Bachelorarbeit, 2019
59 Seiten, Note: 2,3
1 Einführung in die Thematik
1.1 Relevanz der Thematik
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Annäherung an den Begriff Spannung
2.1 Etymologie und Verwendung des Wortes Spannung
2.2 Erklärung und Definition des Phänomens Spannung
2.3 Physische Reaktionen auf das Spannungserleben
2.4 Problem der Individualität des Spannungserlebens
2.5 Spannung im Film – durch was Spannung ausgelöst wird (filmische Gestaltungsmittel)
3 Hypothesenentwicklung
4 Methodisches Vorgehen
4.1 Forschungsfrage
4.2 Verwendete Methode
4.2.1 Die Beobachtung
4.2.2 Die Befragung
4.3 Stichprobe
4.4 Das im Rahmen der Beobachtung gezeigte Material
4.5 Kategorienschema
4.6 Vorgehensweise
4.7 Gütekriterien und Fehlerquellen
4.7.1 Reliabilität der Messung
4.7.2 Validität der Messung
5 Ergebnisse der Studie
5.1 Graphische Darstellung der Ergebnisse
5.2 Verifizierung und Falsifizierung der Hypothesen
6 Schluss
6.1 Zusammenfassung
6.2 Limitation
6.3 Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die wissenschaftlich umstrittene Beobachtbarkeit von Spannungsempfinden bei Rezipienten während des Filmkonsums zu evaluieren und empirisch zu prüfen. Die Arbeit fragt danach, ob sich das Spannungserleben anhand physischer Verhaltensweisen externalisiert und objektiv erfassen lässt.
2.3 Physische Reaktionen auf das Spannungserleben
Das Erleben von Emotionen wurde im vorhergehenden Kapitel bereits in Verbindung mit dem Erleben von Spannung beschrieben. So erlebt man beispielsweise Hoffnungs-, Furcht- oder Angstgefühle, aus deren Symbiose das Spannungsgefühl entsteht, ebenso wie empathische Emotionen zu Protagonisten, die zu einem gewissen Spannungserleben führen. Konträr dazu entwickeln sich wohl auch solche Emotionen aus einem Spannungserleben. Das Zusammenspiel verschiedener Emotionen ruft so in Wechselwirkung psychisch-emotionale Reaktionen hervor, die nach außen nicht zwingend sichtbar, vor allem aber nicht differenzierbar sind. Schließlich entwickelt der Mensch aus solchen Emotionen physische Reaktionen, die im Folgenden erläutert werden.
Zunächst soll auf den Effekt der verschobenen Zeitempfindung während des Spannungserlebens eingegangen werden. Die dadurch veränderte Wahrnehmung von Zeit kann zwar nur teilweise, vorrangig bei der Rezeption von Texten beobachtet werden, der Vollständigkeit halber wird sie dennoch angeführt. Spannungsepisoden zeichnen sich meist durch eine spezielle Zeiterfahrung aus. Spannung bezieht sich immer auf einen in der Zukunft liegenden Punkt, der meist herausgezögert wird, um die Spannung aufrecht zu erhalten oder zu steigern. So entsteht beim Rezipienten der Eindruck, als würde die Zeit übermäßig und ohne nachvollziehbaren Grund gestreckt werden.
1 Einführung in die Thematik: Dieses Kapitel motiviert das Forschungsinteresse an der Spannung als menschliche Emotion und definiert die Zielsetzung der Arbeit, deren Beobachtbarkeit zu prüfen.
2 Annäherung an den Begriff Spannung: Hier erfolgt eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Spannungsbegriff, seinen Definitionen, den physischen Reaktionen und den filmischen Mitteln zu dessen Erzeugung.
3 Hypothesenentwicklung: Auf Basis der Theorie werden drei Hypothesen aufgestellt, welche die Beobachtbarkeit von Spannung und den Zusammenhang mit filmischen Mitteln sowie Selbsteinschätzungen formulieren.
4 Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsdesign, das eine kombinierte Methode aus offener, nicht-teilnehmender Fremdbeobachtung und einer anschließenden Befragung der Probanden umfasst.
5 Ergebnisse der Studie: Die Daten aus den Beobachtungsbögen und Fragebögen werden präsentiert, visualisiert und im Hinblick auf die Bestätigung der Hypothesen diskutiert.
6 Schluss: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Limitationen der Untersuchung und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Spannung, Spannungserleben, Rezeption, Rezeptionsforschung, Beobachtung, Wirkungsforschung, Filmwissenschaft, Emotionalität, filmische Gestaltungsmittel, Medienpsychologie, Empirie, Hypothesenprüfung.
Die Bachelorarbeit untersucht, ob und wie man das emotionale Erleben von Spannung bei Zuschauern während der Rezeption eines Filmes beobachten und messen kann.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Spannung, die Analyse der filmischen Mittel zur Spannungserzeugung sowie die Methodik der Beobachtungs- und Befragungsforschung.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob Spannung anhand von beobachtbaren Verhaltensmustern – insbesondere der Bewegungsaktivität der Rezipienten – wissenschaftlich nachweisbar ist.
Die Verfasserin wendet eine Methodentriangulation an, bestehend aus einer offenen, nicht-teilnehmenden Fremdbeobachtung der Probanden und einer quantitativen Befragung mittels Fragebögen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Spannungsphänomene und der filmischen Gestaltungsmittel, gefolgt vom empirischen Teil, der das methodische Vorgehen und die Auswertung der erhobenen Daten dokumentiert.
Zu den Kernbegriffen gehören Spannungserleben, Rezeptionsforschung, Beobachtung, Medienwirkung und filmische Gestaltungsmittel.
Im Gegensatz zu reinen Text- oder Filmanalysen liegt der Fokus dieser Arbeit auf der messbaren emotional-affektiven Reaktion des Publikums ("Rezipienten") auf den Medientext.
Alle drei aufgestellten Hypothesen wurden verifiziert; es konnte gezeigt werden, dass Spannung bei Zuschauern durch ein reduziertes Bewegungsverhalten sichtbar wird und mit den Selbsteinschätzungen der Probanden korreliert.
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