Fachbuch, 2020
60 Seiten
1. Theoretischer Hintergrund
1.1 Erkenntnisinteresse
1.2 Forschungsfrage
1.3 Parasoziale Interaktion
1.4 Parasoziale Beziehungen
1.5 Messung von Parasozialer Interaktion
1.6 Parasoziale Meinungsführer
1.7 YouTube
1.8 Nutzergruppe
1.9 Produzenten
1.10 Glaubwürdigkeit
1.11 Fragestellung und Hypothesen
2. Methode
2.1 Stichprobe
2.2 Durchführung
2.3 Videoproduktion
2.4 Messinstrumente
2.5 METI-Inventar
2.6 PSI-Scale
3. Ergebnisse
3.1 Explorative Datenanalyse
4. Diskussion
4.1 Einschränkungen und Schlussfolgerungen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die parasoziale Interaktion von YouTubern einen Einfluss auf deren wahrgenommene Glaubwürdigkeit bei Followern hat. Dabei wird insbesondere analysiert, ob eine gezielte Manipulation parasozialer Interaktionselemente die Einschätzung von Expertise, Integrität und Wohlwollen beeinflusst.
1.3 Parasoziale Interaktion
Horton und Wohl bezeichnen parasoziale Interaktion (PSI) als „one sided, nondialectical, controlled by the performer, and not susceptible of mutual development” (Horton & Wohl, 1956, S. 215). Nach diesem Ansatz wird PSI als einseitige und vom Sender kontrollierte Botschaft verstanden.
Hartmann unterscheidet zwischen sozialer und parasozialer Interaktion. Soziale Interaktion setzt voraus, dass mindestens zwei Menschen sich der Anwesenheit des anderen bewusst sind und in Interaktion miteinander stehen bspw. durch eine face-to-face Kommunikation. Interaktion beschreibt den Begriff der Wahrnehmung der Aktion des einen Akteurs durch den anderen und die darauffolgende Reaktion. Soziale Interaktion ist dementsprechend reziprok, also wechselseitig (Hartmann, 2010, S. 13). Die parasoziale Interaktion unterscheidet sich von der sozialen Interaktion in einem wesentlichen Punkt, und zwar interagiert hier die Medienfigur, als Interaktionspartner*in mit einem für sie unsichtbaren Gegenüber. Jedoch sind sich beide Interaktionspartner der Anwesenheit des anderen bewusst und berücksichtigen das Verhalten des anderen (Hartmann, 2010, S. 14). Nach Hartmann (2010) existiert ein blinder Fleck in der parasozialen Interaktion, wodurch die Medienfigur nicht in der Position ist, Rezipierende und deren Reaktion zu beobachten. Dem/der blinden Interaktionspartner*In ist es unmöglich die Beobachterrolle einzunehmen und beschränkt sich daher auf sein/ihr Handeln.
1. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen zu parasozialer Interaktion und Beziehungen, führt in die Besonderheiten der Plattform YouTube ein und definiert das Konstrukt Glaubwürdigkeit für die weitere Untersuchung.
2. Methode: Hier wird das experimentelle Design der Studie beschrieben, inklusive der Stichprobenerhebung, der Produktion des Stimulusmaterials sowie der verwendeten Messinstrumente zur Erfassung von PSI und Glaubwürdigkeit.
3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der erhobenen Daten mittels t-Tests und analysiert die Hypothesen sowie explorative Zusammenhänge wie geschlechtsspezifische Unterschiede.
4. Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, methodische Einschränkungen erörtert und ein Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe in der Medienpsychologie gegeben.
Parasoziale Interaktion, Parasoziale Beziehungen, Glaubwürdigkeit, YouTube, Parasoziale Meinungsführer, Medienpsychologie, Online-Kommunikation, Expertise, Integrität, Wohlwollen, Rezipienten, Stimulusmaterial, Experimentelles Design, Soziale Netzwerke
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Auftreten eines YouTubers (parasoziale Interaktion) und der Einschätzung seiner Glaubwürdigkeit durch die Zuschauer.
Zentrale Themen sind die theoretischen Modelle parasozialer Interaktion, die Plattform YouTube als Kommunikationsraum sowie die psychologische Messung von Glaubwürdigkeit in digitalen Medien.
Das Ziel ist es zu klären, ob eine gezielte Erhöhung parasozialer Interaktionselemente in einem Video dazu führt, dass der YouTuber als glaubwürdiger wahrgenommen wird.
Es wurde ein experimentelles Between-Subjects-Design mit zwei unabhängigen Gruppen gewählt, denen jeweils ein Video mit unterschiedlichem Grad an parasozialer Interaktion gezeigt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen, die methodische Darstellung des Experiments, die Präsentation der statistischen Ergebnisse sowie eine abschließende Diskussion der Befunde.
Die Arbeit fokussiert auf Fachbegriffe wie parasoziale Interaktion, Glaubwürdigkeit, YouTube, parasoziale Meinungsführer und empirische Medienforschung.
Die Ergebnisse zeigten entgegen der Annahme keinen positiven Effekt; im Gegenteil: Eine hohe parasoziale Interaktion wirkte sich in der Studie sogar negativ auf die wahrgenommene Expertise aus.
Es konnte festgestellt werden, dass Frauen den fiktiven YouTuber insgesamt glaubwürdiger einschätzten als Männer, was möglicherweise auf eine höhere wahrgenommene Attraktivität zurückzuführen ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

