Bachelorarbeit, 2018
24 Seiten, Note: 1
Einleitung
Globalisierung
Kulturelle Globalisierung
Kulturelle Identität und Globalisierung/ Multikulturalismus und Migration
Kulturelle Identität
Kultur und die Vielfältigkeit des Kulturbegriffs
Problematische Verwendung des Kulturbegriffs
Kulturelle Identität bei Stuart Hall
Globalisierung und Multikulturalismus - Universalismus versus Kulturrelativismus
Charles Taylor und die Politik der Anerkennung
Schlussfolgerung/Fazit
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen kultureller Identität, Globalisierung und Multikulturalismus, wobei das primäre Ziel darin besteht, einen Lösungsansatz zur Balance zwischen universellen Werten und der Bewahrung kultureller Identitäten zu entwickeln.
Kulturelle Identität bei Stuart Hall
Stuart Hall – der Begründer der Cultural Studies - versucht in seinem Text „Kulturelle Identität und Diaspora“ im Buch „Rassismus und kulturelle Identität“ zu ergründen, was die Ursprünge der karibischen kulturellen Identität sind: wie lässt sich eine karibische kulturelle Identität verorten? In diesem Rahmen beschäftigt er sich mit den Fragen nach kultureller Identität allgemein und Identität an sich.
Nach Stuart Hall haben wir alle „eine bestimmte Zeit, eine spezifische Geschichte und Kultur, von denen aus wir schreiben und sprechen“. Alles, was wir sagen, steht in einem Kontext. Stuart Hall selbst wurde in Jamaika geboren und verbrachte dort seine Kindheit und Jugend; als Erwachsener kam er nach England und studierte in Oxford.
Unsere Identität, so Hall, ist keine „vollendete Tatsache“, sondern eine „Produktion, die niemals vollendet ist, sich immer in einem Prozess befindet und – immer innerhalb –nicht außerhalb – der Repräsentation konstituiert wird.“ Diese Sicht stellt die Authentizität des Begriffes „kulturelle Identität“ in Frage. Dieser Begriff ist also nicht transparent und nicht unproblematisch.
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Globalisierung und kultureller Identität und stellt die Forschungsfrage nach einem friedlichen Zusammenleben in einer von Migrationswellen geprägten Welt.
Globalisierung: Dieses Kapitel definiert Globalisierung als multidimensionales Phänomen und diskutiert insbesondere die kulturelle Globalisierung sowie die Ängste vor einer globalen Vereinheitlichung.
Kulturelle Identität und Globalisierung/ Multikulturalismus und Migration: Hier werden aktuelle gesellschaftliche Reaktionen auf Migrationsbewegungen, wie den Rechtspopulismus, sowie die Debatte um ein "europäisches kulturelles Erbe" analysiert.
Kulturelle Identität: Das Kapitel befasst sich mit den komplexen Definitionen von Kultur und einer kritischen Reflexion über die problematische Verwendung dieses Begriffs in politischen Diskursen.
Kulturelle Identität bei Stuart Hall: Hier wird Halls postkoloniale Perspektive auf Identität als stetiger, hybrider Prozess der Produktion und Transformation sowie als Gegenentwurf zu essentialistischen Vorstellungen dargestellt.
Globalisierung und Multikulturalismus - Universalismus versus Kulturrelativismus: Dieses Kapitel führt in die theoretische Problematik der Vereinbarkeit universeller Menschenrechte mit der Forderung nach Anerkennung kultureller Besonderheiten ein.
Charles Taylor und die Politik der Anerkennung: Der Fokus liegt hier auf Taylors Konzept der Anerkennung als menschliches Grundbedürfnis und der demokratischen Notwendigkeit, Würde im Rahmen eines liberalen Modells zu garantieren.
Schlussfolgerung/Fazit: Das Fazit fasst die philosophischen Positionen zusammen und plädiert für einen eigenen Lösungsansatz, der auf einer Balance zwischen Universalismus und dem Erhalt kultureller Vielfalt basiert.
Kulturelle Identität, Globalisierung, Multikulturalismus, Migration, Universalismus, Kulturrelativismus, Anerkennung, Menschenrechte, Stuart Hall, Charles Taylor, Cultural Studies, Diaspora, Identitätspolitik, kulturelles Erbe, Integration.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie kulturelle Identität im Zeitalter der Globalisierung und des Multikulturalismus definiert werden kann und wie ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen möglich ist.
Die zentralen Themen umfassen die Globalisierung, das Konzept der kulturellen Identität, die Politik der Anerkennung sowie das Spannungsverhältnis zwischen Universalismus und Kulturrelativismus.
Das Ziel ist es, aus verschiedenen kulturphilosophischen Ansätzen einen eigenen Lösungsansatz zu formulieren, der universelle Menschenrechte achtet und gleichzeitig den Wert kultureller Traditionen anerkennt.
Es handelt sich um eine kulturphilosophische Untersuchung, die auf der Analyse und kritischen Diskussion einschlägiger philosophischer Literatur (u.a. Stuart Hall, Charles Taylor, Mona Singer) basiert.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Konzepte von Kultur und Identität, die problematische Verwendung des Kulturbegriffs, die Identitätstheorien von Stuart Hall und das Modell der Politik der Anerkennung von Charles Taylor.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kulturelle Identität, Multikulturalismus, Anerkennung, Universalismus und Migration geprägt.
Taylor argumentiert, dass Anerkennung ein menschliches Grundbedürfnis ist und dass moderne Gesellschaften Wege finden müssen, sowohl die allgemeine Menschenwürde (Universalismus) zu garantieren als auch spezifische kulturelle Identitäten anzuerkennen.
Die Autorin steht essentialistischen Identitätsvorstellungen skeptisch gegenüber und bevorzugt hybride, wandelbare Identitätsmodelle, betont jedoch die Notwendigkeit von Bildung und gemeinsamen Werten, um Fundamentalismus entgegenzuwirken.
Die Autorin sieht in einer umfassenden Bildung ein wichtiges Instrument, um den Dialog zwischen Kulturen zu fördern und ein Abgleiten in den Fundamentalismus zu verhindern.
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