Bachelorarbeit, 2019
31 Seiten, Note: 2,8
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Einführung anhand des Experteninterviews mit Vogel Audiovision GmbH
1.3 Zielsetzung
1.4 Aktueller Stand der Forschung
1.4.1 Virtuelle Realität
1.4.2 Haptik
1.4.3 Haptik in der virtuellen Realität
2 Hauptteil
2.1 Aufbau des virtuellen Raumes in Unity
2.1.1 Vorteile einer virtuellen Testumgebung
2.1.2 Prävisualisierung
2.1.3 Immersion
2.1.4 Der virtuelle Raum
2.2 Erstellung des Kamera-Prototypen
2.2.1 Vorteile eines Kamera-Prototypen
2.2.2 3D-Druck des Prototypen
2.3 Evaluation
2.3.1 Erhebung der Daten
2.3.2 Fragebogen
3 Schlussteil
3.1 Ergebnisse und Diskussion
3.2 Ist die Forschungsfrage beantwortet?
3.3 Mögliche weiterführende Themen/Fragen
3.3.1 Bedienbarkeit
3.3.2 Kamera Zubehör
3.3.3 Haptisches Feedback
3.3.4 Der finanzielle Aspekt und die Lage in Deutschland
3.4 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht, inwiefern das Gewicht von Kamera-Prototypen und deren haptische Eigenschaften die Immersion sowie das Handling bei der Kameraführung in einer virtuellen Umgebung beeinflussen. Das primäre Ziel ist die Validierung der These, dass ein realitätsnaher Prototyp die Immersion im Vergleich zu einem gewichtslosen Standard-Controller signifikant steigert.
1.1 Motivation
Unsere menschlichen Sinne lassen uns Dinge wahrnehmen und spüren. Der Tastsinn lässt uns beispielsweise Gegenstände erfühlen. Genauso wichtig wie die Haptik dieses Gegenstandes ist ein dazu authentisches Gewicht.
Passt das Gewicht eines Objekts nämlich nicht zu dem von der Person erwarteten Gewicht, entsteht eine Nichtübereinstimmung, die das Gefühl der Immersion und die Glaubwürdigkeit der Situation für unser Gehirn negativ beeinflusst.1
Der Bereich der virtuellen Realität ist ein Arbeitsgebiet, in dem dieses Problem jede Interaktion beeinflusst.
In einer Studie konnte gezeigt werden, dass dieses Arbeiten mit realistischen Gewichtsverhältnissen im virtuellen Raum sogar das Gefühl für die Objekte um einen herum beeinflusst. So erwarte man auch von diesen ein entsprechendes Gewicht, wenn das aktuelle Objekt in der Hand auch passend schwer ist.2
Beim Berühren von Objekten in der virtuellen Realität stellt das Führen der Controller ein weiteres Hindernis dar. Es existieren jedoch schon Prototypen von Controllern, die unterschiedliche Gewichte simulieren können. In verschiedenen Tests mit diesen konnte aufgezeigt werden, dass auch hier das Gefühl, ein reales Objekt zu bewegen, verstärkt wird.3
Im virtuellen Raum scheint das Gewicht also eine äußerst wichtige Rolle im Bezug auf Realismus und Immersion zu spielen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Untersuchung durch die Bedeutung von Haptik und Gewicht für die Immersion in der virtuellen Realität und leitet das Thema durch ein Experteninterview ein.
2 Hauptteil: Der Hauptteil beschreibt detailliert den Aufbau der Testumgebung in Unity, die Konstruktion und den 3D-Druck der Kamera-Prototypen sowie die Durchführung der empirischen Evaluation.
3 Schlussteil: Im Schlussteil werden die Ergebnisse diskutiert, die Forschungsfrage beantwortet, weiterführende Themenfelder erörtert und ein abschließendes Fazit gezogen.
Virtuelle Realität, VR, Kameraführung, Haptik, Immersion, Prototyping, 3D-Druck, Prävisualisierung, Unity, Filmproduktion, Experteninterview, Evaluation, Gewichtssimulation, Nutzererfahrung, Interaktionsdesign.
Die Arbeit behandelt die Untersuchung, wie sich unterschiedlich schwere Kamera-Prototypen in einer virtuellen Umgebung auf die wahrgenommene Immersion und das Handling bei der Arbeit von Kameraleuten auswirken.
Die zentralen Felder sind VR-Technologie, Haptikforschung, die Entwicklung von Prototypen durch 3D-Druck sowie Techniken der Prävisualisierung in der Filmbranche.
Die Kernfrage lautet: „Wie sehr beeinflussen unterschiedliche Gewichte und haptische Gegebenheiten die Immersion und das Handling beim Führen von Kameras in der virtuellen Realität?“
Es wird eine Kombination aus theoretischer Literaturarbeit, einem Experteninterview mit einem professionellen Kameramann sowie einer empirischen Studie mit 10 Testpersonen durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in den Aufbau einer virtuellen Testumgebung in Unity, die Erstellung physischer 3D-gedruckter Prototypen und die anschließende Datenerhebung mittels Fragebögen.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Virtuelle Realität, Immersion, Haptik, Prototyping und Prävisualisierung beschreiben.
Der 3D-Druck ermöglichte eine kostengünstige Herstellung verschiedener haptisch komplexer Modelle, um realitätsgetreue Gewichtsverhältnisse und die Montage von Trackern flexibel zu testen.
Es stellte sich heraus, dass das Führen eines Prototypen stark bevorzugt wird, jedoch geringe Gewichtsunterschiede für den Nutzer irrelevant sind, solange eine grundlegende Übereinstimmung mit dem realen Gegenstand besteht.
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