Examensarbeit, 2004
74 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Vertrieb und Marketing
2.1.1. Begriff und Aufgabe von Vertrieb und Marketing
2.1.2. Besonderheiten des Absatzorgans Makler
2.1.3. Absatzpolitik im Maklergeschäft
2.2. Ressourcenorientierung
2.2.1. Begriff und Definition der Ressourcenorientierung
2.2.2. Produktionsfaktoren und Kernkompetenzen
2.2.3. Wertschöpfungskette der Versicherer-Makler-Beziehung
2.3. Wertorientierung
2.3.1. Begriff und Modelle einer wertorientierter Steuerung
2.3.2. EVA als Grundlage einer wertorientierten Unternehmenssteuerung
2.3.3. EVA als Ansatz zur Geschäftssteuerung im Maklervertrieb
3. Ist-Analyse existierender Vertriebssteuerung von Maklern
3.1. Diskrepanz von Unternehmenszielen und Vertriebsergebnissen
3.2. Umsatzorientierte Vergütung
3.3. Ineffiziente Vertriebspartnersteuerung
3.4. Mangelhaftes Controlling im Vertrieb
4. Soll-Konzept – strategische Erfolgsfaktoren im Vermittlergeschäft von heute
4.1. Strategisches Marketing
4.1.1. Situationsanalyse
4.1.2. Marktforschung
4.1.3. Zieldefinition und Strategiefestlegung
4.1.4. Strategieorientierter Einsatz der marketingpolitischen Instrumente im Rahmen des Marketing-Mix abgestimmt auf das Absatzorgan Makler
4.2. Ertragsorientiertes Vergütungssystem
4.2.1. Aufgaben und Anforderungen an eine ertragsorientierte Vergütungspolitik
4.2.2. Grundlage Deckungsbeitragsrechnung
4.2.3. Modell und Elemente eines ertragsorientierten Vergütungssystems
4.3. Ressourcen- und wertorientiertes E-Business-Konzept
4.3.1. Internet, B2B-Business, Extranet
4.3.2. Ebenen einer E-Business-Strategie
4.3.3. Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette
4.4. Ressourcenorientierte Maklersegmentierung
4.4.1. Portfolio-Analyse im Maklergeschäft
4.4.2. Vermittlerklassifizierung durch die ABC-Analyse
4.4.3. Vermittler-Scoring als Grundlage für die Klassifizierung
4.5. Integriertes Vertriebs-Controlling
4.5.1. Begriff und Funktion
4.5.2. Koordinations- und Steuerungsebenen
4.5.3. Die Balanced Scorecard als integratives Steuerungsinstrument
5. Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit entwickelt ein ganzheitliches, umsetzungsfähiges Konzept für eine ressourcen- und wertorientierte Vertriebssteuerung im Maklergeschäft, um den Unternehmenswert zu steigern und knappe Ressourcen effizienter einzusetzen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Überwindung der Diskrepanz zwischen Unternehmenszielen und den Ergebnissen im Maklervertrieb.
2.1.1. Begriff und Aufgabe von Vertrieb und Marketing
Synonym für Vertrieb werden in der Literatur die Begriffe Absatz, Verkauf und Distribution verwandt. Unter Absatz wird die Verwertung der vom Versicherungsunternehmen produzierten Leistungen in Form von Versicherungsschutz am Absatzmarkt verstanden. Dies erfolgt durch den Verkauf von Versicherungsprodukten gegen Zahlung einer bestimmten Prämie. Der Absatz stellt die für das Versicherungsunternehmen wichtigste betriebswirtschaftliche Funktion dar und wird daher auch als Engpassfaktor für alle weiteren wirtschaftlichen Aktivitäten des Versicherungsunternehmens bezeichnet. Dies resultiert daraus, dass in einem Versicherungsunternehmen die Produktion erst nach dem Absatz erfolgt und dass der Leistungserstellungsprozess nicht ohne die Mitwirkung des Kunden möglich ist.
Zwingend notwendig für die Erstellung eines Versicherungsproduktes sind daher die Informationen des Kunden als externer Faktor. Der Absatz von Versicherungsprodukten fördert zudem den Risikoausgleich im Kollektiv und führt unter sonst gleichen Bedingungen bei zunehmendem Bestand zu einer Reduzierung der Fixkosten. Damit ein Unternehmen am Markt erfolgreich sein kann, muss es durch das Marketing eine Sprache und Denkhaltung entwickeln, die den eigenen Unternehmenszielen folgend alle betrieblichen Aktivitäten konsequent auf die gegenwärtigen und zukünftigen Erfordernisse des Marktes ausrichtet. Nach Bruhn konkretisiert sie sich „in der Analyse, Planung, Umsetzung und Kontrolle sämtlicher interner und externer Unternehmensaktivitäten, die durch die Ausrichtung der Unternehmensleistungen am Kundennutzen im Sinne einer konsequenten Kundenorientierung darauf abzielen, absatzmarktorientierte Unternehmensziele zu erreichen“.
1. Einleitung: Beschreibt die veränderte Marktsituation durch Deregulierung und Wettbewerbsdruck und leitet die Zielsetzung der Arbeit ab, ein ressourcen- und wertorientiertes Konzept für das Maklermanagement zu erstellen.
2. Theoretische Grundlagen: Erläutert die theoretischen Konzepte von Marketing, Vertrieb, Ressourcenorientierung und Wertorientierung inklusive der Anwendung von EVA zur Steuerung.
3. Ist-Analyse existierender Vertriebssteuerung von Maklern: Identifiziert Defizite in der aktuellen Steuerung, wie Diskrepanzen zwischen Unternehmenszielen und Vertriebsergebnissen, ineffiziente Vergütungssysteme und mangelndes Controlling.
4. Soll-Konzept – strategische Erfolgsfaktoren im Vermittlergeschäft von heute: Entwirft ein strategisches Modell bestehend aus strategischem Marketing, ertragsorientierter Vergütung, E-Business-Konzepten, Maklersegmentierung und integriertem Controlling zur Optimierung.
5. Schlussbetrachtung und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit der Verzahnung von ressourcen- und wertorientierten Ansätzen für ein modernes Maklermanagement.
Vertriebssteuerung, Maklermanagement, Ressourcenorientierung, Wertorientierung, Economic Value Added (EVA), Maklersegmentierung, Vertriebscontrolling, Balanced Scorecard, Strategisches Marketing, E-Business, Versicherungswirtschaft, Deckungsbeitragsrechnung, Wettbewerbsvorteile, Unternehmenswertsteigerung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines ganzheitlichen Managementkonzepts für das Maklergeschäft in Versicherungsunternehmen, das auf ressourcen- und wertorientierten Steuerungsansätzen basiert.
Zentrale Themen sind die strategische Ausrichtung des Marketings, ein ertragsorientiertes Vergütungssystem, die Nutzung von E-Business-Technologien sowie eine systematische Segmentierung von Maklern und ein integriertes Vertriebs-Controlling.
Das Ziel ist die Erarbeitung eines umsetzungsfähigen Konzepts, das hilft, knappe Ressourcen effizient einzusetzen und den Unternehmenswert gemäß dem Shareholder-Value-Ansatz zu steigern.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse sowie auf eine Ist-Analyse existierender Steuerungspraktiken, ergänzt durch betriebswirtschaftliche Modelle wie die Portfolio-Analyse, die ABC-Analyse und die Balanced Scorecard.
Der Hauptteil analysiert bestehende Schwachstellen in der Maklersteuerung und entwickelt darauf aufbauend ein umfassendes Soll-Konzept mit strategischen Erfolgsfaktoren für die moderne Maklerbetreuung.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Vertriebssteuerung, Wertorientierung, EVA (Economic Value Added), Makler-Segmentierung, Deckungsbeitragsrechnung und Balanced Scorecard.
Da Makler rechtlich und wirtschaftlich unabhängig sind, ist eine direkte Weisungssteuerung ("unmittelbare Steuerung") unmöglich; daher muss der Versicherer über Anreize (Vergütungssysteme) eine "mittelbare Steuerung" bewirken.
Sie fungiert als integratives Steuerungsinstrument, das über rein finanzielle Kennzahlen hinausgeht und strategische sowie operative Ziele in verschiedenen Perspektiven vernetzt, um die Strategieumsetzung messbar und transparent zu machen.
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