Masterarbeit, 2019
104 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Persönliches Erkenntnisinteresse
1.3 Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand
1.4 Ziele und (Forschungs-)Fragen
1.5 Methodisches Vorgehen
2 Theoretische Grundlagen: Begriffe und Konzepte
2.1 Eigenkapitalbeschaffung durch Unternehmen
2.2 Initial Public Offering (IPO)
2.2.1 IPO-Prozess
2.2.2 Rechtliche Grundlagen und aufsichtsrechtliche Voraussetzungen
2.3 Initial Coin Offering (ICO)
2.3.1 Blockchain
2.3.2 Kryptowährungen
2.3.3 Smart Contracts
2.3.4 Digitale ‚Assets‘
2.3.5 ICO-Prozess
2.3.6 Security Token Offering (STO)
2.3.7 Rechtliche Grundlagen
2.4 Modelle zur Beschreibung von Geschäftsmodellen
2.4.1 Diffusion von Innovationen
2.4.2 ‚Four Box Business Model Framework‘
2.4.3 Umsetzung neuer Geschäftsmodelle
3 Analysen zur Deckung des Informationsbedarfs
3.1 Empirische Untersuchung: Design und Durchführung
3.1.1 Forschungsdesign und Ablauf
3.1.2 Forschungsmethode und Datenerhebung
3.1.3 Interviewstruktur
3.1.4 Auswertung der Interviewergebnisse
3.1.5 Kritische Reflexion
3.2 Analyse von Studien und Literaturäußerungen
3.2.1 Vergleiche der Studien führender Unternehmensberatungen
3.2.2 Aktuelle Situation des Marktes für digitale ‚Assets‘
4 Auswertung der gewonnenen Kenntnisse
4.1 Vergleich von Initial Coin Offering und Initial Public Offering
4.1.1 Parallele Geschäftsmodelle oder Substitute
4.1.2 Disruptiver Charakter von Initial Coin Offering
4.2 Ableitung von Einsatzmöglichkeiten von Initial Coin Offering im ‚Corporate-Finance‘-Geschäft von Banken: Erste Hypothesen
5 Einsatzmöglichkeiten von ‚Initial Coin Offering‘ im ‚Corporate-Finance‘-Geschäft von Banken
5.1 Kapitalmarktgeschäft (M&A)
5.2 Beratungsmöglichkeiten kleinerer und mittlerer Unternehmen
5.3 Digitale Plattformen
6 Zusammenfassung der Ergebnisse in Thesenform
Die vorliegende Masterthesis untersucht, wie sich die zunehmende Relevanz von Initial Coin Offerings (ICOs) auf das Beratungsgeschäft von Banken auswirkt und wie Finanzinstitute diese neue Methode der Kapitalbeschaffung strategisch in ihr Corporate-Finance-Geschäft integrieren können. Unter Verwendung des Initial Public Offerings (IPO) als Vergleichsmaßstab werden Handlungsempfehlungen abgeleitet.
2.2.1 IPO-Prozess
Die meist in der Öffentlichkeit wahrgenommene finale Phase eines Börsenganges umfasst nur wenige Wochen, jedoch beginnt der Prozess für die erstmalige Emission von Aktien bereits 12-24 Monate vor dem eigentlichen ‚going public‘.21
Der IPO-Prozess lässt sich in drei wesentliche Phasen einteilen: Pre-IPO, Durchführungs und Vermarktungsphase, Post-IPO. Zum besseren Verständnis soll die folgende Darstel lung den Prozess des IPO veranschaulichen:
Fasst ein Unternehmen den Entschluss, sich Eigenkapital über einen regulierten Kapital markt mittels Ausgabe von Aktien einzuwerben, beginnt es den Prozess der Pre-IPO Phase (Vorbereitungsphase).
In der Pre-IPO-Phase werden erste grundlegende Schritte für den Börsengang vorberei tet. Einer der wesentlichen Schritte in dieser Phase ist die Herstellung der Kapitalmarkt reife des Unternehmens. Die Kapitalmarktreife lässt sich in drei wesentliche Bausteine aufteilen; die rechtliche, die organisatorische und die wirtschaftliche Börsenreife.23 Die rechtlichen Kapitalmarktreife umfasst in erster Linie die Anpassung der Rechtsform in eine börsenfähige Gesellschaftsform wie z. B. eine Aktiengesellschaft (AG) mit entspre chenden Organen (Vorstand, Aufsichtsrat) und Schaffung einer börsenfähigen Satzung.24
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage bezüglich der Integration von ICOs in das Bankgeschäft.
2 Theoretische Grundlagen: Begriffe und Konzepte: Erläuterung der Grundlagen zu IPO, ICO und Modellen zur Geschäftsmodellentwicklung.
3 Analysen zur Deckung des Informationsbedarfs: Beschreibung des empirischen Forschungsdesigns mittels Experteninterviews sowie die Analyse relevanter Studien.
4 Auswertung der gewonnenen Kenntnisse: Vergleich von IPO und ICO sowie erste Hypothesen für das Corporate-Finance-Geschäft von Banken.
5 Einsatzmöglichkeiten von ‚Initial Coin Offering‘ im ‚Corporate-Finance‘-Geschäft von Banken: Anwendung des Four Box Business Model Frameworks auf die Integrationsmöglichkeiten von ICOs.
6 Zusammenfassung der Ergebnisse in Thesenform: Synthese der wichtigsten Erkenntnisse in Form von Thesen.
Initial Coin Offering, Initial Public Offering, Corporate Finance, Blockchain, Tokens, Kapitalmarktrecht, Geschäftsmodell, Investmentbanking, Banken, Regulatorik, Smart Contracts, Krypto-Assets, Digitalisierung, Finanzierung, Finanztechnologie
Die Arbeit untersucht, wie Initial Coin Offerings (ICOs) das traditionelle Beratungsgeschäft von Banken im Bereich Corporate Finance beeinflussen und ob Banken diese neue Finanzierungsmethode nutzen können.
Zentrale Themen sind der Vergleich zwischen dem etablierten Börsengang (IPO) und dem innovativen ICO, die regulatorischen Herausforderungen sowie die technologischen Grundlagen der Blockchain.
Das Hauptziel ist es, ein Geschäftsmodell zu entwickeln, das es Banken ermöglicht, ICOs als Dienstleistung in ihr Angebot zu integrieren.
Die Arbeit nutzt eine qualitative Forschungsmethode, basierend auf Experteninterviews mit Fachleuten aus dem Banking- und Fintech-Bereich sowie die Analyse aktueller Studien und Fachliteratur.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Rahmenbedingungen, führt eine empirische Untersuchung durch und bewertet die Substitutions- oder Ergänzungsmöglichkeiten von ICOs gegenüber klassischen Finanzierungsinstrumenten.
Die Arbeit fokussiert sich maßgeblich auf Begriffe wie Initial Coin Offering, Corporate Finance, Blockchain, Regulatorik und Geschäftsmodellentwicklung.
Banken werden als vertrauensvolle Intermediäre gesehen, die ihre Kapitalmarktexpertise und ihren Kundenstamm nutzen können, um ICO-Projekte für professionelle Investoren und Emittenten zu strukturieren.
Das größte Risiko wird primär in der IT-Sicherheit, der regulatorischen Unklarheit sowie dem teilweise vorherrschenden "Scam-Image" gesehen, das den Ruf etablierter Finanzinstitute gefährden könnte.
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