Wissenschaftliche Studie, 2006
22 Seiten
1 Einleitung
2 Technische Daten
3 Zur Ikonographie des Altars und seiner Bedeutung
4 Die linke Altartafel
5 Die Mitteltafel
6 Die rechte Altartafel
7 Die Rückseite des Altars
8 Die Komposition des Bildprogramms
8.1 Zur Gestaltung der Bildräume
8.2 Zur Anbindung der Flügel
9 Die Bedeutung des Altars
Diese Arbeit untersucht den Bladelin-Altar von Rogier van der Weyden, um das ikonographische Programm, die verwendeten literarischen Quellen und die kompositorische Struktur des Triptychons umfassend zu erschließen und wissenschaftlich einzuordnen.
3 Zur Ikonographie des Altars und seiner Bedeutung
Für die Erschließung der Ikonographie des aus anderen Gemälden recht bekannten religiösen Themas dieses Triptychons stellt sich, aufgrund seiner eigenwilligen ikonographischen Merkmale, die Frage nach den religiösen literarischen Quellen, auf die diese zurückgehen. PANOFSKY sieht die Grundlage in dem Kapitel De Nativitate domini nostri Jesu Christi des Buches Legenda Aurea (dtsch. Goldene Legende). Nach PANOFSKI soll es sich beim Bladelin-Altar um eine minutiöse bildliche Umsetzung dieses Textpassus handeln. Eine Analyse zeigt jedoch, daß PANOFSKIs Annahme unzureichend ist und man davon ausgehen muss, daß auch andere Quellen für die komplexe Ikonographie von Bedeutung gewesen sein müssen.
Darüber hinaus konnten Erzählebenen mit historisch politischem Gehalt nachgewiesen werden, die zwar nicht auf religiösen Quellen basieren, aber die Aussage und Bedeutung des Altars mitbestimmen.
1 Einleitung: Vorstellung des Werkes, des Künstlers Rogier van der Weyden und der Zielsetzung der ikonographischen Untersuchung.
2 Technische Daten: Angaben zu Material, Maßen, Entstehungszeit und der heutigen Verwahrung des Altars in Berlin.
3 Zur Ikonographie des Altars und seiner Bedeutung: Kritische Auseinandersetzung mit den literarischen Quellen und der Einführung historisch-politischer Bedeutungsebenen.
4 Die linke Altartafel: Detaillierte Analyse der Vision des Kaisers Augustus unter Berücksichtigung religiöser und politischer Symbolik.
5 Die Mitteltafel: Beschreibung der Geburt Christi sowie der Rolle des Stifters und der engelhaften Begleitung in der zentralen Szene.
6 Die rechte Altartafel: Untersuchung der Darstellung der drei Könige aus dem Osten und deren biblisch-legendarischen Hintergrund.
7 Die Rückseite des Altars: Erläuterung der in Grisaille ausgeführten Verkündigungsszene auf den Außenflügeln als Beginn des Erlösungskreises.
8 Die Komposition des Bildprogramms: Analyse der ausgewogenen, symmetrischen Komposition und der Mittel, die eine Verbindung zwischen den einzelnen Tafeln herstellen.
9 Die Bedeutung des Altars: Zusammenfassende Betrachtung der historischen, politischen und religiösen Erzählebenen sowie der theologischen Implikationen für die Erlösung der Welt.
Bladelin-Altar, Rogier van der Weyden, Ikonographie, Triptychon, Legenda Aurea, Mariologie, Kaiser Augustus, Geburt Christi, Stifterfigur, mittelalterliche Kunst, Andachtsbild, Erlösungstheologie, Bildprogramm, altniederländische Malerei.
Die Publikation widmet sich der wissenschaftlichen Analyse des Bladelin-Altars von Rogier van der Weyden, mit einem besonderen Fokus auf dessen ikonographische Bedeutung und Bildstruktur.
Die Arbeit beleuchtet die religiösen, historischen und politisch-zeitgenössischen Dimensionen des Triptychons sowie dessen Einordnung in die kunsthistorische Forschung.
Ziel ist es, das Sujet und den strukturellen Aufbau des Bildes zu klären, die zugrundeliegenden literarischen Vorlagen zu identifizieren und die Bezüge zwischen den einzelnen Tafeln aufzudecken.
Es wird eine ikonographische und ikonologische Untersuchung durchgeführt, die literarische Quellen (insb. Legenda Aurea) mit stilkritischen Analysen und kompositorischen Beobachtungen verknüpft.
Der Hauptteil analysiert detailliert jede einzelne Tafel (links, Mitte, rechts, Rückseite), das Kompositionsschema und die Bedeutung des Altars als Andachtsbild.
Wesentliche Begriffe sind Rogier van der Weyden, Bladelin-Altar, Ikonographie, Erlösung, Stifterfigur und mittelalterliche Bildsprache.
Da das Werk weder signiert noch datiert ist und neuere Analysen (wie Röntgenaufnahmen und stilkritische Vergleiche) auf eine Zuschreibung „post van der Weyden“ hindeuten, wird diese Problematik in der Arbeit diskutiert.
Der Stifter wird in der Mitteltafel als zeitgenössische Figur in andächtiger Haltung dargestellt, was als Bekenntnis zu seinem sozialen Stand sowie zu seinem Glauben interpretiert wird.
Die einzelnen Szenen sind durch einen gemeinsamen Betrachterstandpunkt, die gleichmäßige Disposition der Hauptfiguren und wiederkehrende Motive (wie Farbgruppierungen und Gelenkfiguren) in eine einheitliche, symmetrische Komposition eingebunden.
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