr isoliert und selbständig benutzbar. Sie heißen daher Funktionsverben und sind stets mit einem Abstraktum, das häufig von einem Verb oder Adjektiv abgeleitet ist, zu einem Gefüge verbunden. Man nennt diese ganze Struktur auch Funktionsverbgefüge (vgl. Götze/Hess-Lüttich, 1989: 80). Aus diesen Gründen lassen sich FVG nach Helbig/Buscha (1996: 79) zu einer eigenen Klasse von Verben zusammenschließen: Aus den finiten Verben werden die Funktionsverben als die Gruppe von Verben ausgesondert, die in einer bestimmten Verwendung im Satz das Prädikat nicht allein ausdrücken.
1. Erklärung der Grundbegriffe: Definition der Funktionsverbgefüge im Deutschen und Differenzierung zwischen Funktionsverben und Vollverben.
2. Klassifizierung der Funktionsverbgefüge: Unterteilung der FVG in morphologische Formen, passivische/aktivische Bedeutung sowie Aktionsarten und semantische Beziehungen.
3. Kriterien der Funktionsverbgefüge: Detaillierte Analyse syntaktischer und semantischer Kriterien wie Nominalteil, Paraphrasierung, Substitution und Negation.
4. Funktionsverbgefüge im Türkischen: Auseinandersetzung mit Verbalkomplexen im Türkischen und der Problematik der Definition und Abgrenzung.
5. Kriterien der FVG im Türkischen: Anwendung der deutschen Kriterien auf das Türkische sowie Analyse der Bildungsweise und Artikelverhältnisse bei Verbalgefügen.
6. Schlussbetrachtungen zum theoretischen Teil: Zusammenfassung der theoretischen Ergebnisse zur kontrastiven Analyse.
7. Die Printmedien – Charakteristik der untersuchten Zeitungen: Vorstellung der Zeitungen "Die ZEIT" und "Hürriyet" als Untersuchungsgrundlage.
8. Analyse der FVG in den ausgewählten Zeitungen: Empirische Untersuchung der FVG-Vorkommen in den gewählten Medien inklusive Häufigkeit und Attribuierbarkeit.
9. Vergleich der Ergebnisse aus den Zeitungen DIE ZEIT UND HÜRRIYET: Gegenüberstellung und statistische Auswertung der FVG-Daten aus beiden Zeitungen.
10. Schlussfolgerungen: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Bedeutung der Arbeit für die kontrastive Linguistik.
Funktionsverbgefüge, FVG, Funktionsverb, Vollverb, Verbalkomplexe, Kontrastive Linguistik, Printmedien, Die ZEIT, Hürriyet, Syntax, Semantik, Aktionsarten, Verbalgefüge, Deutsch, Türkisch
Die Arbeit analysiert die Struktur und Verwendung von Funktionsverbgefügen (FVG) in der deutschen und türkischen Sprache unter einer kontrastiven Perspektive.
Zentral sind die morphologischen, syntaktischen und semantischen Merkmale von Funktionsverbgefügen sowie deren Verwendung in der Pressesprache.
Das primäre Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Bildung und Nutzung von FVG in beiden Sprachen zu identifizieren und die Lücke in der Beschreibung türkischer Verbalgefüge zu schließen.
Es wird eine kontrastive Analyse angewandt, die auf einem deskriptiven Kriterienkatalog basiert, um die FVG in den Zeitungen "Die ZEIT" und "Hürriyet" zu kategorisieren.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil, der Kriterien definiert, und einen praktischen Teil, der diese auf die Daten aus den genannten Zeitungen anwendet.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Funktionsverbgefüge, kontrastive Linguistik, Printmedien und Verbalkomplexe charakterisieren.
Die Pressesprache wurde gewählt, da FVG in der geschriebenen Sprache häufig verwendet werden und eine hohe Informationsdichte sowie Modellcharakter aufweisen.
Während im Deutschen präpositionale FVG dominieren, treten im Türkischen häufiger akkusativische oder durch Kasussuffixe gebildete Strukturen auf, zudem fehlt im Türkischen das grammatische Geschlecht.
Nein, die Abgrenzung ist komplex, da im Türkischen "Verbalkomplexe" als Oberbegriff für diverse Nomen-Verb-Verbindungen dienen, von denen nicht alle als FVG im deutschen Sinne klassifiziert werden können.
Die Arbeit hilft dabei, die grammatische Struktur von FVG im Türkischen zu systematisieren, was den Lernprozess beim Erwerb der deutschen Sprache durch das Finden direkter Entsprechungen erleichtern kann.
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