Fachbuch, 2020
69 Seiten
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Personalrecruiting
2.2 Unternehmensperformance und IT Infrastruktur
2.3 Ressourcenbasierter Ansatz
3 Hypothesenbildung
3.1 Methodik
3.2 Auswertung
4 Analyse der Ergebnisse der quantitativen Forschung
4.1 Hypothesentest und strukturelles Modell
5 Diskussion
6 Schlussfolgerung, zukünftige Forschung und Limitation der Arbeit
6.1 Theoretische und betriebswirtschaftliche Schlussfolgerungen und zukünftige Forschung
6.2 Limitationen
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den kausalen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Informationstechnologie (IT) im Recruiting-Prozess und deren Auswirkung auf die Mitarbeiterqualität sowie die daraus resultierende Unternehmensperformance. Im Fokus steht dabei, wie technologische Fortschritte und digitale Recruiting-Methoden Unternehmen dabei unterstützen können, wettbewerbsfähig zu bleiben und innovative Potenziale besser auszuschöpfen.
2.3 Ressourcenbasierter Ansatz
Eine weitere theoretische Grundlage, auf welcher diese Arbeit basiert ist die Umsetzung des ressourcenbasierten Ansatzes (vgl. Barney 1991, S. 106 ff.; Eisenhardt and Schoovenhoven 1996, S. 137 f.; Penrose 1959, S. 14 ff.). Dieses Konzept wird als Teil der strategischen Planung im strategischen Management verstanden. Dabei wird das Augenmerk besonders auf unternehmenseigene Kompetenzen und Fähigkeiten gelegt, welche zur Verschaffung eines Wettbewerbsvorteils gegenüber der Konkurrenz führen können. Durch optimale Nutzungsweise dieser Kompetenzen wird eine starke Marktposition kreiert. Das Bewusstwerden von eigenen Kompetenzen und Stärken und die darausfolgende Orientierung, wird auch Inside-Out-Verfahren genannt. Diese Kompetenzen und Fähigkeiten die einem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen können, sind vielfältig vorfindbar. Dabei wird zwischen tangiblen und intangiblen Ressourcen unterschieden. Die tangiblen Ressourcen beziehen sich beispielsweise auf die Produktionsanlagen des Unternehmens. Wohingegen die intangiblen Ressourcen wohl den wertvolleren Wettbewerbsvorteil darstellen, da sie nicht so leicht imitierbar sind und somit eine Überlegenheit dem Konkurrenten gegenüber darstellen (vgl. Amit/Schoemaker 1993, S. 33 f.). Solch eine intangible Ressource oder immaterielle Ressource wäre unter anderem, dass durch langjährige Erfahrungen und sehr gute Beziehung zu Lieferanten die Kostenstruktur kostengünstig gestaltet ist.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, wie IT-Nutzung im Recruiting die Mitarbeiterqualität und die Unternehmensperformance beeinflusst.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel schafft einen theoretischen Bezugsrahmen, indem es Personalrecruiting, Unternehmensperformance und den ressourcenbasierten Ansatz analysiert.
3 Hypothesenbildung: Es werden sechs Hypothesen aufgestellt, die den kausalen Zusammenhang zwischen IT-Einsatz, Personalqualität und Unternehmenserfolg untersuchen, ergänzt durch die Beschreibung der Methodik und Auswertung.
4 Analyse der Ergebnisse der quantitativen Forschung: Die erhobenen Daten werden mittels eines Strukturgleichungsmodells ausgewertet, um die aufgestellten Hypothesen zu prüfen.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, wobei die Bestätigung der positiven Korrelation zwischen IT-Nutzung, Mitarbeiterqualität und radikaler Innovation im Zentrum steht.
6 Schlussfolgerung, zukünftige Forschung und Limitation der Arbeit: Es werden theoretische und betriebswirtschaftliche Schlussfolgerungen gezogen, Limitationen aufgezeigt und Anknüpfungspunkte für künftige Studien benannt.
7 Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass IT-Nutzung ein wirksames Werkzeug für Performancesteigerung ist, jedoch erst durch menschliche Kompetenz zur vollen Entfaltung kommt.
IT-Nutzung, Recruiting, Personalmanagement, Unternehmensperformance, Ressourcenbasierter Ansatz, Mitarbeiterqualität, Radikale Innovation, Inkrementelle Innovation, Active Sourcing, E-Recruiting, Wettbewerbsvorteil, Strukturgleichungsmodell, Top Management Support, IT-Infrastruktur, Digitalisierung.
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die Nutzung von Informationstechnologien im Bereich des Recruitings auf die Qualität der neu eingestellten Mitarbeiter und die übergeordnete Unternehmensperformance hat.
Die zentralen Felder sind das E-Recruiting, der ressourcenbasierte Ansatz, das strategische Personalmanagement, Unternehmensinnovation (radikal vs. inkrementell) und die IT-gestützte Prozessoptimierung.
Ziel ist es, kausale Zusammenhänge zwischen digitalisierten Rekrutierungsprozessen und der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit sowie Innovationskraft eines Unternehmens empirisch zu belegen.
Es wird eine quantitative Untersuchung mit 79 Unternehmen durchgeführt, bei der ein Strukturgleichungsmodell (SGM) mittels der PLS-Methode zur Hypothesenprüfung angewandt wurde.
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung der Konzepte, der Ableitung von sechs Hypothesen, der detaillierten Beschreibung des methodischen Vorgehens und der anschließenden Analyse und Diskussion der Studienergebnisse.
Wichtige Begriffe sind unter anderem IT-Nutzung, Mitarbeiterqualität, Unternehmensperformance, Active Sourcing und radikale Innovation.
Die Daten legen nahe, dass in den hoch technologischen Unternehmen der Stichprobe die Unterstützung durch das Management zwar vorhanden ist, aber keinen signifikanten moderierenden Effekt mehr auf die ohnehin schon hohe IT-Nutzung im Recruiting ausübt.
Obwohl die Literatur die IT-Infrastruktur als kritisch hervorhebt, konnte in dieser speziellen Untersuchung kein direkter moderierender Zusammenhang zur IT-Nutzung im Recruiting nachgewiesen werden, was vermutlich an der hohen Technologieintensität der befragten Firmen liegt.
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