Bachelorarbeit, 2017
54 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Fermiaufgaben
2.1 Was sind Fermiaufgaben?
2.2 Woran erkennt man Fermiaufgaben?
2.3 Wozu sind Fermiaufgaben gut?
2.3.1 Offenheit der Aufgaben
2.3.2 Förderung der Selbstständigkeit
2.3.3 Strategisch arbeiten
2.3.4 Alltagsbezug
2.3.5 Kompetenzförderung
2.3.5.1 Prozessbezogene Kompetenzen
2.3.5.1.1 Problemlösen/kreativ sein
2.3.5.1.2 Modellieren
2.3.5.1.3 Argumentieren
2.3.5.1.4 Darstellen/Kommunizieren
2.3.5.2 Inhaltsbezogene Kompetenzen
2.3.5.2.1 Zahlen und Operationen
2.3.5.2.2 Raum und Form
2.3.5.2.3 Größen und Messen
3 Analyse der Fahrradaufgabe
3.1 Musterlösung
3.2 Offenheit der Aufgabe
3.3 Förderung der Selbstständigkeit
3.4 Strategisch arbeiten
3.5 Alltagsbezug
3.6 Kompetenzförderung
3.6.1 Prozessbezogene Kompetenzen
3.6.1.1 Problemlösen/Kreativ sein
3.6.1.2 Modellieren
3.6.1.3 Argumentieren
3.6.1.4 Darstellen/Kommunizieren
3.6.2 Inhaltsbezogene Kompetenzen
3.6.2.1 Zahlen und Operationen
4 Auswertung der Schülerbearbeitungen
4.1 Methodische Umsetzung
4.2 Zusammenschau der Bearbeitungen
4.2.1 Gruppe 1
4.2.1.1 Phasierung
4.2.1.2 Kompetenzerwartungen
4.2.1.3 Rechenfehler
4.2.1.4 Angemessene Lösung
4.2.1.5 Kooperation
4.2.2 Gruppe 2
4.2.2.1 Phasierung
4.2.2.2 Kompetenzerwartung
4.2.2.3 Rechenfehler
4.2.2.4 Angemessene Lösung
4.2.2.5 Kooperation
4.2.3 Gruppe 3
4.2.3.1 Phasierung
4.2.3.2 Kompetenzerwartungen
4.2.3.3 Rechenfehler
4.2.3.4 Angemessene Lösung
4.2.3.5 Kooperation
4.3 Vergleich der Gruppen
4.4 Reflexion
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob der Einsatz von Fermiaufgaben im Mathematikunterricht der Grundschule dazu beitragen kann, fachliche, soziale und persönliche Kompetenzen der Schüler zu fördern. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Analyse unterschiedlicher Bearbeitungswege und der Eignung dieses offenen Aufgabenformats für eine heterogene Schülerschaft.
3.2 Offenheit der Aufgabe
Das Kriterium der Offenheit trifft auf die verwendete Fermiaufgabe zu, da beim Lesen der Frage kein eindeutiger Lösungsweg zu erkennen ist. Wie die Aufgabe zu bearbeiten ist, wird nicht vorgegeben und jeder Problemlöser darf eine eigene Vorgehensweise wählen. Es besteht die Möglichkeit die Zahlen lediglich zu schätzen, so wie es in der Musterlösung gemacht wurde. Die Kinder dürfen allerdings auch im Sekretariat nachfragen, wie viele Schüler die Schule besuchen. Es ist außerdem erlaubt, die Klassengrößen bei den jeweiligen Klassen zu erfragen und die Gesamtzahl daraus zu errechnen beziehungsweise einen Mittelwert zu bilden. Auch für die Größe der Familien können die Schüler eine Umfrage in den Klassen machen und daraus einen Mittelwert bilden oder einige Stichproben nehmen und daran anlehnend einen realistischen Wert bilden. Auch die Reihenfolge der Teilschritte ist nicht vorgegeben. Die Problemlöser können frei entscheiden, welche Werte sie zuerst erheben wollen und mit welchem Lösungsweg sie am besten das Ergebnis erhalten. Zusätzlich gibt es nicht nur ein einziges richtiges Ergebnis, sondern solange die erhobenen Werte plausibel begründet sind, ist jedes Ergebnis richtig. Je nachdem mit welchen Zahlen gerechnet wird, weichen die Lösungen voneinander ab. Es wäre beispielsweise auch realistisch, dass von 250 Schülern ausgegangen wird und auch die Anzahl von Fahrrädern in einer Familie kann zwischen zwei und sechs schwanken. Somit verändert sich das Ergebnis und bleibt dennoch korrekt, soweit es sinnvoll begründet wird.
1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Förderung fachlicher und sozialer Kompetenzen im Mathematikunterricht und führt in die Fragestellung zur Wirksamkeit von Fermiaufgaben in der Grundschule ein.
2 Fermiaufgaben: Dieses Kapitel definiert Fermiaufgaben als offene Schätzungsaufgaben und erläutert deren Beitrag zur Kompetenzförderung sowie zur Vernetzung von Alltagswissen mit mathematischen Fähigkeiten.
3 Analyse der Fahrradaufgabe: Es erfolgt eine theoretische Untersuchung der speziellen Forschungsaufgabe, wobei eine Musterlösung erstellt und das Potenzial der Aufgabe hinsichtlich der geforderten Kompetenzbereiche geprüft wird.
4 Auswertung der Schülerbearbeitungen: Dieser zentrale Teil dokumentiert und analysiert die empirische Erprobung in sieben Schülergruppen unter Anwendung der Phasen nach Polya und spezifischer Kriterien wie Kooperation und Lösungsangemessenheit.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Herausforderungen der Heterogenität und spricht sich für die Implementierung von Fermiaufgaben als festen Bestandteil des Mathematikunterrichts aus.
Fermiaufgaben, Mathematikunterricht, Grundschule, Problemlösen, Modellieren, Argumentieren, Kompetenzförderung, Sachrechnen, Schülerbearbeitungen, Kooperation, Offene Aufgaben, Schätzstrategien, Bildungsstandards, Heterogenität, Bearbeitungswege.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Fermiaufgaben im Mathematikunterricht der Grundschule und untersucht, wie diese offenen Aufgabenformate die Kompetenzentwicklung von Kindern beeinflussen.
Die Themenfelder umfassen die theoretische Einordnung von Fermiaufgaben, die Analyse mathematischer Kompetenzen (prozess- und inhaltsbezogen) sowie die empirische Auswertung realer Schülergruppen bei der Lösung einer spezifischen Fermiaufgabe.
Das Hauptziel ist herauszufinden, ob durch den Einsatz von Fermiaufgaben fachliche und soziale Kompetenzen gefördert werden können und wie Kinder unterschiedliche Bearbeitungswege entwickeln.
Es wird eine empirische Untersuchung durchgeführt, bei der die Bearbeitungsprozesse von Schülergruppen in einer dritten Klasse gefilmt, analysiert und nach Kriterien wie den Phasen nach Polya sowie spezifischen Kompetenzerwartungen bewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der "Fahrradaufgabe" und einen praktischen Teil, in dem die Arbeitsergebnisse und das Gruppenverhalten von sieben Schülergruppen im Detail ausgewertet werden.
Die wichtigsten Begriffe sind Fermiaufgaben, Problemlösen, Modellieren, Kompetenzförderung, Sachrechnen und Schülerbearbeitungen.
Das Modell von Polya dient dazu, die komplexen und oft unstrukturierten Denkprozesse der Schüler bei der Lösung von Fermiaufgaben in nachvollziehbare Teilschritte (Verstehen, Planen, Ausführen, Rückschau) zu gliedern.
Die Heterogenität erklärt die deutlichen Unterschiede in den Lösungsansätzen und der Selbstständigkeit der Gruppen, wobei die Arbeit zeigt, dass Fermiaufgaben zwar für alle Kinder zugänglich sind, aber sehr unterschiedliche Unterstützung benötigen.
Die Autorin reflektiert kritisch, dass sie schwächeren Gruppen teilweise zu schnell Hilfestellung gegeben hat, wodurch den Kindern die Chance genommen wurde, Probleme eigenständig zu lösen.
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